Im Geschäftsjahr 2025 hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung des Vorstands im Hinblick auf die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften und der satzungsmäßigen Vorgaben überwacht und kontrolliert. Neben der retrospektiven Überwachung des Vorstandshandelns hat der Aufsichtsrat den Vorstand außerdem im Hinblick auf beabsichtigte zukünftige Geschäftsführungsmaßnahmen beraten. In dieser Hinsicht wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand bei allen Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Bei bestimmten Geschäften und Maßnahmen, für welche die Satzung und/oder der Aufsichtsrat Zustimmungsvorbehalte festgelegt haben, hatte der Aufsichtsrat teil an den Geschäftsführungsmaßnahmen und den entsprechenden Leitungs- und Führungsentscheidungen des Vorstands. Für das Jahr 2025 ist besonders die Transaktion zur Veräußerung des Geschäftsbereichs Water Management zu nennen, der der Aufsichtsrat auf Basis des von der Gesellschaft verhandelten Anteilskauf- und Übertragungsvertrags zugestimmt hat. Neben dem Fortschritt des Projekts zur Veräußerung des Bereichs Water Management besprachen Aufsichtsrat und Vorstand im Jahr 2025 regelmäßig den Verlauf des Transformationsprogramms und die Entwicklung der Personalkosten. Im Rahmen seiner Zuständigkeit für die Bestellung und Abberufung der Vorstandsmitglieder und die Festsetzung der Gesamtbezüge der einzelnen Vorstandsmitglieder hat der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2025 die Trennung vom bisherigen Vorstandsvorsitzenden, Herrn Guido Grandi, behandelt und mit Frau Birgit Seeger eine neue Vorstandsvorsitzende bestellt. Der Aufsichtsrat hat außerdem beschlossen, den Anstellungsvertrag des Vorstandsmitglieds Dr. Daniel Heymann zu verlängern.

Der Prüfungsausschuss befasst sich intensiv mit der Abschlussprüfung, einschließlich der Beurteilung der Qualität der Abschlussprüfung. Mit den Abschlussprüfern erörterte der Prüfungsausschuss Schwerpunkte, Ablauf und Ergebnisse der Prüfung des Jahres- sowie des Konzernabschlusses der NORMA Group SE sowie der nichtfinanziellen Berichterstattung. Der Prüfungsausschuss bereitet die für seinen Aufgabenbereich einschlägigen Beschlussfassungen des Aufsichtsrats vor und gibt gegenüber dem Aufsichtsrat Beschlussempfehlungen ab. Darüber hinaus entscheidet er über einzelne zulässige Nichtprüfungsleistungen, die von den Abschlussprüfern erbracht werden dürfen. Der Prüfungsausschuss überwacht zudem die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems sowie des Compliance-Management-Systems. Ebenso entscheidet er über den Prüfungsplan der Internen Revision. Außerdem bespricht der

Prüfungsausschuss mit dem Vorstand die zu veröffentlichenden Zwischenmitteilungen und Zwischenberichte. Im abgelaufenen Geschäftsjahr beschäftigte sich der Prüfungsausschuss insbesondere mit dem Budget für das Jahr 2026 und mit der Mittelfristplanung. Außerhalb der Prüfungsausschusssitzungen fanden regelmäßige persönliche und telefonische Abstimmungen der Ausschussvorsitzenden mit der CFO Annette Stieve sowie mit den Abschlussprüfern der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (KPMG) statt.

Der Präsidial- und Nominierungsausschuss befasst sich insbesondere mit der Beurteilung und der Vergütung des Vorstands sowie mit der Auswahl neuer Vorstandsmitglieder. Des Weiteren ist der Ausschuss mit der Suche und Auswahl von Kandidaten für nachzubesetzende Aufsichtsratspositionen betraut. Der Ausschuss bereitet die in seinem Aufgabenbereich einschlägigen Beschlussfassungen des Aufsichtsrats vor und gibt gegenüber dem Aufsichtsrat Beschlussempfehlungen ab. Nach der erfolgten Wahl von Frau Kerstin Müller-Kirchhofs und Herrn Dr. Erek Speckert in den Aufsichtsrat durch die Hauptversammlung am 13. Mai 2025 stellte die weitere Nachfolgeplanung ein Schwerpunkt der Ausschusstätigkeit im Jahr 2025 dar. In dieser Hinsicht erarbeitete der Ausschuss eine Beschlussempfehlung an den Aufsichtsrat zur Optimierung der Ziele für dessen Zusammensetzung, einschließlich eines Diversitätskonzepts und Kompetenzprofils, inklusive der folgerichtigen Darstellung der Kompetenzverteilung in der Qualifikationsmatrix.

Der Strategieausschuss beschäftigt sich mit der langfristigen Ausrichtung der NORMA Group im Hinblick auf relevante Endmärkte und Megatrends. Es werden auch die Auswirkungen der Klimapolitik auf das Geschäft und die Nachhaltigkeit von Produkten und der Produktion der NORMA Group behandelt. Der Ausschuss setzt sich mit dem Innovationsprozess und dem internationalen Ausbau der strategischen Geschäftseinheiten Industry Applications und Mobility & New Energy in den Regionen auseinander. Dabei werden die dafür notwendigen Anpassungen der Strukturen und Ressourcen vom Vorstand vorgestellt und gemeinsam diskutiert. Die Schwerpunkte der gemeinsamen Erörterungen zwischen dem Strategieausschuss und dem Vorstand im Geschäftsjahr 2025 waren die strategischen Ziele der NORMA Group für die Zeit nach Vollzug der Transaktion zur Veräußerung des Bereichs Water Management und einzelne strategische Projekte in den verbleibenden Geschäftsbereichen, insbesondere im Bereich Industry Applications.

Legende

Diese Inhalte sind Teil des nichtfinanziellen Konzernberichts und unterlagen einer gesonderten Prüfung mit begrenzter Sicherheit („limited assurance“).