Zollkonflikte und geldpolitische Entscheidungen prägen das Börsenjahr 2025

Nach einem positiven Jahresauftakt setzte sich der Aufwärtstrend an den internationalen Aktienmärkten zunächst fort. Anfang April sorgte die Ankündigung hoher US-Importzölle für deutliche Kursverluste. Ein rasch folgendes Moratorium und die Aussicht auf Verhandlungen zwischen den großen Wirtschaftsmächten führten jedoch zu einer schnellen Erholung. Im Sommer erreichten einige Indizes sogar neue Rekordstände. In der zweiten Jahreshälfte bestimmten geldpolitische Signale und geopolitische Risiken das Marktgeschehen. Spekulationen über Zinsanpassungen in den USA und Europa erhöhten die Volatilität. Die US-Notenbank leitete im September eine vorsichtige Straffung ein, was zunächst zu Rückgängen an den Aktienmärkten führte, bevor sich die Märkte zum Jahresende weiter positiv entwickelten. Zusätzliche Belastungen durch Spannungen in Asien und Unsicherheiten in den Lieferketten änderten nichts an der insgesamt positiven Grundstimmung: Getragen von soliden Unternehmensgewinnen und robuster Nachfrage sowie Zinssenkungserwartungen schlossen viele Indizes das Jahr mit zweistelligen prozentualen Wertzuwächsen ab.

Der deutsche Leitindex DAX überschritt im Mai 2025 erstmals die Marke von 24.000 Punkten und markierte in der ersten Oktoberhälfte mit 24.771 Punkten seinen Höchststand. Das Jahr beschloss der DAX bei 24.490 Punkten, was einem Anstieg um 23 % gegenüber Ende 2024 entspricht. Der MDAX legte im Vergleich zum Jahresende 2024 um fast 20 % zu und beendete das Jahr nach Höchstständen Ende Juli bei knapp 30.618 Punkten. Besonders dynamisch entwickelte sich der SDAX, dem die NORMA-Group-Aktie angehört: Er schloss das Jahr bei 17.175 Punkten und damit gut 25 % über dem Vorjahresniveau. Die deutschen Indizes profitierten neben der Entspannung im Zollkonflikt von den angekündigten Investitionen der Bundesregierung in Infrastruktur und Verteidigung.

Die europäischen Märkte entwickelten sich in ähnlicher Dynamik wie die deutschen Leitindizes: Der STOXX Europe 600 Industrial Goods & Services stieg im Jahresverlauf um knapp 24 % auf 2.207 Punkte am 30. Dezember 2025. Ähnlich fielen die Kurszuwächse an den US-Märkten aus: Der Dow Jones industrial schloss das Jahr bei 48.063 Punkten – ein Plus von rund 13 %. Der S&P 500 erreichte 6.846 Punkte per Ende 2025, was einem Zuwachs um rund 16 % entspricht. In den USA bremsten eine hartnäckige Inflation, ausbleibende Zinssenkungen und politische Unsicherheiten die Dynamik.

Der als Trendindikator für den globalen Automobilmarkt geltende MSCI World Automobiles Index gewann erst ab Herbst 2025 an Dynamik und schloss das Jahr bei 441 Punkten, etwa 11 % über dem Jahresende 2024. Belastungsfaktoren waren vor allem die schwache Nachfrage in wichtigen Absatzmärkten, anhaltende Lieferkettenprobleme sowie steigende Finanzierungskosten infolge höherer Zinsen.

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