Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell (SBM-3)
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Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen
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Einordnung
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Zeithorizont
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Wertschöpfungskette
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Auswirkungen, Risiken und Chancen
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Auswirkung, Chance, Risiko
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kurzfristig
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mittelfristig
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langfristig
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vorgelagert
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eigene Aktivitäten
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nachgelagert
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Unternehmensspezifisch: Produktqualität
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Konstant hohe Produktqualität als Chance, Kundenzufriedenheit und -treue nachhaltig zu stärken und wirtschaftlich erfolgreich zu sein
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Chance
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Produktqualität ist für den Geschäftserfolg der NORMA Group von hoher Relevanz. Die zu diesem unternehmensspezifischen Thema ermittelte Chance prägt die Strategie der NORMA Group nachhaltig. Durch den konsequenten Fokus auf verlässliche Produktqualität stärkt das Unternehmen die Kundenzufriedenheit und -bindung. Auf dieser Basis strebt die NORMA Group eine führende Position in der Verbindungstechnik an. Die NORMA Group sieht eine Chance darin, eine hohe Produktqualität durch hohe Sicherheitsstandards und Langlebigkeit ihrer Produkte zu generieren. Die NORMA Group trägt mit den eigenen Tätigkeiten im Bereich Produktqualität einen Anteil an den Auswirkungen. Dies steht in direkter Verbindung mit der Unternehmensstrategie und dem Geschäftsmodell der NORMA Group, da das Unternehmen als produzierender Betrieb höchsten Wert auf Produktqualität legt und diese als strategischen Erfolgsfaktor versteht.
Für die als wesentlich identifizierte Chance ergibt sich im Geschäftsjahr kein wesentlicher, tatsächlicher finanzieller Effekt auf die Finanzlage, Ertragslage und Zahlungsströme der NORMA Group.
Ab dem Geschäftsjahr 2025 werden keine Kennzahlen im Bereich Produktqualität mehr berichtet. Der Grund hierfür liegt in der gesunkenen Bedeutung der bisher berichteten unternehmensspezifischen KPIs. Die durchschnittliche PPM-Rate (PPM = „parts per million“) und die Anzahl der Kundenreklamationen sind aufgrund unterschiedlicher kundenspezifischer Produktspezifikationen und -volumina nicht mehr einheitlich und vergleichbar darstellbar und werden anhand von individuellen Kundenvereinbarungen getrackt.
Die NORMA Group setzt weiterhin auf höchste Qualitätsstandards und verfolgt das Ziel, durch maßgeschneiderte Lösungen und kontinuierliche Prozessverbesserungen die Kundenzufriedenheit zu sichern und auszubauen.
Verpflichtungen in Bezug auf die Produktqualität
In den Geschäftsbereichen der NORMA Group hat die Qualität der Produkte oberste Priorität. Als Verbindungselemente verschiedener Einzelteile tragen die Produkte wesentlich zur zuverlässigen Funktion und Sicherheit der Anwendungen von direkten Kunden bei. Um das Vertrauen der Kunden in ihre Produkte und Dienstleistungen zu bewahren und weiter zu stärken, setzt die NORMA Group mit ihren Marken auf hohe Zuverlässigkeit, hohe Kundenzufriedenheit und gestärkte Kundentreue. Die Qualität der Produkte und die Erfüllung von Kundenanforderungen sind dabei eng miteinander verknüpft.
Die Qualitätsrichtlinie aus dem Geschäftsjahr 2020 wurde im Geschäftsjahr 2024 durch eine neue gruppenweite Richtlinie abgelöst und vom Chief Operating Officer sowie den Vice President für Qualität, Umwelt, Arbeitssicherheit und Gesundheit verabschiedet. Die NORMA Group verfolgt das Ziel, ein Höchstmaß an Kundenzufriedenheit zu erreichen, indem sie ein effizientes und wirkungsvolles Qualitätsmanagementsystem etabliert und kontinuierlich weiterentwickelt. Dieses System soll sicherstellen, dass sämtliche relevanten Normen, Standards und regulatorischen Anforderungen miteinander in Einklang gebracht werden. Darüber hinaus orientiert es sich konsequent an den Bedürfnissen, Anforderungen und Erwartungen unserer Kunden. Unser Anspruch ist es, in allen Fertigungs- und Geschäftsprozessen eine Null-Fehler-Denkweise zu erreichen. Dieses Ziel wird durch eine systematische Prozessüberwachung, regelmäßige Audits und eine gelebte Kultur der kontinuierlichen Verbesserung unterstützt.
Die Qualitätsrichtlinie ist für alle interessierten Stakeholder öffentlich zugänglich und verdeutlicht die Chance für die NORMA Group. Es wurden keine wesentlichen Auswirkungen und Risiken im Zusammenhang mit der Produktqualität identifiziert.
Ergreifung von Maßnahmen zur Nutzung der wesentlichen Chance im Zusammenhang mit der Produktqualität sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen und Ansätze
Im Geschäftsjahr 2025 hat die NORMA Group mehrere Maßnahmen zur Sicherung und Weiterentwicklung der Produktqualität umgesetzt. Zur weiteren Stärkung der Qualitätsstandards wurde mit dem Aufbau eines globalen Qualitätsmanagementsystems begonnen. Im Zuge dessen wurden neue Stellen im Bereich Qualitätsmanagement geschaffen, um die Umsetzung und kontinuierliche Weiterentwicklung des Systems sicherzustellen. Unter anderem wurde die Steuerung im Bereich Produktqualität von einem konsolidierten Kennzahlenverfahren auf ein standortbezogenes bzw. kundenbezogenes System umgestellt.
Eine zentrale Maßnahme war die weitere Einführung der digitalen Plattform QASQ-it an den Produktionsstandorten. Diese Plattform ermöglicht die systematische Erfassung und Auswertung qualitätsrelevanter Kennzahlen wie des Prozessfähigkeitsindex (Cpk), die rechtzeitige Einreichung von Produktionsteilgenehmigungen (PPAP) sowie die Bearbeitung von Reklamationen. Die vollständige Implementierung der Plattform ist als mehrjähriges Projekt angelegt und wird von einem spezialisierten Team begleitet.
Darüber hinaus hat die NORMA Group im Jahr 2025 eine fortlaufende Kundenzufriedenheitsbefragung durchgeführt, die als Instrument zur Bewertung und Verbesserung der Produkt- und Servicequalität dient. Ergänzend wurden Erfindungsmeldungen eingereicht, die langfristig zur Innovationskraft und Produktverbesserung beitragen sollen. Zum 31. Dezember 2025 belief sich der Bestand an Patenten und Gebrauchsmustern auf insgesamt 670 (2024: 719). Die Zahl der Patente ist gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen zurückgegangen. Ursache hierfür ist die konsequente Anwendung unserer Patentstrategie auf das bestehende Portfolio, wodurch bei älteren Schutzrechten einzelne Patente aufgegeben wurden. Zusätzlich trägt der anhaltende Kostendruck zur weiteren Reduzierung des Patentportfolios bei.
Durch die regelmäßige Auditierung gemäß ISO 9001 und IATF 16949 oder EN 9001 müssen im Rahmen des Audits bestimmte Maßnahmen umgesetzt und Fortschritte erzielt werden, um die Zertifizierung zu erhalten. An 96 % der Produktionsstandorte finden regelmäßige ISO-Zertifizierungen gemäß 9001 und an 75 % der Produktionsstandorte finden regelmäßige ISO-Zertifizierungen gemäß IATF 16949 oder EN 9001 statt.
Diese Maßnahmen sollen zur Erhöhung der Produktqualität und zur Stärkung der Kundenbindung beitragen.
Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher Chancen
Die NORMA Group setzt auf höchste Qualitätsstandards und verfolgt die Ambition, durch maßgeschneiderte Kundenlösungen und kontinuierliche Prozessverbesserungen die Kundenzufriedenheit zu sichern und auszubauen. Um die Qualität ihrer Produkte sicherzustellen, setzt die NORMA Group auf die Setzung von individuellen Zielen entsprechend den Kundenanforderungen. Eine übergeordnete Qualitätskennzahl wird nicht mehr erhoben. Stattdessen erfolgt das Qualitätsmonitoring individuell auf Kundenbasis.
Legende
Diese Inhalte sind Teil des nichtfinanziellen Konzernberichts und unterlagen einer gesonderten Prüfung mit begrenzter Sicherheit („limited assurance“).