Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell (SBM-3)
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Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen
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Einordnung
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Zeithorizont
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Wertschöpfungskette
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Auswirkungen, Risiken und Chancen
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Auswirkung, Chance, Risiko
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kurzfristig
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mittelfristig
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langfristig
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vorgelagert
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eigene Aktivitäten
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nachgelagert
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Wasserressourcen (ESRS E3)
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Wasserverbrauch in den eigenen Produktionsprozessen
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Negative Auswirkung
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Die NORMA Group hat eine negative tatsächliche Auswirkung auf die Wasserressourcen, insbesondere in Wasserrisikogebieten identifiziert. Diese umfasst den Wasserverbrauch in den Produktionsprozessen innerhalb der eigenen Geschäftstätigkeiten der NORMA Group. Ein übermäßiger Wasserverbrauch kann zu Wasserverknappung in der Region führen und somit eine negative Auswirkung auf die Umwelt und die Gesellschaft haben. Die NORMA Group nutzt jedoch geschlossene Kühlprozesse, durch die ein Teil des Wassers langfristig im Wasserkreislauf verwendet wird.
Die NORMA Group trägt mit ihren eigenen Tätigkeiten durch den Wasserbedarf in der Produktion im Bereich Wasserressourcen einen Anteil an den Auswirkungen. Diese Zusammenhänge stehen in direkter Verbindung mit der Unternehmensstrategie und dem Geschäftsmodell der NORMA Group als produzierendes Unternehmen. Die NORMA Group ist sich ihrer Verantwortung bewusst und versucht ihre negativen Auswirkungen durch eine verantwortungsvolle und effiziente Nutzung von Wasserressourcen entgegenzuwirken. Dies betrifft die Produktionsprozesse der Produkte.
Verpflichtungen im Zusammenhang mit Wasserressourcen (E3-1)
Die NORMA Group verfügt über ein Umweltkonzept, um den negativen Auswirkungen ihrer Aktivitäten im Bereich Wasserressourcen gerecht zu werden. Durch den Wasserverbrauch innerhalb der eigenen Produktionsprozesse hat die NORMA Group negative Auswirkungen auf die in Wasserrisikogebieten vorhandenen Wasserressourcen. Durch die Umsetzung entsprechender betriebsinterner Prozesse und Richtlinien fördert das Unternehmen darüber hinaus einen ressourcenschonenden Umgang. Wesentliche Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Wasserressourcen wurden nicht identifiziert.
Das globale Umweltkonzept umfasst unter anderem die Grundsätze des Unternehmens im Hinblick auf Wasserressourcen. Es ist von hoher Bedeutung für die NORMA Group, da sich einige Standorte der NORMA Group in Gebieten mit sehr hohem Wasserstress befinden. Zur Identifizierung dieser Gebiete wurde der Aqueduct Water Risk Atlas herangezogen. Zu den Grundsätzen des Umweltkonzeptes gehören in Bezug auf Wasserressourcen die Schonung von Wasserressourcen sowie der Anspruch, alle nationalen und lokalen Vorschriften einzuhalten. Diese Grundsätze gelten für alle NORMA-Standorte weltweit. Die Grundsätze des Umweltkonzeptes im Hinblick auf Wasserressourcen sind im Umweltmanagementsystem der NORMA Group verankert und in einer globalen Umweltrichtlinie festgehalten. Detaillierte Informationen zum übergreifenden Umweltkonzept der NORMA Group befinden sich im Kapitel VERPFLICHTUNGEN IM ZUSAMMENHANG MIT DEM KLIMASCHUTZ UND DER ANPASSUNG AN DEN KLIMAWANDEL (E1-2).
Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Wasserressourcen (E3-2)
Um die gesetzten Ziele zu erreichen, hat die NORMA Group verschiedene Maßnahmen und Ressourcen für wassergefährdete Gebiete, einschließlich Regionen mit hohem Wasserstress, definiert. Derzeit laufen diese Prozesse und Maßnahmen auf individueller Standortebene. Um schneller auf unerwartete Ereignisse, wie beispielsweise das Auftreten von Leckagen, reagieren zu können, wurde der Turnus zur Datenerhebung auf eine monatliche Abfrage erhöht. Durch diese regelmäßigere Datenerfassung können Unregelmäßigkeiten frühzeitiger erkannt und entsprechende Gegenmaßnahmen zeitnah eingeleitet werden. Den Schwerpunkt der Maßnahme bilden dabei insbesondere die Erkennung von Leckagen sowie die nachhaltige Reduzierung der daraus resultierenden Verlustmengen. Die NORMA Group befindet sich aktuell im Aufbau entsprechender gruppenweiter Prozesse, um fundierte Maßnahmen zu entwickeln, zu implementieren und zu tracken. Durch die regelmäßige Auditierung gemäß ISO 14001 müssen im Rahmen des Audits bestimmte Maßnahmen umgesetzt und Fortschritte erzielt werden, um die Zertifizierung zu erhalten. An 92 % Produktionsstandorten liegen diese Zertifizierungen vor. Die ISO-14001-Zertifizierung belegt die Einführung eines Umweltmanagementsystems, das auf die Minimierung von Umweltbelastungen und die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben ausgerichtet ist.
Ziele im Zusammenhang mit Wasserressourcen (E3-3)
Die NORMA Group orientiert sich an dem Grundsatz, ihren ökologischen Fußabdruck kontinuierlich zu verringern. Im Themengebiet Wasserressourcen hat die NORMA Group sich für das Geschäftsjahr 2025 ein Ziel gesetzt, um die identifizierte wesentliche Auswirkung zu adressieren. Der Wasserverbrauch sollte innerhalb des Geschäftsjahres auf maximal 142,0 Liter pro TEUR Umsatz begrenzt werden. Der Zielwert ergibt sich unter anderem aus dem erwarteten Umsatz. Das Ziel war für das Geschäftsjahr 2025 für alle Produktionsstätten der NORMA Group gültig. Zu den Grundsätzen des Umweltkonzeptes gehören in Bezug auf Wasserressourcen die Schonung von Wasserressourcen sowie die Einhaltung nationaler und lokaler Regulatorik. Damit besteht ein Zusammenhang zwischen dem Ziel und dem Umweltkonzept. Hintergrund der Zielsetzung war es, eine stetige Reduzierung des Wasserverbrauches auf Grundlage der vergangenen Wasserverbräuche zu gewährleisten. Das Ziel beruht nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen. Die NORMA Group hat keine Interessenträger in die Festlegung des Ziels einbezogen. Das definierte Ziel ist freiwillig. Bei der Festlegung der Ziele wurden keine ökologischen Schwellenwerte sowie unternehmensspezifischen Aufteilungen berücksichtigt. Die NORMA Group misst die Zielerreichung anhand einer festgelegten Kennzahl zur Erhebung des Wasserverbrauchs. Weitere Informationen finden sich im Kapitel WASSERRESSOURCEN (E3-4). Das Ziel wurde im Geschäftsjahr 2025 erreicht.
Das übergeordnete Ziel im Geschäftsjahr 2026 ist es, den Wasserverbrauch bei der NORMA Group auf höchstens 101,0 Liter pro TEUR Umsatz für alle Produktionsstätten zu begrenzen.
Kennzahlen im Zusammenhang mit Wasserressourcen (E3-4)
Um die definierten Ziele und die Effektivität der Maßnahmen zu überwachen und nachzuverfolgen, misst die NORMA Group ihren Wasserverbrauch. Der Gesamtwasserverbrauch der NORMA Group beläuft sich im Geschäftsjahr 2025 auf 128.642 m3. Die Datenbasis für diese Angaben beruht auf den Verbrauchswerten der einzelnen Standorte.
Um eine näherungsweise Aussage über die Wasserverbräuche zu erhalten, wird ein spezifischer Wasserverbrauch je Mitarbeitendem für Büro- sowie Logistikfläche separat ermittelt. Grundlage dieser spezifischen Verbrauchswerte ist ein mathematisch errechneter Referenzstandort jeweils für Büro- und Logistikzentren. Für Büroflächen gilt 1,88 m3 je Mitarbeiter und für Logistikzentren 6,98 m3 je Mitarbeiter. Auf Basis dieses Kennwertes wurden Frischwasserverbräuche für die Standorte ermittelt, die keinen direkt abrechenbaren Wasserverbrauch ausweisen konnten. Die Schätzung umfasst einen Anteil von 1,37 % bezogen auf den gesamten Frischwasserverbrauch unabhängig von der Wasserstressregion.
Der Wasserverbrauch in Gebieten, die von Wasserrisiken und hoher Wasserknappheit („high water stress areas“) betroffen sind, beträgt 79.805 m3.
Das gesamte recycelte und wiederverwendete Wasser der NORMA Group beträgt 3.857 m3. Die berichteten Mengen und Daten wurden gemäß eigener Messtechnik mittels Differenzmengenberechnung ermittelt.
Wie im Vorjahr beträgt das gesamte gespeicherte Wasser der NORMA Group 1.457 m3. Die Kennzahl des gespeicherten Wassers entspricht der Plangröße des Wasserspeichers und wird von den Standorten berichtet, die über entsprechende Wasserspeicher verfügen.
Die Wasserintensität der NORMA Group beläuft sich im Geschäftsjahr 2025 auf 119 m3 pro Mio. EUR (2024: 145 m3 pro Mio. EUR) der Umsatzerlöse und errechnet sich aus dem Gesamtwasserverbrauch im eigenen Betrieb pro Umsatzerlös. Weitere Informationen zur Ermittlung der Nettoumsatzerlöse in den Kapiteln KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG und AUFGEGEBENER GESCHÄFTSBEREICH. Wir berücksichtigen hierbei die Konzernumsatzerlöse inklusive der nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten.
Legende
Diese Inhalte sind Teil des nichtfinanziellen Konzernberichts und unterlagen einer gesonderten Prüfung mit begrenzter Sicherheit („limited assurance“).