Weiterführende, freiwillige Nachhaltigkeitsangaben, die nicht Teil der nichtfinanziellen Konzernerklärung und des Lageberichts sind

Bezug zum UN Global Compact und den SDGs der Vereinten Nationen

Die NORMA Group ist seit 2018 Unterzeichnerin des UN Global Compact – der weltweit größten Initiative für verantwortungsvolle Unternehmensführung. Mit dem Beitritt hat sich das Unternehmen dazu verpflichtet, die zehn Prinzipien des Global Compact in den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umwelt und Korruptionsbekämpfung zu unterstützen. Über die Fortschritte und Maßnahmen zur Umsetzung dieser Prinzipien berichtet die NORMA Group regelmäßig im Rahmen eines Fortschrittsberichts. In unten stehender Tabelle sind in Ergänzung zum jährlichen Fortschrittsbericht Referenzen zu dem jeweiligen Abschnitt der diesjährigen nichtfinanziellen Konzernerklärung enthalten.

UN Global Compact Index

     
 
 
   
     
   

 

 

 

 

 

 

   

 

 

Informationen zu SDGs

Darüber hinaus decken sich in zahlreichen Bereichen die Handlungsfelder der NORMA Group mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals – SDG) und tragen zu ihrer Zielerreichung bei. Für die NORMA Group sind insbesondere folgende Themen relevant:

Ziel 4 – Hochwertige Bildung:

Durch Maßnahmen im Bereich Aus- und Weiterbildung ermöglicht es die NORMA Group ihren Beschäftigten, sich kontinuierlich beruflich und persönlich weiterzuentwickeln. Darüber hinaus bietet die NORMA Group über ihre gruppenweite Lernplattform Möglichkeiten, Wissen und Fähigkeiten in Bezug auf unter anderem nachhaltige Lebensstile, Menschenrechte und Wertschätzung kultureller Vielfalt zu erwerben.

Ziel 6 – Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen:

Die Produkte der NORMA Group leisten weltweit einen Beitrag zum effizienten Umgang mit Wasser. Auch in der eigenen Produktion will die NORMA Group ihren Wasserverbrauch reduzieren. Zudem leistet die NORMA Group mit dem Sozialprojekt NORMA Clean Water einen Beitrag zu einem bewussten Umgang mit Wasser in Schwellen- und Entwicklungsländern.

Ziel 8 – Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum:

Die NORMA Group verfolgt ambitionierte Wachstumsziele. Gleichzeitig sind die Sicherheit und Gesundheit aller Beschäftigten ein wesentlicher Bestandteil der CR-Handlungsfelder.

Ziel 9 – Industrie, Innovation und Infrastruktur:

Innovationen bilden die Grundlage für künftiges Wachstum und das Entwickeln neuer umweltfreundlicher Produkte. Aus diesem Grund setzt die NORMA Group intern Anreize für neue Ideen ihrer Beschäftigten.

Ziel 12 – Nachhaltige/-r Konsum und Produktion:

Die NORMA Group will den Ressourcenverbrauch in der Produktion verringern und setzt zu diesem Zweck in jedem Werk Maßnahmen um. Auch im Materialeinkauf bezieht die NORMA Group verstärkt Nachhaltigkeitskriterien ein.

Ziel 13 – Maßnahmen zum Klimaschutz:

Ein Fokus der Umweltstrategie der NORMA Group liegt auf der Reduktion von Treibhausgasen.

Darüber hinaus trägt die NORMA Group auch zur Umsetzung weiterer Ziele bei (etwa „Ziel 3 – Gesundheit und Wohlergehen“ im Rahmen von Arbeitssicherheitsmaßnahmen, „Ziel 5 – Geschlechtergleichheit“ im Rahmen des Projektes NORMA Clean Water mit Plan International Deutschland durch unter anderem gezielte Workshops zur Geschlechtergleichheit sowie „Ziel 11 – Nachhaltige Städte und Gemeinden“ durch Produkte im Bereich Infrastruktur und Water Management). Durch unsere früheren (Indien) und aktuellen Partnerschaften (Brasilien) mit Plan International in den Entwicklungsländern des globalen Südens haben wir über die Unterziele 17.16 und 17.17 auf „Ziel 17 – Partnerschaften zur Erreichung der Ziele“ hingewirkt.

Zusätzlich zu den in Anlehnung an die ESRS berichteten Informationen legt die NORMA Group weitere ausgewählte nichtfinanzielle Informationen offen. Diese freiwilligen Angaben wurden weder einer externen Prüfung unterzogen noch sind sie inhaltlich oder methodisch an die Anforderungen der ESRS angepasst. Die Veröffentlichung erfolgt dennoch, um Stakeholdern ein umfassenderes Verständnis der NORMA Group zu ermöglichen.

Informationen zur Ressourcennutzung

Die NORMA Group kauft Materialien und Dienstleistungen in verschiedenen Warengruppen, darunter Metall-, Kunststoff-, Gummi-, elektrische Komponenten sowie Verpackungsmaterialien.

Zur Abschätzung der Materialanteile nutzt die NORMA Group statistische Auswertungen und öffentlich verfügbare Informationen. Angaben zu biologischen Materialien basieren auf Lieferantenauskünften, die auf Anfrage durch Zertifikate belegt werden können. Die Anteile werden ins Verhältnis zu den gesamten Ressourcenzuflüssen gesetzt.

Die Datengrundlage stammt aus lokalen ERP-Systemen der Standorte und wird zentral konsolidiert. Die Zuordnung zu Materialkategorien erfolgt anhand von Produktspezifikationen oder – sofern diese nicht vorliegen – auf Basis fachlicher Einschätzungen und statistischer Annahmen. Die jährlichen Werte werden auf Grundlage der verfügbaren Daten hochgerechnet.

Das Unternehmen arbeitet kontinuierlich daran, die Datengrundlagen sowie die Datenqualität im Bereich der Ressourcennutzung zu verbessern, mit dem Ziel, künftig die Voraussetzungen für eine CSRD-konforme Berichterstattung zu schaffen.

Gehaltsrelevante Informationen

Derzeit werden Payroll‑Daten standortbezogen über unterschiedliche interne oder externe Lohnabrechnungssysteme erfasst. Es wurde im Geschäftsjahr 2025 ein Prozess entwickelt, dessen Ziel es war, die globalen monatlichen Ist-Gehälter zu sammeln und zu konsolidieren. Während wir große Fortschritte in der Erhebung der Daten gemacht haben, konnten wir leider nicht an allen Standorten alle Gehaltsbestandteile erheben, weshalb uns in einigen Fällen zum Beispiel ausschließlich das Grundgehalt vorliegt.

Die erstmalige Erhebung und Zusammenführung der Daten in dieser Form und diesem Umfang hat wertvolle Transparenz geschaffen, und die NORMA Group arbeitet daher kontinuierlich daran, die Prozesse weiter auszubauen und die Datenqualität kontinuierlich zu verbessern.

Die Analyse der vorliegenden Gehaltsdaten bestätigt, dass das Unternehmen global die geltenden Mindestlohnregelungen einhält. Für einen kleinen Teil der Mitarbeitenden (unter 10 %) lassen sich auf Basis der aktuellen Bewertung jedoch noch keine abschließenden Aussagen treffen, da weitere Analysen erforderlich sind, die das Unternehmen für das nächste Geschäftsjahr plant. Das Unternehmen ist bestrebt, volle Transparenz über die Vergütungssituation in Zukunft zu schaffen und sicherzustellen, dass alle Mitarbeitenden mindestens den jeweiligen gesetzlichen Mindestlohn erhalten. Die Weiterentwicklung der Datenprozesse bildet hierfür eine zentrale Grundlage.

Darüber hinaus hat das Unternehmen sowohl das geschlechtsspezifische Verdienstgefälle als auch das Verhältnis zwischen der Gesamtvergütung der höchstbezahlten Person und dem Median der Gesamtvergütung aller Mitarbeitenden analysiert. Das Ziel war, die monatlichen Ist-Gehälter sämtlicher Beschäftigten zu konsolidieren und auszuwerten. Die Gehaltsdaten setzen sich grundsätzlich abhängig vom jeweiligen Land sowie von Funktion und Position aus unterschiedlichen Vergütungskomponenten zusammen. Diese umfassen unter anderem das Bruttogrundgehalt, feste Zulagen (z. B. Schicht‑, Nacht‑, Wochenend‑ und Feiertagszuschläge), ausgezahlte Überstundenvergütungen sowie einen möglichen jährlichen Zielbonus (SIT). Dieses Ziel konnte für das Geschäftsjahr 2026 jedoch noch nicht für sämtliche Mitarbeitende erreicht werden.

Die Anforderungen der ESRS konnten in diesem Berichtsjahr noch nicht vollständig erfüllt werden. Zum einen spiegeln die monatlichen Bruttogehälter nicht in allen Fällen sämtliche Vergütungsbestandteile wider und bestehen teilweise ausschließlich aus dem Grundgehalt. Zum anderen liegen auf Gruppenebene keine vollständigen Informationen zu gewährten Sachleistungen für jede einzelne Person vor.

Trotz dieser Einschränkungen ist die NORMA Group der Auffassung, dass die vorliegenden monatlichen Bruttogehälter derzeit die bestmögliche Annäherung an das konzernweite Vergütungsniveau darstellen. Die NORMA Group wird die Prozesse zur Datenerhebung und -qualität schrittweise weiter verbessern.

Gleichzeitig hat die NORMA Group beschlossen, die vorhandenen Daten, trotz der noch nicht vollständigen Datenbasis, zur Berechnung des unbereinigten Gender-Pay-Gap zu verwenden. Dieser liegt bei 30 % und beschreibt die Differenz zwischen dem durchschnittlichen Einkommen weiblicher und männlicher Beschäftigter, ausgedrückt als Prozentsatz des durchschnittlichen Einkommens der männlichen Beschäftigten.

Eine weitere Vergütungskennzahl, die die NORMA Group auf freiwilliger Basis mit den aktuell verfügbaren Daten berichtet, ist das Verhältnis zwischen der jährlichen Gesamtvergütung der höchstbezahlten Person und dem Median der jährlichen Gesamtvergütung aller Mitarbeitenden (ohne Berücksichtigung der höchstbezahlten Person). Dieses Verhältnis beläuft sich im Geschäftsjahr 2025 auf ca. 38,67.

Legende

Diese Inhalte sind Teil des nichtfinanziellen Konzernberichts und unterlagen einer gesonderten Prüfung mit begrenzter Sicherheit („limited assurance“).