Der Geschäftsverlauf der NORMA Group SE entspricht im Wesentlichen dem des Konzerns und wird im Kapitel WIRTSCHAFTSBERICHT ausführlich beschrieben.
Das nach HGB ermittelte Ergebnis der NORMA Group SE wird im Wesentlichen vom Geschäftsverlauf und von den Ergebnissen der verbundenen Unternehmen geprägt. Sie spiegeln sich vor allem in den Erträgen aus Dividenden und Ergebnisabführung sowie den Währungseffekten, den Allokationen aus der Verwaltung der Lizenzen und dem Zinsergebnis wider.
Wesentliche finanzielle Steuerungsgrößen der Einzelgesellschaft NORMA Group SE sind das Ergebnis vor Steuern sowie der Bilanzgewinn zur fortlaufenden Sicherstellung der Dividendenfähigkeit. Aus diesem Grund überwacht und optimiert die NORMA Group die Ausschüttungsfähigkeit ihrer Tochterunternehmen. Dies ist von besonderer Relevanz, da das bereinigte Konzernergebnis die maßgebliche Größe für die Höhe der Dividendenausschüttung an die Aktionäre ist. Die NORMA Group strebt eine Ausschüttungsquote von ca. 30 % bis 35 % des bereinigten Konzernjahresergebnisses an.
Das Ergebnis vor Steuern betrug im Berichtsjahr TEUR -120.635 (2024: TEUR 31.376). Das Ergebnis vor Steuern entwickelte sich insbesondere wegen der Verlustübernahme der NORMA Group Holding GmbH in Höhe von TEUR -121.607 (2024: TEUR -19.252) deutlich schwächer als prognostiziert. Ursächlich für den höheren Verlust sind die Abwertung von Beteiligungsbuchwerten bei der Tochter NORMA Group Holding GmbH (2025: TEUR -102.123, 2024: TEUR -25.847) und die Verlustübernahme des negativen Ergebnisses der Tochter NORMA
Germany GmbH mit TEUR -31.164 (2024: TEUR -7.850). Daneben lagen geringere Dividendenerträge aus dem Tochterunternehmen NORMA Pennsylvania Inc. in Höhe von TEUR 25.747 vor (2024: TEUR 69.726).
Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags von TEUR 31.660 (2024: TEUR 12.962) und des Jahresfehlbetrages für das Geschäftsjahr 2025 in Höhe von TEUR -121.636 (2024: Jahresüberschuss TEUR 31.443) sowie der Entnahme aus der Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 100.000 ergibt sich zum 31. Dezember 2025 ein Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 10.024 (2024: TEUR 44.405).
Ertragslage
| | |
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2025 |
|
|---|
in TEUR | 2025 | 2024 |
|---|
1. Umsatzerlöse | 4.903 | 5.413 |
2. sonstige betriebliche Erträge | 27.926 | 14.090 |
3. Personalkosten | -8.782 | -6.842 |
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -48 | -52 |
5. sonstige betriebliche Aufwendungen | -40.527 | -23.380 |
6. Erträge aus Beteiligungen | 25.747 | 69.726 |
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 206 | 1.275 |
8. Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen | -121.607 | -19.252 |
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -8.454 | -9.602 |
10. Ergebnis vor Steuern | -120.635 | 31.376 |
|---|
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -1.001 | 67 |
12. Ergebnis nach Steuern/Jahresfehlbetrag (Vorjahr: Jahresüberschuss) | -121.636 | 31.443 |
|---|
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 31.660 | 12.962 |
14. Entnahme aus der Kapitalrücklage | 100.000 | 0 |
|---|
15. Bilanzgewinn | 10.024 | 44.405 |
|---|
Die Gesellschaft erzielte mit TEUR 4.903 um TEUR 510 niedrigere Umsatzerlöse aus Lizenzentgelten für die Marke der NORMA Group (2024: TEUR 5.413).
| | |
Umsätze nach Regionen |
|
|---|
in TEUR | 2025 | 2024 |
|---|
Amerika | 1.420 | 1.568 |
APAC (Asien-Pazifik) | 771 | 818 |
EMEA (Europe, Middle-East & Africa) | 2.712 | 3.027 |
Summe Umsätze | 4.903 | 5.413 |
|---|
Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen im Berichtsjahr auf TEUR 27.926 (2024: TEUR 14.090), insbesondere aufgrund der Erträge aus Weiterbelastung der Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Verkauf des Water-Management-Geschäfts in Höhe von TEUR 13.513. Die Erträge aus Lizenzen, die von Tochterunternehmen
genutzt werden, aber von anderen Konzernunternehmen gehalten werden, belaufen sich auf TEUR 12.869 (2024: TEUR 13.340). Die Gesellschaft übernahm in diesem Fall die Verteilung der Lizenzeinnahmen. Des Weiteren enthielt der Posten höhere periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 396 (2024: TEUR 138); diese resultierten im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen sowie leicht höheren Erträge aus der Währungsumrechnung (TEUR 51; 2024: TEUR 17).
Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr von TEUR -6.842 um TEUR -1.940 auf TEUR -8.782 gestiegen. Die Veränderung resultierte im Wesentlichen aus zurückgestellten Abfindungsaufwendungen im Rahmen des Transformationsprozesses in Höhe von TEUR 566 (2024: 0 EUR) und im Rahmen des CEO-Wechsels. Die durchschnittliche Belegschaft betrug im Berichtsjahr 27 Mitarbeiter (2024: 31 Mitarbeiter). Darüber hinaus wird auf die gesonderte Angabe der Vorstandsvergütung im VERGÜTUNGSBERICHT des Konzerns verwiesen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um TEUR -17.147 auf TEUR -40.527 erhöht (2024: TEUR -23.380). Dies ist im Wesentlichen auf die im Geschäftsjahr 2025 höheren Beratungsaufwendungen zurückzuführen. Die Beratungsaufwendungen für das Projekt „Verkauf des Water-Management-Geschäft“ sind im Berichtsjahr mit TEUR -14.017 zu beziffern und die Aufwendungen für das Projekt „Transformation“ belaufen sich im Berichtsjahr auf TEUR -2.736. Darüber hinaus beinhaltet dieser Posten die Aufwendungen für Lizenzentgelte in Höhe von TEUR -12.869 (2024: TEUR -13.340), die von der Gesellschaft an die Tochterunternehmen als Lizenzinhaber verteilt werden. Daneben bestehen Effekte aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR -34 (2024: TEUR -56 ).
Die Erträge aus Beteiligungen resultieren aus der Dividendenausschüttung der NORMA Pennsylvania, Inc. in Höhe von TEUR 25.747 (TUSD 30.000; Vorjahr: TUSD 75.000; TEUR 69.726 ).
Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge fielen um TEUR 1.069 auf TEUR 206 (2024: TEUR 1.275) im Wesentlichen aufgrund von niedrigeren Zinsforderungen gegenüber der NORMA Group Holding GmbH. Zinsen und ähnliche Aufwendungen fielen von TEUR -9.602 um TEUR -1.148 auf TEUR -8.454, insbesondere aufgrund der Rückzahlung eines Schuldscheindarlehens.
Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags mit der Tochtergesellschaft NORMA Group Holding GmbH ist ein Verlust aus Ergebnisabführung in Höhe von TEUR -121.607 (2024: TEUR -19.252) ausgeglichen worden. Ursächlich dafür waren insbesondere deutlich höhere Abschreibungen auf Finanzanlagen der NORMA Group Holding GmbH in Höhe von TEUR -102.123 (2024: TEUR -25.847) und ein Verlustausgleich bei der Tochter NORMA Germany GmbH mit TEUR -31.164 (2024: TEUR -7.850). Weitere Informationen sind in der Darstellung der Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Segment EMEA des zusammengefassten Lageberichts zu finden. SEGMENTENTWICKLUNG EMEA
Das Ergebnis vor Steuern fiel um TEUR -152.011 auf TEUR -120.635 (2024: TEUR 31.376). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betrugen für die NORMA Group SE TEUR -1.001 (2024: Ertrag TEUR 67) und betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für Quellensteuer. Im Vorjahr ergab sich ein Steuerertrag aus den Vorjahren, insbesondere aufgrund von Verrechnungspreisanpassungen im Konzern. Das Ergebnis nach Steuern betrug im Berichtsjahr TEUR -121.636 (2024: TEUR 31.443).
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2025 weist einen Bilanzgewinn von TEUR 10.024 aus (2024: TEUR 44.405). Der Hauptversammlung am 1. Juli 2026 wird vorgeschlagen, daraus insgesamt TEUR 4.461 als Dividende für das Geschäftsjahr 2025 auszuschütten und TEUR 5.563 auf neue Rechnung vorzutragen.
Daraus ergibt sich, die Zustimmung der Hauptversammlung 2026 vorausgesetzt, je Stückaktie eine Bardividende von EUR 0,14.
Vermögenslage
| | |
Aktiva |
|
|---|
in TEUR | 31.12.2025 | 31.12.2024 |
|---|
A. Anlagevermögen | | |
|---|
II. Sachanlagen | 57 | 96 |
III. Finanzanlagen | 377.606 | 425.449 |
Summe Anlagevermögen | 377.662 | 425.545 |
|---|
B. Umlaufvermögen | | |
|---|
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 132.797 | 136.305 |
II. Guthaben bei Kreditinstituten | 35 | 372 |
Summe Umlaufvermögen | 132.831 | 136.677 |
|---|
C. Rechnungsabgrenzungsposten | 148 | 55 |
|---|
Summe Aktiva | 510.642 | 562.276 |
|---|
| | |
Passiva |
|
|---|
in TEUR | 31.12.2025 | 31.12.2024 |
|---|
A. Eigenkapital | | |
|---|
I. Gezeichnetes Kapital | 31.862 | 31.862 |
II. Kapitalrücklage | 116.601 | 216.601 |
|---|
III. Gewinnrücklagen | 45.000 | 45.000 |
|---|
IV. Bilanzgewinn | 10.024 | 44.405 |
|---|
Summe Eigenkapital | 203.487 | 337.868 |
|---|
B. Rückstellungen | | |
|---|
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 3.493 | 3.561 |
2. Steuerrückstellungen | 0 | 2.300 |
3. Sonstige Rückstellungen | 12.414 | 3.482 |
Summe Rückstellungen | 15.907 | 9.343 |
|---|
C. Verbindlichkeiten | | |
|---|
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 164.228 | 191.712 |
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.165 | 484 |
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 123.730 | 22.743 |
4. Sonstige Verbindlichkeiten | 125 | 126 |
Summe Verbindlichkeiten | 291.248 | 215.066 |
|---|
Summe Passiva | 510.642 | 562.276 |
|---|
|
Die Vermögens- und Kapitalstruktur der NORMA Group SE ist stark geprägt von der Holdingfunktion der Gesellschaft innerhalb des Konzerns.
Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR -51.634 auf TEUR 510.642 reduziert (2024: TEUR 562.276).
Die Aktivseite der Bilanz bestand zum Bilanzstichtag mit TEUR 377.606 (2024: TEUR 425.449) aus Finanzanlagen. Die Anteile an verbundenen Unternehmen haben sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der Kapitalherabsetzung an NORMA Group Asia Pacific Holding Pte. Ltd. um TEUR 47.843 reduziert.
Daneben bestanden zum 31. Dezember 2025 mit TEUR 129.797 um TEUR 4.468 niedrigere Forderungen gegen verbundene Unternehmen als im Vorjahr (2024: TEUR 134.265). Der Anteil an der Bilanzsumme stieg entsprechend von 23,9 % im Vorjahr auf 25,4 % im Berichtsjahr an. Darunter waren insbesondere geringere Forderungen gegen die NORMA Group Holding GmbH aus dem Cash-Pool-Vertrag in Höhe von TEUR 115.867 (2024: TEUR 127.135). Gegenläufig dazu haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickelt: Diese erhöhten sich von TEUR 6.971 im Vorjahr auf TEUR 13.503. Darin enthalten sind insbesondere die Forderungen an NORMA Pennsylvania, Inc. in Höhe von TEUR aus der Weiterbelastung der Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Verkauf des Water-Management-Geschäfts.
Neben den liquiden Mitteln in Höhe von TEUR 35 (2024: TEUR 372) besaß die NORMA Group SE die bereits oben genannten Guthaben aus dem Cash-Pool mit der Tochtergesellschaft NORMA Group Holding GmbH in Höhe von TEUR 115.867 (2024: TEUR 127.135).
Das Eigenkapital ist im Berichtsjahr von TEUR 337.868 auf TEUR 203.487 gefallen. Die Reduzierung um TEUR -134.381 resultierte aus dem im Geschäftsjahr 2025 erzielten Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR -121.636 sowie aus der Dividendenausschüttung in Höhe von TEUR -12.745. Innerhalb des Eigenkapitals fanden Entnahmen aus der Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 100.000 statt. Die Eigenkapitalquote lag mit 39,8 % deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (2024: 60,1 %).
Die Pensionsrückstellungen haben sich leicht auf TEUR 3.493 reduziert (2024: TEUR 3.561), im Wesentlichen aufgrund der aktualisierten versicherungsmathematischen Annahmen.
Die sonstigen Rückstellungen lagen mit TEUR 12.414 um TEUR 8.932 höher als im Vorjahr (2024: TEUR 3.482), insbesondere aufgrund von ausstehenden Rechnungen im Zusammenhang mit dem Verkauf des Water-Management-Geschäfts.
Auf der Passivseite sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um TEUR 27.484 auf TEUR 164.228 (2024: TEUR 191.712) gesunken, insbesondere durch die Rückzahlungen des Schuldscheindarlehens II in Höhe von TEUR 27.000.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stiegen im Berichtsjahr um TEUR 100.987 auf TEUR 123.730 (2024: TEUR 22.743), im Wesentlichen infolge der im Vergleich zum Vorjahr höheren Verbindlichkeit aus Ergebnisabführung gegenüber der NORMA Group Holding GmbH in Höhe von TEUR 121.607 (2024: TEUR 19.252).
Finanzlage
Die Finanzlage der NORMA Group SE ist aufgrund ihrer Funktion als oberste Holdinggesellschaft der NORMA Group wesentlich von der Finanzlage ihrer unmittelbaren und mittelbaren Tochtergesellschaften abhängig. Dabei wird der Finanzbedarf der NORMA Group SE für die Wahrnehmung ihrer gruppenweiten Funktionen sowie die Aufrechterhaltung der Dividendenfähigkeit im Wesentlichen durch die im Rahmen des Börsengangs zugeflossenen Mittel, die aufgenommenen Schuldscheindarlehen, revolvierende Kreditlinien und Commercial Papers, fortlaufende Gewinnabführungen und Ausschüttungen sowie Lizenzgebühren ihrer Tochtergesellschaften gedeckt. Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der NORMA Group Holding GmbH; diese verzeichnet – abhängig von der jeweiligen wirtschaftlichen Lage – Mittelzuflüsse bzw. -abflüsse aus ihren Tochterunternehmen.
Die externe Finanzierung der NORMA Group sowie die konzerninterne Finanzierung der Gruppengesellschaften erfolgten sowohl über externe Banken als auch über die NORMA Group Holding GmbH und weitere ausländische Gruppengesellschaften.
Im Berichtsjahr hat die Gesellschaft Schuldscheindarlehen in Höhe von TEUR 27.000 planmäßig getilgt (2024: TEUR 18.000).
Aufgrund des am 23. September 2025 unterzeichneten Vertrags zur Veräußerung des Water-Management-Geschäfts wurden bestehende, variable Schuldscheine über EUR 57,5 Mio. im Geschäftsjahr 2025 außerplanmäßig gekündigt. Fixe Schuldscheininvestoren mit einem Volumen von EUR 45,5 Mio. stimmten dem an die Investoren gestellten Waiver zum Verzicht des Kündigungsrechts zu.
Als Folge dessen sind im Geschäftsjahr 2026 aufgrund seitens NORMA vorgenommener Kündigungen sowie des erfolgten Closings des Verkaufs der Wassermanagementsparte weitere Rückzahlungen von Schuldscheindarlehenstranchen in Höhe von EUR 96 Mio. (fix und variabel) erfolgt. Diese Rückzahlungen wurden vollständig aus eigenen, freien liquiden Mitteln aus dem Eingang des Verkaufserlöses des Water-Management-Geschäfts geleistet.
Darüber hinaus hat die NORMA Group SE zusammen mit der NORMA Group Holding GmbH ein Senior Facilities Agreement mit einem Bankenkonsortium inklusive umfassender Kreditlinien. Die Kreditvereinbarung hat ein Gesamtvolumen von anfänglich TEUR 300.000. Zum Abschlussstichtag betrug dieses Gesamtvolumen unverändert zum Vorjahr TEUR 91.000 sowie TUSD 122.000 (TEUR 103.830). Darin enthalten sind eine revolvierende Fazilität über TEUR 50.000 und eine flexible Akkordeon-Fazilität.
Das vorrangige Ziel des Finanzmanagements der NORMA Group SE besteht darin, die Liquidität für den laufenden Geschäftsbetrieb jederzeit zu gewährleisten. Der Bestand an liquiden Mitteln betrug zum Jahresende 2025 TEUR 35 (2024: TEUR 372). Zusätzlich besaß die NORMA Group SE ein Vermögen aus dem Cash-Pool mit der Tochtergesellschaft NORMA Group Holding GmbH in Höhe von TEUR 115.867 (2024: TEUR 127.135).
Aufgrund der soliden Finanzlage der NORMA Group SE sowie ihrer unmittelbaren und mittelbaren Tochtergesellschaften war die Gesellschaft während des Geschäftsjahres jederzeit in der Lage, die fälligen Verpflichtungen zu erfüllen.
Gesamtaussage des Vorstands
Im Berichtsjahr weist die NORMA Group SE einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR -121.636 aus (2024: Jahresüberschuss TEUR 31.443). Zum anteiligen Ausgleich des Jahresfehlbetrages wurden TEUR 100.000 aus der Kapitalrücklage entnommen. Daraus ergibt sich ein Bilanzgewinn von TEUR 10.024 (2024: TEUR 44.405).
Die NORMA Group SE strebt weiterhin eine nachhaltige Dividendenpolitik mit einer Ausschüttungsquote von ca. 30 % bis 35 % des bereinigten Konzernjahresergebnisses (bereinigt um Aufwendungen und Erträge im Zusammenhang mit Akquisitionen, dem Verkauf des Water Management Geschäfts sowie Transformation) an, sofern es die wirtschaftliche Situation erlaubt.
Chancen und Risiken
Die NORMA Group SE fungiert als konzernleitende Holding für die NORMA Group. Ihre Entwicklung sowie ihre Risiken und die Chancen hängen daher im Wesentlichen vom Geschäftsverlauf der mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen ab. Die NORMA Group SE ist in das konzernweite Chancen- und Risikomanagement-System eingebunden. Für detaillierte Informationen verweisen wir auf das Kapitel Chancen- und Risikomanagement des Konzerns. Dort erfolgt auch die nach § 289 Abs. 4 HGB erforderliche Beschreibung des internen Kontrollsystems für die NORMA Group.
Auch im kommenden Geschäftsjahr könnten geopolitische Auseinandersetzungen und Kriege sowie wirtschaftliche Sanktionsmaßnahmen negative Auswirkungen auf die Weltwirtschaft sowie – direkt oder indirekt – die Geschäftstätigkeit der NORMA Group haben. Dadurch könnten sich grundlegende Auswirkungen auf globale Lieferketten ergeben, die zu einer Umsatzreduzierung in betroffenen Märkten und zu erhöhten Energie- und Rohstoffpreisen führen könnten.
Die NORMA Group SE erzielt ihre Erträge im Wesentlichen aus Lizenz-, Ergebnisabführungs- und Beteiligungserträgen ihrer direkten und indirekten Tochtergesellschaften. Durch die Holding-Funktion ist die NORMA Group SE daher dem Risiko ausgesetzt, durch sinkende Gewinne der Tochtergesellschaften geringere Beteiligungserträge bzw. durch geringere Umsatzerlöse der NORMA-Group-Gesellschaften geringere Lizenzerträge zu vereinnahmen. Bei steigenden Gewinnen bzw. höheren Umsatzerlösen der Tochterunternehmen ergeben sich für die NORMA Group SE höhere Beteiligungserträge bzw. höhere Lizenzerträge.
Es besteht ein Risiko aus möglichen Abschreibungen auf Beteiligungen. Sollten sich die wirtschaftliche Entwicklung oder die zukünftigen Ertragsaussichten einzelner Beteiligungsunternehmen nachhaltig verschlechtern, kann dies zu einer Wertminderung der Beteiligungen führen. Entsprechende Abschreibungen könnten das Ergebnis der Gesellschaft negativ beeinflussen.
Aufgrund der soliden Finanzlage der Gesellschaften der NORMA Group und der Möglichkeit zur Steuerung von Ausschüttungen der Tochtergesellschaften werden die Chancen und Risiken in Zusammenhang mit Beteiligungs- und Lizenzerträgen als „möglich“ mit einer „moderaten“ positiven Ergebniswirkung bewertet. Das Risiko von Abschreibungen auf Beteiligungen wird ebenfalls als “möglich” mit einer “moderaten” Auswirkungen auf das Ergebnis erwartet.
Prognose und Ausblick
Die folgende Prognose wird unter der Voraussetzung getroffen, dass im Jahresverlauf 2026 keine erheblichen negativen Auswirkungen in Zusammenhang mit sich anbahnenden Handelskriegen und andauernden kriegerischen Auseinandersetzungen sowie wirtschaftlichen Sanktionsmaßnahmen auftreten, die zu einer starken Abschwächung der Weltwirtschaft und zu erheblichem Druck auf die Geschäftsentwicklung der NORMA Group führen könnten. Auf die potenziellen Einflussfaktoren im Zusammenhang mit externen Risikofaktoren aus kriegerischen Auseinandersetzungen oder dem Klimawandel wird im PROGNOSEBERICHT des Konzerns eingegangen.
Für das Geschäftsjahr 2026 geht die NORMA Group SE im Vergleich zu 2025 von leicht steigenden Lizenzerträgen für die Marken der Tochtergesellschaften und die „NORMA Group“-Marke aus. Die korrespondierenden Aufwendungen aus Lizenzen für die Konzerntochtergesellschaften als Lizenzinhaber werden ebenfalls leicht höher erwartet.
Der Vorstand der NORMA Group rechnet zudem mit einem leicht niedrigerem Personalaufwand sowie moderat höheren sonstigen Kostenfaktoren.
Die Dividendenerträge aus NORMA Pennsylvania Inc. werden sich aufgrund des Verkaufs des Water-Management-Geschäfts künftig nur auf das traditionelle Geschäft beziehen und daher deutlich geringer ausfallen. Gleichzeitig werden einmalige Dividendenerträge aus dem Verkauf des Water-Management-Geschäfts in Höhe von EUR 520 Mio, erwartet.
Das Zinsergebnis dürfte leicht positiv ausfallen. Insgesamt führt dies im Vergleich zu 2025 zu einem deutlich höheren Ergebnis vor Steuern.
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2025 weist einen Bilanzgewinn von TEUR 10.024 aus. Der Hauptversammlung am 1. Juli 2026 wird vorgeschlagen, davon TEUR 4.461 für das Geschäftsjahr 2025 als Dividende auszuschütten und TEUR 5.563 auf neue Rechnung vorzutragen. Vor diesem Hintergrund wird davon ausgegangen, dass der künftige Bilanzgewinn ausreichend hoch sein wird, um die Dividendenfähigkeit der Gesellschaft weiterhin zu gewährleisten.
Legende
Diese Inhalte sind Teil des nichtfinanziellen Konzernberichts und unterlagen einer gesonderten Prüfung mit begrenzter Sicherheit („limited assurance“).