Strategie und Ziele
Vision und Mission
Die NORMA Group hat im Geschäftsjahr 2024 ihr Vision- und Mission-Statement neu formuliert.
“We join forces to provide superior solutions for a sustainable future.” Diese Vision unterstreicht das Bestreben des Konzerns, gemeinsam an innovativen Lösungen für eine nachhaltige Zukunft zu arbeiten. Die Fähigkeit, sich schnell und flexibel an die sich ändernden Kundenanforderungen sowie die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen anzupassen, ist hierbei ein wesentlicher Erfolgsfaktor.
Mit der Mission “Driven by passionate collaboration and global excellence, we add value as the reliable partner for mission-critical solutions in Industry Applications, Water Management, Mobility & New Energy.” fokussiert sich die NORMA Group darauf, als verlässlicher Partner vertrauensvolle Beziehungen zu Stakeholdern aufzubauen, die Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz mit relevanten funktionskritischen Produkten und Lösungen zu fördern und aktuelle globale Megatrends zu adressieren. Auf diesem Weg unterstützt der Konzern die nachhaltige Transformation bzw. Weiterentwicklung in relevanten Märkten.
Die Vision und Mission stehen im Einklang mit der zentralen Zielsetzung des Konzerns: der Wertsteigerung.
Wertsteigerung
Zentrale strategische Zielsetzung der NORMA Group ist ein nachhaltiges profitables Unternehmenswachstum. Der Konzern zielt auf eine Profitabilität oberhalb des Branchendurchschnitts und einen effizienten Einsatz des Konzernkapitals ab. Dabei verfolgt die NORMA Group einen stakeholderorientierten Ansatz. Dieser richtet sich gleichermaßen nach den Erwartungen der Kunden hinsichtlich innovativer, verlässlicher und wertschaffender Lösungen, den finanziellen Interessen der Aktionärinnen und Aktionäre, den Bedürfnissen der Belegschaft und den Belangen der Lieferanten. Grundlegende Voraussetzung, um den vielfältigen Anforderungen der externen Interessengruppen gerecht zu werden, ist eine motivierte, kompetente und loyale Belegschaft. Dafür bemüht sich die NORMA Group, ihrem Personal ein auf kontinuierliches Wachstum ausgerichtetes Umfeld zu bieten und so die Position als attraktiver Arbeitgeber zu untermauern. Gleichzeitig sieht es die NORMA Group als Kernelement ihrer unternehmerischen Verantwortung an, die Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit mit den Erwartungen und Bedürfnissen der Gesellschaft in Einklang zu bringen. So gelten bei sämtlichen unternehmerischen Entscheidungen die Prinzipien einer verantwortungsvollen Unternehmensführung und nachhaltigen Handelns. Corporate Responsibility (CR) – die Verantwortung der NORMA Group gegenüber Mensch und Umwelt – stellt für den Vorstand daher einen integralen Bestandteil der Unternehmensstrategie dar. Weitere Informationen hierzu finden sich im Kapitel NICHTFINANZIELLE KONZERNERKLÄRUNG, Abschnitt SBM-1 – STRATEGIE, GESCHÄFTSMODELL UND WERTSCHÖPFUNGSKETTE.
Die Strategie zur langfristigen Wertsteigerung der NORMA Group basiert auf den nachfolgenden wesentlichen Zielsetzungen und strategischen Maßnahmen:
Profitables Wachstum
Oberstes Ziel der NORMA Group ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes. Daher steht der fortwährend profitable Ausbau der Geschäftstätigkeiten im Vordergrund. Durch die kontinuierliche Ausweitung von Anwendungslösungen bei Bestandskunden und die Identifizierung und Gewinnung neuer Kunden werden die Geschäftsaktivitäten erweitert und die internationale Präsenz zunehmend gestärkt. Kern der Wachstumsstrategie der NORMA Group sind dabei die selektive Ergänzung des Produktportfolios, die Erweiterung der regionalen Präsenz sowie der Ausbau der Marktposition in den Endmärkten Industry Applications und Mobility & New Energy. Auch der Geschäftsbereich Water Management soll bis zur Gewinnung eines geeigneten Käufers unverändert weiterentwickelt werden. Bei der Identifizierung ihrer Geschäftsfelder legt die NORMA Group einen Fokus auf Märkte mit attraktiven Margen, anspruchsvollen Produkten, stark wachsenden Umsatzpotenzialen sowie einer fragmentierten Wettbewerbsstruktur. Globale Megatrends wie der Klimawandel erhöhen den Bedarf nach emissionsarmen Technologien.
Selektives Produktportfolio
Die technologischen Anforderungen an die Endprodukte der NORMA Group verändern sich fortlaufend. In nahezu jedem Industriezweig spielen dabei das zunehmende Umweltbewusstsein, die Ressourcenknappheit und der wachsende Kostendruck – weiter verstärkt durch die insgesamt gestiegenen Energiekosten – eine große Rolle. Hinzu kommen verbindliche Vorgaben des Gesetzgebers, die sich insbesondere in der Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie durch strengere Emissionsvorschriften oder besondere Anforderungen an die eingesetzten Materialien verschärfen. Damit einher geht auch der zunehmende technologische Wandel weg vom herkömmlichen Verbrennungsmotor hin zu alternativen Antriebstechniken wie dem Hybrid-, Elektro- und Wasserstoffantrieb. Daneben wird die Produktstrategie der NORMA Group auch durch den Klimawandel und die in wesentlichen Industrien wachsende Regulierungsdichte im Umweltrecht beeinflusst. Darin sieht die NORMA Group vielfältige Chancen, um einerseits von gegenwärtigen globalen Megatrends und andererseits den regulatorischen Entwicklungen profitieren zu können. Hierzu zählt unter anderem der Bereich Dekarbonisierung. Damit zusammenhängend sind Entwicklungen im Bereich der Energiewende und das Anwendungsfeld der alternativen Energiegewinnung und -speicherung zu betrachten. RECHTLICHE UND REGULATORISCHE EINFLUSSFAKTOREN Diese Rahmenbedingungen bilden den Ausgangspunkt bei der Entwicklung neuer Produkte. Die NORMA Group fokussiert sich dabei auf wertsteigernde Lösungen, die ihre Kunden bei der Reduktion von Emissionen, Leckagen, Gewicht, Raum und Montagezeit unterstützen. Ein wesentlicher Fokus liegt dabei auch auf dem Bereich des Thermomanagements von Fahrzeugen. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG Mit ihrer strategischen Geschäftseinheit Water Management und dem umfangreichen Produktportfolio für Anwendungen in der Landschaftsbewässerung, dem Regenwassermanagement sowie bei Infrastrukturlösungen im Wasserbereich unterstützt die NORMA Group ihre Kunden dabei, den Einsatz knapper Ressourcen zu optimieren. Um den mit jedem neuen Produktionszyklus steigenden Anforderungen der Kunden gerecht zu werden, spielen Innovationen eine entscheidende Rolle. Daher investiert die NORMA Group intensiv und stetig in die Entwicklung neuer Produkte sowie die Optimierung bestehender Prozesse und Systeme. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Ergänzung des organischen Wachstums durch wertsteigernde Akquisitionen
Mithilfe gezielter Akquisitionen trägt die NORMA Group zur Stärkung des Wachstums und zum Ausbau ihres Geschäfts bei. Unternehmenszukäufe sind daher ein wichtiger Bestandteil der langfristigen Wachstumsstrategie. Die NORMA Group beobachtet die Entwicklung in den strategischen Geschäftseinheiten Industry Applications sowie Mobility & New Energy fortlaufend und plant, mit gezielten Zukäufen zu deren Konsolidierung beizutragen. Seit dem Börsengang 2011 hat die Gruppe insgesamt 15 Unternehmen erworben und in den Konzern integriert. Im Fokus der M&A-Aktivitäten stehen Unternehmen, die dazu beitragen, die strategischen Ziele der NORMA Group zu realisieren, die Wettbewerbsposition zu stärken und/oder Synergien zu erwirtschaften. Die Erhaltung des Wachstums und der hohen Profitabilität spielen dabei ebenso eine zentrale Rolle. In der schnell wachsenden Wasserindustrie hat sich die NORMA Group seit dem Erwerb des US-Wasserspezialisten National Diversified Sales (NDS) im Geschäftsjahr 2014 eine etablierte Marktposition aufgebaut. Im Geschäftsjahr 2024 wurde mit der Übernahme der Gesellschaft Teco die Basis für die Expansion der regionalen Geschäftstätigkeiten im Bereich Water Management in Europa gelegt.
Das Management prüft kontinuierlich strategische Optionen, um den Unternehmenswert zu steigern. Dabei wird insbesondere im Bereich Industry Applications großes Potenzial für profitables Wachstum gesehen, sowohl aus eigener Kraft als auch durch Akquisitionen. In diesem Zusammenhang konzentriert sich das Unternehmen auf jene möglichen Zielunternehmen, die einerseits entweder eine hohe Passgenauigkeit zum gegenwärtigen etablierten Industriegeschäft aufweisen und andererseits den Eintritt in neue zukunftsrelevante Marktsegmente ermöglichen. Weitere Informationen dazu sind dem nächsten Abschnitt zu entnehmen.
Strategische Wachstumsinitiativen
Die am 28. November 2024 bekannt gegebene Entscheidung, die Geschäftstätigkeit der NORMA Group auf ihr traditionelles Kerngeschäft der Verbindungsprodukte zu konzentrieren und den Verkaufsprozess für die globalen Geschäftsaktivitäten im Bereich Water Management einzuleiten, unterstützt das übergeordnete, strategische Ziel der Wertsteigerung. Die durch den Verkauf freiwerdenden Ressourcen und Kapazitäten sollen genutzt werden, um die Marktposition in der strategischen Geschäftseinheit Industry Applications auszubauen und bei Mobility & New Energy zu stärken.
Die NORMA Group treibt dabei ausgewählte Initiativen in den einzelnen Regionen und strategischen Geschäftseinheiten unverändert voran. Neben dem regionalen Ausbau der Aktivitäten steht auch der Eintritt in neue Anwendungsbereiche im Fokus der wirtschaftlichen Geschäftstätigkeit. Dies bezieht sich unter anderem auf die Beispiele in den Abschnitten FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG sowie PRODUKTE UND ENDMÄRKTE.
Die spezifischen Wachstumsinitiativen der zum 31. Dezember 2024 in der Konzernstruktur der NORMA Group befindlichen Geschäftseinheiten gestalten sich dabei wie folgt:
Bei Industry Applications liegt der Fokus auf der Maximierung von Marktchancen und der Profitabilität durch Schärfung des Angebots. Im Besonderen wird hier der Wandel vom Produktlieferanten zum Lösungsanbieter anvisiert, sowohl in bestehenden als auch in neuen Märkten. Dabei soll das Direktgeschäft mit Erstausrüstern und deren spezifischen Bedürfnisse nach hochentwickelten Produkten und Lösungen verstärkt in den Fokus der Geschäftsaktivitäten rücken. Erste Schritte dahingehend wurden bereits im Geschäftsjahr 2024 erfolgreich unternommen. WESENTLICHE EREIGNISSE UND ENTWICKLUNGEN . Das traditionelle Handelssegment, das heißt der Vertrieb über Handelsvertreter und Großhändler, bleibt unverändert eine wesentliche Säule während der geplanten Transformation. Dafür sind fortgesetzt ein aktives Portfoliomanagement sowie eine strategisch ausgerichtete Markenstrategie erforderlich. Auch sollen die E-Commerce-Initiativen gestärkt und das Handelsgeschäft damit gefestigt werden. Ein gezielter Einsatz von Ressourcen und Kapazitäten sowie flexible Produktionseinrichtungen sind hierbei entscheidend, um die individuellen Bedürfnisse der diversen Kunden in der strategischen Geschäftseinheit Industry Applications gezielt zu adressieren und den Bereich damit sukzessive auszubauen.
Im Bereich Water Management steht signifikantes Wachstum des globalen Geschäfts im Mittelpunkt, vor allem durch die Konzentration auf die Bereiche Regenwassermanagement sowie das Feld der Landschaftsbewässerung. Dabei soll jeweils sowohl der private als auch der gewerbliche Bereich in wesentlichen Märkten weltweit adressiert werden. Unterstützend wirken dabei globale Makrotrends und der steigende Bedarf an Produkt- und Lösungs-Know-how, nicht zuletzt auch aufgrund der zunehmenden Regulierung weltweit. Der Fokus liegt daher neben dem Angebot des etablierten Portfolios auch auf der Entwicklung innovativer Lösungen für die Wasserwirtschaft. Dabei soll der Anspruch erreicht werden, nicht nur ökologische, sondern auch wirtschaftliche Vorteile für die Kunden und deren spezifischen Bedarfe zu bieten. Die Expansion und gleichzeitige Steigerung des Bekanntheitsgrads des bisher vor allem in Amerika etablierten Markengeschäfts ist als essenzieller Bestandteil zu betrachten: Die Einführung der Marke NDS als Flaggschiffmarke für Water-Management-Lösungen in der Region EMEA im Geschäftsjahr 2024 stellt ein gutes Beispiel dafür dar.
Die Aktivitäten der Geschäftseinheit Mobility & New Energy sollen global gestärkt werden. Darunter ist unter anderem die Optimierung und Verbesserung der Positionierung mit Blick auf bereits im Markt bestehende Produkte zu verstehen. Des Weiteren stellt sich die NORMA Group entsprechend auf, um den gegenwärtigen Marktunsicherheiten und sich daraus ergebenden Tendenzen mit geeigneten Maßnahmen flexibel zu begegnen. Dafür erforderlich ist ein umfassendes Verständnis der sich stetig wandelnden Marktanforderungen, insbesondere aber auch Agilität und Flexibilität, um Kundenbedürfnisse und -erwartungen gezielt zu bedienen. Dafür werden Prozesse und Verfahren stetig weiter standardisiert und automatisiert sowie Innovation entsprechend den Kundenerwartungen vorangetrieben. Dabei fokussiert sich der Konzern auf ausgewählte, margenstarke Geschäfte, die den heutigen und künftigen Anforderungen ihrer Kunden gerecht werden. Der Bereich Elektromobilität stellt dabei unverändert einen wesentlichen Zukunftsmarkt der NORMA Group dar, den das Unternehmen bereits seit mehr als einem Jahrzehnt adressiert. Gleichzeitig ist es das Ziel der NORMA Group, eine führende Marktposition in allen Regionen durch eine stetige Verbesserung der Kostenstrukturen zu erzielen und zu verteidigen. Damit sieht sich die NORMA Group gut aufgestellt, um von künftigen Entwicklungen profitieren zu können.
Die Erreichung der hier dargelegten Wachstumsinitiativen wird aktiv durch das Mitte 2023 implementierte „Step Up“-Programm unterstützt.

Wachstums- und Effizienzprogramm „Step Up“
Die NORMA Group hat im Jahr 2023 das Wachstums- und Effizienzprogramm „Step Up“ etabliert. Dabei handelt es sich um ein Programm zur kontinuierlichen Verbesserung des operativen Geschäfts hinsichtlich betrieblicher Effizienz und Produktivität mit Blick auf profitables Wachstum. So umfasst „Step Up“ insbesondere Maßnahmen zur Umsetzung der Wachstumspläne in den strategisch wichtigen Bereichen Industry Applications und Mobility & New Energy sowie im Bereich Water Management sowie zur Steigerung der operativen Effizienz. Insbesondere sollen die Ressourcen – etwa in Forschung und Entwicklung – mit dem Ziel eingesetzt werden, den bestmöglichen wirtschaftlichen Effekt zu erzielen. Die Umsetzung der darin enthaltenen Einzelmaßnahmen wird kontinuierlich nachverfolgt. Bei allen Aktivitäten werden die Bedürfnisse der Kunden ins Zentrum der Aktivitäten gestellt.
Die Maßnahmen im Bereich Operational Effiziency zielen darauf ab, die internen und externen Geschäftsabläufe weiter zu verbessern und auf nachhaltig profitables Wachstum auszurichten. Hier steht unter anderem eine Verbesserung der Prozesse im Vordergrund. Dazu werden die IT-Systeme weiter optimiert und global vereinheitlicht sowie Komplexitäten konsequent reduziert. Die NORMA Group will ihre Lieferfähigkeit weiter verbessern, gleichzeitig Lagerbestände niedrig halten und Reaktionszeiten weiter verkürzen. Um diese Ziele insbesondere in allen funktionalen Bereichen des Supply-Chain-Management (SCM) zu erreichen, hat NORMA Group die SCM-Transformation begonnen und arbeitet an der Verbesserung des Lieferservices für die Kunden, an niedrigeren Kosten in der Lieferkette, insbesondere für Frachten, und an den richtigen Lagerbestandshöhen der Vorräte. Dafür wird die SCM-Organisation weiter verbessert, die Mitarbeiter geschult und gefördert und die Material- und Informationsflüsse in der Lieferkette verbessert.
Im Bereich der operativen Effizienz konnte die NORMA Group bereits im Geschäftsjahr 2024 spürbare Verbesserungen erzielen. Zum Beispiel wurde das Supply-Chain-Management in der Region EMEA unterstützt und stabilisiert, und Prozesse zur nachhaltigen Effizienzverbesserung wurden eingeführt. Die Produktverfügbarkeit wie auch der Lieferservice für die Kunden haben sich verbessert. Diese positive Entwicklung versetzt die NORMA Group in die Lage, den Absatz ihrer Produkte auch in Zukunft besser zu unterstützen. Hinsichtlich des Ziels, die Ressourcen mit hohem wirtschaftlichem Nutzen in den Fertigungsprozessen einzusetzen, ist auch das Thema der Optimierung von Produktionsabläufen wesentlich. Der Schwerpunkt bezieht sich dabei insbesondere auf die Automatisierung von Prozessen für die Produktion sowie für den internen Materialfluss. Im Geschäftsjahr 2024 wurde ebenso daran gearbeitet, weitere Verbesserungspotenziale zu identifizieren. Darauf aufbauend wurde eine Roadmap für Automatisierungsprozesse in den Bereichen Produktion und Logistik definiert.
Unter Growth werden Wachstumspläne für die strategischen Geschäftseinheiten gebündelt. So soll die Ausrichtung an den strategischen Geschäftseinheiten konsequent in der Unternehmensorganisation umgesetzt und den Geschäftseinheiten mehr Autarkie verliehen werden. Beispielsweise soll die Kundennähe weiter erhöht und sollen Wachstums- und Investitionsentscheidungen verstärkt in den Einheiten getroffen werden. Damit können sich bietende Chancen schneller und gezielter ergriffen sowie Kundenanforderungen spezifischer berücksichtigt werden. Konkret ist geplant, in den Bereichen Water Management und Industry Applications stärkeres Wachstum durch den Gewinn von stabilem Geschäft zu generieren. Im Bereich Mobility & New Energy konzentriert sich die NORMA Group darauf, Umsatzchancen im Bereich alternativer Antriebsformen, wie beispielsweise batterieelektrische oder wasserstoffbetriebene Fahrzeuge, zu ergreifen sowie Anforderungen der Kunden an striktere Emissionsvorschriften durch innovative Produkte gerecht zu werden.
Auch hinsichtlich Wachstum ist es der NORMA Group im abgelaufenen Geschäftsjahr gelungen, in den strategisch wichtigen Bereichen Industry Applications und Mobility & New Energy sowie im Bereich Water Management Fortschritte zu erreichen:
Die Geschäftseinheit Industry Applications hat im Geschäftsjahr 2024 ihre Vertriebskanäle erweitert und die Reichweite ihrer Verbindungsprodukte durch kundenindividuelle Adaption vergrößert. Beispielhaft hierfür stehen der Auftrag eines Hausgeräteherstellers über individualisierte Metallschellen für Spülmaschinen und der Einsatz von Metallschellen der NORMA Group im Kühlsystem von Energiespeicheranlagen in Deutschland. Eine weitere Referenz stellt der zu Jahresbeginn 2025 zum Abschluss gebrachte Auftrag einer US-amerikanischen Baumarktkette dar, mit der das Endverbrauchergeschäft der NORMA Group und die Lokalisation in den USA vorangetrieben werden soll.
Im Bereich Water Management hat die NORMA Group mit dem Abschluss der Akquisition der Teco Srl im Frühjahr 2024 die Basis für die Expansion der regionalen Geschäftstätigkeiten im Bereich Water Management in Europa gelegt. Auch weiterhin will die NORMA Group den Ausbau der Aktivitäten in der Region EMEA vorantreiben und so die Attraktivität des Geschäftsbereichs für potenzielle Interessenten steigern.
Auch im Bereich Mobility & New Energy konnten 2024 Erfolge mit regenerativen Produkt-Applikationen erzielt werden. Hierzu zählt beispielsweise ein Auftrag über die Ausstattung einer neuen Elektro-Pkw-Plattform in Indien mit Leichtbau-Rohren, die dem Thermomanagement dienen.
Daneben hat der Konzern im aktuellen Berichtsjahr kontinuierlich weiter daran gearbeitet, neue Absatzpotenziale zu identifizieren. Dazu gehört ebenso, dass sich die Teams der NORMA Group in den strategischen Geschäftseinheiten auch auf alternative Anwendungen der bereits im Markt etablierten Produkte fokussieren, um neue Produktanwendungsfelder zu erschließen. Auch wurde an der Reduktion von Durchflusswiderständen und mit neuen Materialien bei Fluidkomponenten geforscht. Dies trägt dem Anspruch der NORMA Group Rechnung, stetig hoch entwickelte, auf die individuellen Bedürfnisse des Kunden zugeschnittene Verbindungstechnologien anzubieten und damit neue Kunden zu gewinnen und zu halten. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG.
Legende
Diese Inhalte sind Teil des nichtfinanziellen Konzernberichts und unterlagen einer gesonderten Prüfung mit begrenzter Sicherheit („limited assurance“).