Kennzahlen

 

Klimawandel

 

E1-5 Energieverbrauch und Energiemix

[E1-5-AR34][E1-5-37][E1-5-38] Der Energieverbrauch der NORMA Group belief sich im Geschäftsjahr 2024 auf:

   

Energieverbrauch und -mix

T033

 

2024

0

3.823

18.019

0

74.349

96.191

75

4.589

4

0

24.103

3.557

27.660

22

128.440

[E1-5-39] Die NORMA Group hat im Geschäftsjahr 2024 insgesamt 25.694 MWh an Energie erzeugt. Davon stammen 21.842 MWh aus nicht erneuerbaren Ressourcen und 3.852 MWh aus erneuerbaren Quellen.

[MDR-M-77a][MDR-M-77c][MDR-M-77d] Die dafür notwendigen Energiedaten werden systematisch an allen Standorten der NORMA Group erfasst. Die Daten basieren auf Informationen externer Quellen wie beispielsweise Energieträgerliefermengen von den jeweiligen Energieversorgern sowie internen Messdaten. Wenn zum Erhebungszeitpunkt keine Ist-Daten vorliegen, greift die NORMA Group in geringem Maße auf Extrapolationslogiken zurück. Die Schätzungen betreffen überwiegend Büroflächen und Logistikzentren, die von Drittparteien von der NORMA Group angemietet werden. In diesen Fällen ist kein unmittelbarer Zugang zu abrechenbaren Verbrauchswerten möglich. Um eine maximal mögliche näherungsweise Aussage über die Energieverbräuche zu erhalten, wird ein spezifischer Energieverbrauch je Quadratmeter für Büro- sowie Logistikfläche separat ermittelt. Grundlage dieses spezifischen Verbrauchswertes ist ein mathematisch errechneter Referenzstandort jeweils für Büro- und Logistikzentren. Für Büroflächen gilt 0,31 MWh je Quadratmeter und für Logistikzentren 0,03 MWh je Quadratmeter. Anhand dieser Kennwerte werden die Verbrauchswerte der Standorte ohne direkt abrechenbarem Energieverbrauch ermittelt und berichtet. Die Schätzung umfasst einen Anteil von 0,54 % bezogen auf den Gesamtenergieverbrauch.

Energieintensität auf der Grundlage der Nettoumsatzerlöse

[E1-5-40][E1-5-41] Die berechnete Energieintensität der NORMA Group entspricht dem Gesamtenergieverbrauch im Verhältnis zu den Nettoumsatzerlösen aus Tätigkeiten in klimaintensiven Sektoren. [E1-5-AR36][E1-5-42][MDR-T-77a] Dabei geht die NORMA Group davon aus, dass alle Geschäftstätigkeiten in diese klimaintensiven Sektoren fallen, da sie keine Aktivitäten in nicht klimaintensiven Bereichen betreibt. Folgende klimaintensive Sektoren wurden identifiziert: Herstellung von Kunststoffwaren (C222000), Herstellung von Platten, Folien, Schläuchen und Profilen aus Kunststoffen (C222100), Herstellung von Metallerzeugnissen (C250000), Oberflächenveredlung und Wärmebehandlung; Mechanik a. n. g. (C256000), Oberflächenveredlung und Wärmebehandlung (C256100), Herstellung von Schrauben und Nieten (C259400), Herstellung von sonstigen Metallwaren a. n. g. (C259900), Herstellung von sonstigen Teilen und sonstigem Zubehör für Kraftwagen (C293200), Wasserversorgung (E360000), Abwasserentsorgung (E370000), Bau von Straßen (F421100). Auf dieser Basis wird die Energieintensität anhand des gesamten Energieverbrauchs und der Nettoumsatzerlöse berechnet. [E1-5-43][E1-5-AR38a] Der Betrag der Nettoumsatzerlöse aus den Tätigkeiten in klimaintensiven Sektoren entspricht 1.155.128 TEUR und kann den Angaben aus dem Jahresabschluss im Kapitel KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG direkt zugeordnet werden.

   

Gesamtenergieverbrauch je Nettoeinnahme (in MWh/TEUR)

T034

 

2024

0,111

 

E1-6 THG-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie THG-Gesamtemissionen

[E1-6-46][E1-6-47] Während des Berichtszeitraums sind keine wesentlichen Änderungen innerhalb der NORMA Group und ihrer vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette eingetreten.

[E1-6-AR48] Die THG-Emissionen der NORMA Group finden sich in nachfolgender Tabelle.

[E1-6-48a][E1-6-48b][E1-6-49a][E1-6-49b][E1-6-51][E1-6-52a][E1-6-52b]

   

THG-Emissionen (in t CO2eq)

T035

 

2024

 

5.163

0

 

45.523

30.794

 

1.066.280

774.295

4.332

9.233

27.805

4.470

4.296

6.913

6.042

5.452

0,2

223.441

 

1.116.965

1.102.236

[MDR-M-77a][E1-6-AR39b][E1-6-AR45d][E1-6-AR40] Die NORMA Group ermittelt und protokolliert ihre Treibhausgasbilanz gemäß der Greenhouse-Gas-(GHG-)Protocol-Initiative in den Kategorien Scope 1 bis Scope 3 für alle Standorte weltweit. Über den finanziellen Konsolidierungskreis hinaus besteht keine operative Kontrolle. Für die Scope-1-Emissionen werden die Emissionsfaktoren von „UK Government GHG Conversion Factors for Company Reporting“, kurz „DEFRA“, und für die Emissionsfaktoren im Bereich Fuels veröffentlicht von dem VDA (Verband der Automobilindustrie) genutzt. Scope-2-Emissionen können auf zwei Arten berechnet werden: standortbasiert und marktbasiert. Bei der standortbasierten Berechnungsmethodik werden die Energieverbräuche mit durchschnittlichen länderbezogenen Emissionsfaktoren der International Energy Agency (IEA) berechnet. Bei der marktbasierten Berechnungsmethodik werden die Emissionen anhand individueller Emissionsfaktoren der eigenen Energieversorgungsunternehmen berechnet. Gibt es keinen Emissionsfaktor für marktbezogene Ansätze, werden die standortbasierten Emissionsfaktoren gemäß den Vorgaben des GHG Protocol genutzt. Diese Methodik soll sicherstellen, dass alle relevanten Emissionen erfasst und korrekt berechnet werden. Für die Scope-3-Emissionen werden abhängig von der Kategorie unterschiedliche Quellen für Emissionsfaktoren verwendet, darunter beispielsweise Faktoren der IEA, Sphera Managed LCA Content Databases, Supply Chain Greenhouse Gas Emission Factors v1.3 by NAICS-6. [E1-6-AR39c] Die Treibhausgasemissionen umfassen CO2, CH4, N2O, HFCs, PFCs, SF6 und NF3. [MDR-M-77a][MDR-M-77c][MDR-M-77d] Die Methodik und Annahmen der NORMA Group zur Emissionsberechnung basieren auf spezifischen Skalierungen und Berechnungen. Der Emissionsfaktor für N2O wird anhand von Verbrennungen berechnet. Grundlage der Emissionsberechnung ist demnach der Emissionsfaktor je Einheit Brennstoff. Gleiches gilt für CH4 und CO2, von Stichprobenmessungen durch Schornsteinfeger skaliert. HFCs und PFCs werden anhand des Lösemittelanteils in Betriebsstoffen berechnet. Zudem ist das Emission Trading Scheme für NORMA nicht relevant, wie nach Rücksprache mit regionalen Direktoren bestätigt wurde.

[E1-6-AR46d] Die NORMA Group hat ihre signifikanten Scope-3-Kategorien auf Basis der Kriterien des GHG Protocol Corporate Value Chain (Scope 3) Accounting and Reporting Standards identifiziert. Folgende Kategorien wurden als signifikant identifiziert:

Kat. 1 – Eingekaufte Waren und Dienstleistungen

Kat. 2 – Kapitalgüter

Kat. 3 – Brennstoff- und energiebezogene Emissionen

Kat. 4 – Transport und Distribution (Upstream)

Kat. 5 – Abfall aus Geschäftstätigkeiten

Kat. 6 – Geschäftsreisen

Kat. 7 – Pendeln der Mitarbeitenden

Kat. 9 – Transport und Distribution (Downstream)

Kat. 10 – Verarbeitung verkaufter Produkte

Kat. 11 – Nutzung verkaufter Produkte

Kat. 12 – Entsorgung von verkauften Produkten am Ende ihrer Lebensdauer

[MDR-M-77a][MDR-M-77c][MDR-M-77d]

 

     

Berechnungsmethoden zur Ermittlung der Scope-3-Emissionen:

T036

 

 

 

     

Berechnungsmethoden zur Ermittlung der Scope 3 Emissionen: (Fortsetzung)

 
 
 
 
 

[E1-6-AR39c] Die Scope-3-Kategorien wurden in Übereinstimmung mit dem GHG Protocol ermittelt und umfassen CO2, CH4, N2O, HFKW, PFKW, SF6 und NF3. [E1-6-AR46hi] Der Umfang ist konsistent mit dem finanziellen Konsolidierungskreis, sodass alle konsolidieren Einheiten der Gruppe berücksichtigt werden. [MDR-M-77b] Die für die Berechnung verwendeten Systeme sind bereits Teil regelmäßiger interner Audits. [E1-6-AR46g] Die Daten basieren überwiegend auf Sekundärdaten. Nahezu 0 % der Emissionen werden mithilfe von Primärdaten bestimmt, die direkt von Lieferanten oder anderen Partnern in der Wertschöpfungskette bezogen werden.

[E1-6-AR46i] Folgende Kategorien wurden nicht in die Bilanzierung mit einbezogen:

     

Ausgeschlossene Scope-3-Emissionen:

T037

 

[E1-6-AR43][E1-6-AR45][E1-6-AR46] Die NORMA Group legt biogene CO2-Emissionen aus der Verbrennung oder dem biologischen Abbau von Biomasse, sofern vorhanden, offen. Für das Geschäftsjahr 2024 sind bei der NORMA Group keine THG-Emissionen aus Scope 1, 2 und 3 in diesem Bezug entstanden. Darüber hinaus werden Emissionen anderer Treibhausgase (wie CH4 und N2O) und CO2-Emissionen, die im Lebenszyklus der Biomasse entstehen und nicht der Verbrennung oder dem biologischen Abbau zuzuschreiben sind (wie Treibhausgasemissionen aus der Verarbeitung oder dem Transport von Biomasse), in die Berechnung der regulären Scope-3-Treibhausgasemissionen einbezogen.

[E1-6-AR53c] Für die Berechnung der THG-Intensität auf der Grundlage der Nettoeinnahmen hat die NORMA Group die gesamten THG-Emissionen in den Zähler aufgenommen, während die gesamten Nettoeinnahmen in Höhe von 1.155.128 TEUR im Nenner enthalten sind.

Treibhausgasintensität auf Basis der Nettoeinnahmen

[E1-6-AR54][E1-6-53][E1-6-54] Die THG-Emissionsintensität der NORMA Group ist in nachfolgender Tabelle dargestellt. Die Angabe der Treibhausgasintensität umfasst die THG-Gesamtemissionen in Tonnen CO2 Äquivalent pro Nettoerlös. Die Nettoeinnahmen sind innerhalb des Jahresberichts an folgender Stelle zu finden: KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

[MDR-M-77a][MDR-M-77c][MDR-M-77d] Bei der Berechnung der Kennzahl wurde folgende Methodik angewandt: THG-Gesamtemissionen in Tonnen CO2-Äquivalent dividiert durch den gesamten Nettoerlös. Es wurden keine signifikanten Annahmen getroffen.

   

Intensität der Treibhausgasemissionen pro Nettoeinnahme

T038

 

2024

0,001

0,001

 

E1-7 Entnahme von Treibhausgasen und Projekte zur Verringerung von Treibhausgasen, finanziert über CO2-Gutschriften

Im Geschäftsjahr 2024 führt die NORMA Group keine Projekte zur Verringerung oder zum Abbau von Treibhausgasen durch, die über CO2-Gutschriften finanziert werden.

E1-8 Interne CO2-Bepreisung

Die NORMA Group wendet darüber hinaus derzeit keine interne CO2-Bepreisung an.

 

E1-2 Verpflichtungen im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel

[MDR-P-65a][MDR-P-65b][MDR-P-65c][MDR-P-65d][MDR-P-65e][MDR-P-65f][E1-2-24][E1-2-25] Die NORMA Group ist sich der positiven und negativen Auswirkungen ihres Handelns auf den Klimawandel sowie der damit verbundenen Risiken und Chancen bewusst. Einerseits ergeben sich negative Auswirkungen auf den Klimawandel unter anderem durch Produktionsprozesse oder den Transport der Produkte der NORMA Group durch den Ausstoß von THG-Emissionen. Ausgewählte Produktionsstandorte der NORMA Group befinden sich zudem in Klimarisikogebieten. Andererseits wirkt sich unter anderem die Geschäftstätigkeit der NORMA Group im Bereich Energie- und Wassermanagement positiv auf den Klimawandel aus. Mögliche Risiken des Klimawandels in Bezug auf die NORMA Group umfassen potenzielle Umweltkatastrophen, die die Lieferkette oder Produktionsprozesse gefährden, mögliche Strafzahlungen, Reputationsverluste oder durch die Folgen des Klimawandels bedingte Nachrüstungen. Auf der anderen Seite bietet die Verankerung dieses Themas in der Geschäftsstrategie auch Chancen, insbesondere in Form von Kundengewinnung und -bindung, indem Produkte verkauft werden, die dem Klimawandel entgegenwirken.

Zum Ausbau und zur Stärkung der Umweltmanagement-Aktivitäten sowie zum Management der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen hat die NORMA Group im Jahr 2018 ein Umweltkonzept im Rahmen der Umweltstrategie entwickelt, das kontinuierlich weiterentwickelt wird. Das Konzept bezieht sich auf die eigene Geschäftstätigkeit der NORMA Group sowie die vorgelagerte Wertschöpfungsstufe, nicht jedoch auf die identifizierten Auswirkungen, Risiken und Chancen entlang der nachgelagerten Wertschöpfungsstufe. Im Fokus stehen die Themen Klima, Wasser und Abfallaufkommen. Die Strategie umfasst drei unterschiedliche Handlungsebenen: Im Mittelpunkt steht die Steuerung der eigenen Prozesse, die zweite Ebene umfasst die Wirkungsmessung entlang der gesamten Wertschöpfungskette, während die dritte Ebene Pilotprojekte adressiert. Dieser dreistufige Ansatz erlaubt es der NORMA Group, sich auf direkt beeinflussbare Prozesse zu konzentrieren und gleichzeitig die Auswirkungen entlang der Lieferkette sowie in der Nutzungsphase der Produkte zu adressieren.

Die NORMA Group hat Prinzipien für ihr Umweltmanagementsystem definiert und implementiert. Zu diesen Prinzipien zählen die Einhaltung der lokalen und nationalen Vorschriften und Gesetze. Zudem finden regelmäßige Austausche innerhalb des Geschäftsjahres mit relevanten Stakeholdergruppen statt, um deren Anliegen in Umweltfragen zu berücksichtigen.

Darüber hinaus setzt die NORMA Group sich Ambitionsniveaus, überwacht deren Erreichung und berichtet darüber an das lokale, regionale und globale Management. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der kontinuierlichen Verbesserung der Umweltmanagementsysteme, mit der Ambition, den Wasser- und Energieverbrauch zu reduzieren, den CO2-Fußabdruck zu verringern, Ressourcen effizienter zu nutzen, Abfall zu minimieren und Umweltverschmutzung zu vermeiden. Auch die Förderung des Umweltbewusstseins unter den Mitarbeitenden ist ein zentrales Anliegen, das durch kooperative Führung und effektive Kommunikation umgesetzt wird. Die NORMA Group legt großen Wert darauf, ihre Umweltziele und -maßnahmen klar und transparent an ihre Stakeholder zu kommunizieren, etwa durch den Supplier Code of Conduct. Im Rahmen des Supplier Code of Conducts verlangt die NORMA Group von ihren Lieferanten unter anderem die Einhaltung einer wirksamen Umweltpolitik, die Einhaltung der erforderlichen Umweltgenehmigungen, die ordnungsgemäße Behandlung von Abwasser und Feststoffabfällen, die Überwachung und Kontrolle von Luftemissionen, die Minimierung von Abfällen und Förderung des Recyclings sowie die umweltverantwortliche Produktion, um schädliche Umweltauswirkungen zu vermeiden. Die Verantwortung für die Umweltmanagementsysteme sowie die damit verbundenen Themen in Bezug auf Klima-, Wasser- und Abfallmanagement an den einzelnen Produktionsstandorten liegt bei der Abteilung für Umwelt, Arbeitssicherheit und Gesundheit, die an allen Standorten repräsentiert ist. Auf globaler Ebene berichtet diese Abteilung an den Chief Operating Officer. Die NORMA Group hat an jedem Produktionsstandort ein Umweltmanagementsystem eingerichtet, um zu gewährleisten, dass Umweltvorfälle verhindert oder im Falle eines Vorfalls effektiv gehandhabt und deren Auswirkungen ausreichend adressiert werden. Die Prinzipien für ihr Umweltmanagementsystem hat die NORMA Group in einer globalen Umweltrichtlinie festgehalten. Die Richtlinie wurde im Geschäftsjahr 2020 durch den Chief Operating Officer sowie den Vice President für Qualität, Umwelt, Arbeitssicherheit und Gesundheit verabschiedet. Die Richtlinie ist auf der Website öffentlich abrufbar für potenziell betroffene Stakeholder.

Derzeit fokussieren sich die Verpflichtungen auf die Eindämmung des Klimawandels sowie auf Energieeffizienz. Anpassung an den Klimawandel sowie das Management physischer Klimarisiken und den Einsatz erneuerbarer Energien sind zurzeit noch nicht durch die Verpflichtungen abgedeckt.

 

E1-4 Ziele im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel

[E1-4-32][MDR-T-80][E1-4-33] Im Jahr 2018 hat die NORMA Group ein Ziel zur Reduktion der Treibhausgasemissionen an den Produktionsstandorten entwickelt. Bei der Erstellung ihres Klimazieles orientierte sich die NORMA Group an den Empfehlungen der Science Based Targets initiative. Das Ziel wurde im Geschäftsjahr 2020 nochmals verschärft und belief sich auf eine Reduktion der Treibhausgase um rund 19,5 % bis Ende 2024 im Vergleich zu 2017, was einem Zielwert von 42.000 Tonnen THG-Emissionen im Jahr 2024 entspricht. Das Ziel ist unter anderem Bestandteil der Vorstandsvergütung der NORMA Group. Für das vergütungsrelevante Ziel galt Folgendes: Die THG-Emissionen für den Zielwert werden in Anlehnung an das GHG Protocol (marktbasiert, Scope 1 und Scope 2) berichtet. Bei Akquisen, Verkäufen und Änderungen des allgemeinen Geschäftsmodells wird das Ziel auf Anpassungsbedarf geprüft. Scope 1 beinhaltet ausschließlich Emissionen aus Erdgas und Flüssiggas und Scope 2 Emissionen aus bezogener Elektrizität und Fernwärme. Bei der Erfassung der Emissionen werden ausschließlich Emissionen bezogen auf die Produktionsstandorte berücksichtigt. [E1-4-34f] [E1-4-AR30a] Seit Januar 2022 hat die NORMA Group an allen Produktionsstandorten Strom aus erneuerbaren Energien bezogen. Dazu kauft die NORMA Group „Energy Attribute Certificates“ ein. Diese werden ebenfalls in den Zielwert mit einbezogen und haben zur Zielerreichung beigetragen. Das Ziel wurde Ende 2024 erreicht.

[E1-4-32][MDR-T-80][E1-4-33] Für das Geschäftsjahr 2025 wurde ebenfalls ein Ziel zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen festgelegt, um die wesentlichen klimabezogenen Auswirkungen, Risiken und Chancen zu steuern. Das Ziel ist, anhand von Maßnahmen im Geschäftsjahr 2025 1.000 Tonnen THG-Emissionen zu vermeiden. Das Ziel ist gültig für die Produktionsstätten und Distributionszentren der NORMA Group. [E1-4-34b] Die angegebenen 1.000 Tonnen THG-Emissionen beziehen sich sowohl auf Scope-1- als auch auf Scope-2-Emissionen kombiniert. Zusätzlich gilt das Ziel innerhalb des gesamten Geschäftsjahres 2025. Daher werden die Effekte einzelner Maßnahmen, unabhängig von ihrem Implementierungszeitpunkt innerhalb des Jahres, auf das gesamte Jahr berechnet.

[E1-4-34e] Die Ziele zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen sind nicht wissenschaftlich fundiert und mit der Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 °C vereinbar.

Mithilfe des Ziels möchte die NORMA Group Treibhausgasemissionen reduzierende Maßnahmen fördern und die Ambitionsniveaus der einzelnen Standorte transparent machen. Damit möchte die NORMA Group ihre negativen Auswirkungen reduzieren und gleichzeitig ihre positiven Auswirkungen auf das Klima, in Form der Reduktion von Scope-1- und Scope-2-Emissionen, verstärken.

Über das Geschäftsjahr 2025 hinaus sind noch keine kommunizierbaren messbaren und ergebnisorientierte Ziele zum Klimawandel implementiert. Die NORMA Group befindet sich aktuell im Aufbau entsprechender Prozesse, um Ziele im Hinblick auf die Auswirkungen und Chancen bezogen auf den Klimawandel zu entwickeln und umzusetzen. Daher handelt es sich bei dem Ziel für das Geschäftsjahr 2025 um ein Brückenziel, das grundsätzliche Ambitionsniveau von NORMA, dem Klimawandel entgegenzuwirken, unterstützt und gleichzeitig die Zeit einräumt, eine langfristige Roadmap zu entwickeln.

 

E1-3 Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit den Klimastrategien

[E1-3-28][E1-3-29a][MDR-A-68a][MDR-A-68b][MDR-A-68c] Um die gesetzten klimabezogenen Ziele zu erreichen, hat die NORMA Group im Geschäftsjahr 2024 folgende Maßnahmen ergriffen: Installation von Photovoltaikanlagen an den NORMA-Standorten in Newbury, Pune, Juarez, Nashik und Lifial. Damit liegt die Abdeckung der Maßnahme innerhalb der eigenen Geschäftstätigkeit und betrifft die Reduktion der Scope-1- und -2-Emissionen. Die Maßnahmen wurden im Geschäftsjahr 2024 implementiert. Die gesamte Kapazität der PV-Anlagen beträgt ca. 1,5 GW. Dafür wurden geringfügige Investitionen getätigt.

[E1-3-29b] Die Ergebnisse der Klimaschutzmaßnahmen sind der Einsatz grüner Energien und damit auch die Reduktion der THG-Emissionen. Die aus den Anlagen zur Verfügung gestellte grüne Energiemenge betrug 2024 3.852 MWh.

 

E1-1 Übergangsplan für den Klimaschutz

[E1-1-16][E1-1-17] Die NORMA Group arbeitet derzeit an einem Übergangsplan für den Klimaschutz, der im Geschäftsjahr 2024 noch nicht abgeschlossen ist. Es gab keine wesentlichen laufenden oder geplanten Betriebsausgaben oder Investitionsausgaben, die in Bezug zum Übergangsplan für den Klimaschutz stehen.

 

Umweltverschmutzung

 

E2-4 Mikroplastik

Die folgende Tabelle zeigt die Menge an verwendetem Mikroplastik der NORMA Group im Geschäftsjahr 2024.

[E2-4-28b][E2-4-AR21][E2-4-AR26][E2-4-AR27][MDR-T-77a][MDR-T-77c] [MDR-T-77d]

   

Mikroplastik (in t)

T039

36.526

[E2-4-30] Die NORMA Group definiert Mikroplastik als kleine Kunststoffpartikel, die weniger als 5 mm groß sind. Mikroplastik wird beschafft oder in Produkten verwendet und verlässt die Einrichtungen der NORMA Group als Emissionen, Produkte oder als Bestandteil von Produkten und Dienstleistungen.

Zur Ermittlung der relevanten Kennzahl erfasst die NORMA Group die weltweit eingekaufte Menge an Kunststoffgranulat. Dabei wird die Annahme getroffen, dass die im Geschäftsjahr beschaffte Menge auch der tatsächlich verwendeten Menge entspricht.

 

E2-1 Verpflichtungen im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung

[E2-1-14][E2-1-15a][E2-1-15b][E2-1-15c] Die NORMA Group verfügt über ein Umweltkonzept, um den positiven sowie negativen Auswirkungen ihrer Aktivitäten im Bereich Umweltverschmutzung in Form von Mikroplastik gerecht zu werden. Durch den Einsatz von Mikroplastik, d. h. Granulat kleiner als 5 mm, in einigen Produktionsprozessen, entsteht eine negative Auswirkung. Gleichzeitig trägt das Unternehmen durch die Einführung von Richtlinien und Prozessen zur Einhaltung von Umweltvorschriften sowie einer kontinuierlichen Verbesserung an Produkten und Produktionsprozessen dazu bei, den Bedarf an Mikroplastik zu minimieren. Wesentliche Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung wurden nicht identifiziert.

Das Umweltkonzept umfasst unter anderem die Grundsätze des Unternehmens im Hinblick auf Verschmutzung, einschließlich deren Vermeidung und Verminderung. Die NORMA Group hat an jedem Produktionsstandort ein Umweltmanagementsystem eingerichtet, um zu gewährleisten, dass unter anderem Umweltvorfälle im Bereich Umweltverschmutzung verhindert werden. Gibt es einen Vorfall werden eindämmende individuelle Maßnahmen definiert und umgesetzt, um die negativen Auswirkungen zu minimieren. Die Prinzipien für ihr Umweltmanagementsystem hat die NORMA Group in einer globalen Umweltrichtlinie festgehalten. Detaillierte Informationen zum übergreifenden Umweltkonzept der NORMA Group befinden sich im Kapitel E1-2 VERPFLICHTUNGEN IM ZUSAMMENHANG MIT DEM KLIMASCHUTZ UND DER ANPASSUNG AN DEN KLIMAWANDEL.

 

E2-3 Ziele im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung

[E2-3-23][E2-3-24][E2-3-25][MDR-T-72][MDR-T-81] Die NORMA Group hat bisher noch keine spezifischen, messbaren Ziele zur Bekämpfung der Umweltverschmutzung in Form von Mikroplastik festgelegt, da der Fokus zurzeit auf der Datenerhebung liegt.

 

E2-2 Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung

[E1-3-28][E1-3-29][MDR-A-62] Analog zur zukünftigen Erarbeitung einer Zielsetzung im Bereich Umweltverschmutzung in Form von Mikroplastik arbeitet die NORMA Group an der Ausarbeitung und Implementierung geeigneter Maßnahmen und Mittel.

 

Wasser- und Meeresressourcen

 

E3-4 Wasserverbrauch

[E3-4-28a] Um die definierten Ziele und die Effektivität der Maßnahmen zu überwachen und nachzuverfolgen, misst die NORMA Group ihren Wasserverbrauch. Der Gesamtwasserverbrauch der NORMA Group beläuft sich im Geschäftsjahr 2024 auf 167.106 m3. [E3-4-28e][E3-4-AR29][MDR-M-77a][MDR-M-77c][MDR-M-77d] Die Datenbasis für diese Angaben beruht auf den Verbrauchswerten der einzelnen Standorte.

Um eine maximal mögliche näherungsweise Aussage über die Wasserverbräuche zu erhalten, wird ein spezifischer Wasserverbrauch je Mitarbeitendem für Büro- sowie Logistikfläche separat ermittelt. Grundlage dieser spezifischen Verbrauchswerte ist ein mathematisch errechneter Referenzstandort jeweils für Büro- und Logistikzentren. Für Büroflächen gilt 2,06 m3 je Mitarbeiter und für Logistikzentren 7,79 m3 je Mitarbeiter. Auf Basis dieses Kennwertes wurden Frischwasserverbräuche für die Standorte ermittelt, die keinen direkt abrechenbaren Wasserverbrauch ausweisen konnten. Die Schätzung umfasst einen Anteil von 1,46 % bezogen auf den gesamten Frischwasserverbrauch unabhängig von der Wasserstressregion.

[E3-4-28b] Der Wasserverbrauch in Gebieten, die von Wasserrisiken und hoher Wasserknappheit („high water stress areas“) betroffen sind, beträgt 105.545 m3.

[E3-4-28c] Das gesamte recycelte und wiederverwendete Wasser der NORMA Group beträgt 6.050 m3. [E3-4-28e][E3-4-AR29][MDR-M-77a][MDR-M-77c][MDR-M-77c] Die berichteten Mengen und Daten wurden gemäß eigener Messtechnik mittels Differenzmengenberechnung ermittelt.

[E3-4-28d] Das gesamte gespeicherte Wasser der NORMA Group beträgt 1.457 m3. Es ist nicht möglich, die Veränderungen der Speichermenge im Vergleich zum letzten Geschäftsjahr anzugeben, da die Daten im Geschäftsjahr 2024 erstmals erhoben wurden. [E3-4-28e][E3-4-AR29][MDR-M-77a][MDR-M-77c][MDR-M-77c] Die Kennzahl des gespeicherten Wassers entspricht der Plangröße des Wasserspeichers und wird von den Standorten berichtet, die über entsprechende Wasserspeicher verfügen.

 

[E3-4-29] Die Wasserintensität der NORMA Group beläuft sich auf 0,15 m3 pro TEUR Umsatzerlös und errechnet sich aus dem Gesamtwasserverbrauch im eigenen Betrieb pro Umsatzerlös. Weitere Informationen zur Ermittlung der Nettoumsatzerlöse in der KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG.

 

E3-1 Verpflichtungen im Zusammenhang mit Wasser- und Meeresressourcen

[E3-1-11] Die NORMA Group verfügt über ein Umweltkonzept, um den positiven sowie negativen Auswirkungen ihrer Aktivitäten im Bereich Wasserressourcen gerecht zu werden. Durch den Wasserverbrauch innerhalb der eigenen Produktionsprozesse sowie der Prozesse in der Lieferkette hat die NORMA Group negative Auswirkungen auf die in Wasserrisikogebieten vorhandenen Wasserressourcen. Gleichzeitig fördert sie durch eigene Produkte aus dem Geschäftsbereich Water Management eine nachhaltige Wassernutzung. Durch die Umsetzung entsprechender betriebsinterner Prozesse und Richtlinien fördert das Unternehmen darüber hinaus einen ressourcenschonenden Umgang. Wesentliche Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Wasserressourcen wurden nicht identifiziert.

[E3-1-12a][E3-1-12b][E3-1-12c][E3-1-13][E3-1-14] Das globale Umweltkonzept umfasst unter anderem die Grundsätze des Unternehmens im Hinblick auf Wasserressourcen. Es ist von hoher Bedeutung für die NORMA Group, da sich einige Standorte der NORMA Group in Gebieten mit sehr hohem Wasserstress befinden.

Zur Identifizierung dieser Gebiete wurde der Aqueduct Water Risk Atlas herangezogen. Zu den Grundsätzen des Umweltkonzeptes gehören in Bezug auf Wasserressourcen die Schonung von Wasserressourcen sowie die Einhaltung aller nationalen und lokalen Vorschriften. Diese Grundsätze gelten für alle NORMA-Standorte weltweit. Gleichzeitig bemüht sich die NORMA Group im Rahmen ihres Geschäftsbereichs Water Management durch die Produktgestaltung und das Produktdesign einen schonenden Umgang mit Wasserressourcen durch die Wiederverwendung von Wasser sowie die Minimierung des Wasserverbrauchs zu fördern. Die Grundsätze des Umweltkonzeptes im Hinblick auf Wasserressourcen sind im Umweltmanagementsystem der NORMA Group verankert und in einer globalen Umweltrichtlinie festgehalten. Detaillierte Informationen zum übergreifenden Umweltkonzept der NORMA Group befinden sich im Kapitel E1-2 VERPFLICHTUNGEN IM ZUSAMMENHANG MIT DEM KLIMASCHUTZ UND DER ANPASSUNG AN DEN KLIMAWANDEL.

 

E3-3 Ziele im Zusammenhang mit Wasser- und Meeresressourcen

[E3-3-22] Die NORMA Group hat sich für das Geschäftsjahr 2024 ein Ziel im Zusammenhang mit Wasserressourcen gesetzt, um die identifizierten wesentlichen Auswirkungen zu adressieren. [MDR-T-80b][MDR-T-80d][MDR-T-80e] Der Wasserverbrauch, also die Gesamtmenge des von Produktionsstätten entnommenen Wassers, sollte innerhalb des Geschäftsjahres auf maximal 139,7 Liter/TEUR Umsatz begrenzt werden. [E3-3-23a][E3-3-23b][E3-3-23c][MDR-T-80a][MDR-T-80c] Das Ziel war für das Geschäftsjahr 2024 gültig für alle Produktionsstätten der NORMA Group. Zu den Grundsätzen des Umweltkonzeptes gehören in Bezug auf Wasserressourcen die Schonung von Wasserressourcen sowie die Einhaltung nationaler und lokaler Regulatorik. Damit besteht ein Zusammenhang zwischen dem Ziel und dem Umweltkonzept. [MDR-T-80f] Hintergrund der Zielsetzung war es, eine stetige Reduzierung des Wasserverbrauches auf Grundlage der vergangenen Wasserverbräuche zu gewährleisten. [MDR-T-80g] Das Ziel beruht nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen. [MDR-T-80h] Die NORMA Group hat keine Interessenträger in die Festlegung des Ziels einbezogen. [E3-3-24][E3-3-25] Das definierte Ziel ist freiwillig. Bei der Festlegung der Ziele wurden keine ökologischen Schwellenwerte sowie unternehmensspezifische Aufteilungen berücksichtigt. [MDR-T-80j] Die NORMA Group misst die Zielerreichung anhand einer festgelegten Kennzahl zur Erhebung des Wasserverbrauchs. Weitere Informationen finden sich im Kapitel E3-4 - WASSER- UND MEERESRESSOURCEN. Das Ziel wurde im Geschäftsjahr 2024 nicht erreicht.

Für das Geschäftsjahr 2025 wurde das Ziel weiterentwickelt: 2025 soll der Wasserverbrauch maximal 142,0 Liter/TEUR Umsatz betragen. Alle weiteren Angaben und Eigenschaften des Ziels entsprechen dem Ziel 2024.

 

E3-2 Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Wasser- und Meeresressourcen

[E3-2-17][MDR-A-68a][MDR-A-68b][MDR-A-68c][MDR-A-69][E3-2-19] Um die gesetzten Ziele zu erreichen, hat die NORMA Group bislang noch keine spezifischen und gruppengesteuerten Maßnahmen und Ressourcen für wassergefährdete Gebiete, einschließlich Regionen mit hohem Wasserstress, definiert. Derzeit laufen diese Prozesse und Maßnahmen auf individueller Standortebene. Zur Förderung der positiven Auswirkungen und Milderung der negativen Auswirkungen befindet sich die NORMA Group aktuell im Aufbau entsprechender gruppenweiter Prozesse, um fundierte Maßnahmen zu entwickeln, zu implementieren und zu tracken.

 

Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft

 

E5-4 Ressourcenzuflüsse – Produkte und Materialien

[E5-4-30] Die NORMA Group kauft Materialien und Dienstleistungen im Bereich der folgenden Warengruppen ein: Stahl, Draht, Metallkomponenten, Granulate, Kunststoffteile, Gummiformteile, elektrische Komponenten und indirektes Material.

[E5-4-31] In der nachfolgenden Tabelle werden Informationen über die Ressourcenzuflüsse der NORMA Group im Geschäftsjahr 2024 dargestellt:

     

Informationen über die Ressourcenzuflüsse

 

T040

 

in kg

in %

80.669.692

100

256.361

0,3

25.954.023

32,2

[E5-4-31b] Für die Angaben zum prozentualen Anteil biologischer Materialien verwendet die NORMA Group kein Zertifizierungssystem. Auf gezielte Nachfrage teilt der Lieferant den Anteil verwendeter biologischer Materialien der NORMA Group mit. Als Nachweis erhält die NORMA Group ein Zertifikat. Der prozentuale Anteil ergibt sich aus der Relation zu den gesamten Ressourcenzuflüssen der NORMA Group.

[MDR-M-77a][E5-4-32][E5-4-AR25] Die Informationen zur Berechnung der Kennzahlen basieren auf lokalen ERP-Systemen der Standorte, die auf Gruppenebene in einem zentralen Einkaufsinformationssystem konsolidiert werden. Die Einteilung in technische und biologische Materialien erfolgt in erster Linie anhand von Produktspezifikationen. Sofern keine Informationen vorliegen, erfolgt die Einteilung mithilfe des Fachwissens der Commodity Manager der NORMA Group. Europaletten werden bei der Ermittlung ausgeschlossen, da sie dauerhaft wiederverwendet werden.

Zum aktuellen Zeitpunkt liegen in der NORMA Group keine Primärdaten zur Erfassung der Sekundärmaterialien vor. Zur Ermittlung der Kennzahl werden folgende Annahmen getroffen:

• Laut Angabe der Rohstofflieferanten bestehen Edelstahlprodukte zu 83 % aus recyceltem Material.

• Gemäß eigenen Spezifikationen bestehen Verpackungsmaterialien, insbesondere Kartonagen, zu 70 % aus recyceltem Material.

• Für alle weiteren Materialgruppen wird ein konservativer Ansatz angenommen, sodass eine Recyclingquote von 0 % zugerechnet wird.

 

E5-5 Ressourcenabflüsse – Abfälle

[E5-5-37] In der nachfolgenden Tabelle wird das Gesamtabfallaufkommen aus den eigenen Aktivitäten der NORMA Group im Geschäftsjahr 2024 aufgelistet.

   

Gesamtabfallaufkommen (in t)

T041

Gesamtmenge des Abfallaufkommens

11.742

221

1

15

205

8.043

128

7.833

82

514

147

4

362

2.969

846

2.044

79

3.478

29,6

Um eine maximal mögliche näherungsweise Aussage über das Abfallaufkommen zu erhalten, wird ein spezifisches Abfallaufkommen ermittelt. Dieses ist getrennt nach Büroflächen und Logistikzentren zu ermitteln, da sich die Bezugsgrößen unterscheiden. Für die Büroflächen werden 900 Gramm pro Mitarbeiter und pro Arbeitstag (220 Tage) angenommen. Mit dieser Grundlage ist das absolute Abfallaufkommen skaliert worden. Grundlage für die Logistikzentren ist ein spezifisches Abfallaufkommen für einen mathematisch errechneten Referenzstandort. Auf Basis dieses Kennwertes wurde das Abfallaufkommen für die Standorte ermittelt, die kein direkt abrechenbares Abfallkommen ausweisen konnten. Die Schätzung umfasst einen Anteil von 5,34 % bezogen auf die absolute Abfallmenge.

[E5-5-38] Der Abfall der NORMA Group enthält die folgenden Materialien: Metallabfälle, Plastikabfälle durch Produktion der Produkte, Kartonabfälle und Holzabfälle durch Logistikprozesse und Restabfälle.

[E5-5-39] Die NORMA Group hat 734.53 Tonnen gefährliche Abfälle erzeugt. Die Klassifizierung der Abfälle erfolgt durch jeden Standort der NORMA Group. Es werden keine radioaktiven Abfälle erzeugt.

[E5-5-40][MDR-M-77a] Die Datengrundlage für das Abfallmanagement der NORMA Group basiert auf Rechnungen und Entsorgerbescheinigungen/Wiegescheinen. Der Scope umfasst alle Standorte der NORMA Group weltweit. Die lokalen Abfallmanagementpraktiken sind Teil der ISO-14001-Zertifizierung. Da es keine globalen Abfallklassifizierungen gibt, erfolgt die Klassifizierung an jedem Standort gemäß den lokalen Vorschriften und Regulierungen. Die Daten zu den Wiederverwertungsarten stammen ebenfalls von den Entsorgern. Der Großteil der Abfälle der NORMA Group wird recycelt, was auf die Art der Produktion zurückzuführen ist, beispielsweise durch die Verwendung reiner Metallabfälle und Schwarzteile aus Spritzgießmaschinen, die eine hohe Recyclingfähigkeit aufweisen. [MDR-M-77c][MDR-M-77d]

 

E5-5 Ressourcenabflüsse – Weitere

[E5-5-35][E5-5-AR26] Die Produkte und Materialien der NORMA Group sind teilweise nach kreislauforientierten Grundsätzen konzipiert: Haltbarkeit, Wiederverwendbarkeit, Reparaturfähigkeit und Recyclingfähigkeit. Die Ressourcenabflüsse lassen sich anhand der drei wesentlichen Geschäftsfelder der NORMA Group unterteilen: Fluid-Systeme, Fasten-Systeme und Water Management.

a) Fluid-Systeme

[E5-5-36a] Für die Haltbarkeit von Fluid-Systemen gilt grundsätzlich, dass die NORMA-Produkte so lange haltbar sind wie die Lebensdauer des Endprodukts, in dem das NORMA-Produkt verbaut wurde. Damit ist die Haltbarkeit des NORMA-Produkts abhängig von der Haltbarkeit des eigentlichen Endprodukts. Grund dafür ist, dass die NORMA Group ihre Produkte so entwickelt, dass diese spezifische Kundenanforderungen erfüllen und ihnen entsprechen und damit bestmöglich für das entsprechende Endprodukt geeignet sind.

[E5-5-36b] Für die Reparaturfähigkeit von Fluid-Systemen gilt, dass diese nicht reparaturfähig sind, da die grundsätzliche Empfehlung der NORMA Group an ihre Kunden ist, das gesamte NORMA-Produkt auszutauschen statt es zu reparieren. Die Produkte der NORMA Group weisen im Vergleich zu den Produkten ihrer Endkunden eine geringe Komplexität auf. Daher ist die Reparaturfähigkeit sehr eingeschränkt und aufgrund des Konstruktionsprinzips, die Lebensdauer der Anwendungen ihrer Kunden zu überstehen, ist eine Reparatur nicht vorgesehen.

[E5-5-36c] Produkte der NORMA Group im Bereich der Fluid-Systeme sind theoretisch zu 60 % recycelbar. Grundsätzlich wird das Recycling der NORMA-Produkte von ihren jeweiligen Kunden organisiert, zum Beispiel nach dem Ende des Lebensdauer. Um die Entsorgung für die Kunden zu vereinfachen, weist die NORMA Group die verwendeten Materialien ihrer Produkte aus. Je nach den verwendeten Materialien und Fluid-Systemen können verschiedene Methoden zum Recycling angewandt werden – vom mechanischen Recycling bis zum chemischen Recycling. Innerhalb der Fluid-Systeme unterscheidet die NORMA Group zwischen mehr- und einschichtigen Rohren. Mehrschichtige Rohre machen 35 % der Fluid-Systeme aus und sind aufgrund ihrer Zusammensetzung nicht kommerziell recycelbar. Einschichtige Rohre machen 60 % der Fluid-Systeme aus sind grundsätzlich recycelbar.

b) Fasten-Systeme

[E5-5-36a] Für die Haltbarkeit von Fasten-Systemen gilt grundsätzlich, dass die NORMA-Produkte so lange haltbar sind wie die Lebensdauer der Endprodukts, in dem das NORMA-Produkt verbaut wurde. Damit ist die Haltbarkeit des NORMA-Produkts abhängig von der Haltbarkeit des eigentlichen Endprodukts. Grund dafür ist, dass die NORMA Group ihre Produkte so entwickelt, dass diese spezifische Kundenanforderungen erfüllen und ihnen entsprechen und damit bestmöglich für das entsprechende Endprodukt geeignet sind.

[E5-5-36b] Für die Reparaturfähigkeit von Fasten-Systemen gilt, dass diese nicht reparaturfähig sind, da die grundsätzliche Empfehlung der NORMA Group an ihre Kunden ist, das gesamte NORMA-Produkt auszutauschen, statt es zu reparieren. Die Produkte der NORMA Group weisen im Vergleich zu den Produkten ihrer Endkunden eine geringe Komplexität auf. Daher ist die Reparaturfähigkeit sehr eingeschränkt, und aufgrund des Konstruktionsprinzips, die Lebensdauer der Anwendungen ihrer Kunden zu überstehen, ist eine Reparatur nicht vorgesehen.

[E5-5-36c] Produkte der NORMA Group im Bereich der Fasten-Systeme sind theoretisch zu 100 % recycelbar aufgrund ihrer recycelbaren Einzelbestandteile. Auch in dieser Produktgruppe gilt, dass das Recycling der Produkte vom jeweiligen Kunden organisiert wird. Fasten-Produkte werden aus verschiedenen Stahlsorten (Baustahl, Edelstahl) und Aluminium hergestellt. Stahl und Aluminium können im Allgemeinen zu 100 % recycelt werden. Es ist ein Standardverfahren der Industrie, Stähle zu sammeln und zur Wiederverwendung einzuschmelzen. Wenige Komponenten der Fasten-Produkte sind aus Gummi, der wiederum auch vollständig recycelbar ist.

c) Water-Management-Produkte

[E5-5-36a] Für die Haltbarkeit von Water-Management-Produkten gilt grundsätzlich, dass die NORMA-Produkte langlebig sind und jahrzehntelang halten. Eine Garantie besteht für diese Produkte für 1–7 Jahre.

Alle Produkte sind so konzipiert und hergestellt, dass sie für die Installation und Nutzung durch den Verbraucher über einen längeren oder langfristigen Lebenszyklus halten. Diese verlängerten oder langfristigen Systemlebenszyklen reichen von 3 bis 10+ Jahren. Die Produktgarantie beträgt mindestens 1 Jahr bis maximal 7 Jahre unter den vorgesehenen Anwendungen und normalen Betriebsbedingungen.

[E5-5-36b] Für die Reparaturfähigkeit von Water-Management-Produkten gilt, dass die Reparaturfähigkeit grundsätzlich gegeben ist. Die Mehrzahl der Produkte wird mit reparaturfähigen und/oder Ersatzkomponenten konstruiert und hergestellt, wie zum Beispiel Dichtungen, Verbindungselementen (Schrauben, Bolzen, Muttern), Deckel, Kappen, Anschlüssen/Adaptern, Rosten. Zusätzlich ist ein Produktentwicklungskriterium ein sogenanntes „Rückwärtskompatibilitätselement“, um die Nachrüstung bestehender Produkte mit neuen Produktdesigns zu unterstützen.

[E5-5-36c] Produkte der NORMA Group im Bereich der Water Management sind grundsätzlich zu 100 % recycelbar aufgrund ihrer Materialzusammensetzung. In den meisten Fällen können die Originalprodukte in einem Schritt mechanisch auseinandergenommen werden, um das Recycling der einzelnen Kunststoffkomponenten sicherzustellen.

 

E5-1 Verpflichtungen im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft

[E2-1-14][E5-1-AR9]

Die NORMA Group verfügt über ein Umweltkonzept, um den positiven sowie negativen Auswirkungen ihrer Aktivitäten im Bereich Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft gerecht zu werden. Wesentliche Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft wurden nicht identifiziert. Das Konzept bezieht sich auf die eigene Geschäftstätigkeit der NORMA Group sowie die vorgelagerte Wertschöpfungsstufe, nicht jedoch auf die identifizierten Auswirkungen, Risiken und Chancen entlang der nachgelagerten Wertschöpfungsstufe. Das Umweltkonzept umfasst unter anderem die Grundsätze des Unternehmens im Hinblick auf das Abfallaufkommen als wesentlichen Indikator für den effizienten Umgang mit Rohstoffen. Die Reduzierung bzw. Vermeidung des Abfallaufkommens wird entsprechend den Umweltmanagementsystemen an jedem Produktionsstandort der NORMA Group gesteuert. Dabei berücksichtigt die NORMA Group nicht die Abfallhierarchie. Die Prinzipien für ihr Umweltmanagementsystem hat die NORMA Group in einer globalen Umweltrichtlinie festgehalten. Detaillierte Informationen zum übergreifenden Umweltkonzept der NORMA Group befinden sich im Kapitel E1-2 - VERPFLICHTUNGEN IM ZUSAMMENHANG MIT DEM KLIMASCHUTZ UND DER ANPASSUNG AN DEN KLIMAWANDEL. Die NORMA Group erhebt sowohl das Aufkommen gefährlicher Abfälle als auch das Aufkommen ungefährlicher Abfälle. Je nach Abfallart verwendet die NORMA Group unterschiedliche Arten der Wiederverwertung. Kunststoffabfälle werden, soweit dies nach Kunststoffart möglich und vom Aufwand her vertretbar ist, erneut dem Herstellungsprozess zugeführt. Ein bestimmter Teil der anfallenden Kunststoffabfälle wird dabei regranuliert.

Die NORMA Group verwendet bereits recycelte und biobasierte Kunststoffmaterialien. Beispielsweise durch den gezielten Einsatz wiederverwendbarer Verpackungen trägt die NORMA Group aktiv zur Reduzierung von Abfall bei. [E5-1-15a][E5-1-15b] Darüber hinaus ist das Umweltkonzept der NORMA Group derzeit noch nicht auf die Abkehr von der Nutzung von Primärstoffen bzw. zunehmende Nutzung sekundärer Ressourcen und auch nicht auf die nachhaltige Beschaffung und Nutzung erneuerbarer Ressourcen ausgerichtet.

 

E5-3 Ziele im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft

[E5-3-23] Die NORMA Group hat sich für das Geschäftsjahr 2024 Ziele im Zusammenhang mit der Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft gesetzt, um die identifizierten wesentlichen Auswirkungen zu mitigieren. [MDR-T-80a][MDR-T-80b][MDR-T-80d][MDR-T-80e] Ziel war es, den angefallen Metall- und Plastikabfall der NORMA Group innerhalb des Geschäftsjahres 2024 auf maximal 7,4 kg/TEUR Umsatz zu begrenzen. [MDR-T-80a][MDR-T-80c] Das Ziel war für das Geschäftsjahr 2024 für alle Produktionsstätten der NORMA Group gültig. [E5-3-24] Das Ziel fokussiert sich damit auf Teile der Ressourcenabflüsse – Metall- und Plastikabfall – und zielt damit auf die Abfallwirtschaft ab. Ein Commitment im Umweltkonzept der NORMA Group ist der effiziente Umgang mit Rohstoffen und die Reduzierung des Abfallaufkommens. Das festgelegte Ziel, das über den Indikator des Abfallaufkommens für die beiden Abfallarten gemessen wird, konkretisiert diesen Grundsatz. [MDR-T-80f] Hintergrund der Zielsetzung war es, eine stetige Reduzierung des Abfallaufkommens auf Grundlage des vergangenen Abfallaufkommens zu gewährleisten. [MDR-T-80g] Das Ziel beruht nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen. [MDR-T-80h] Die NORMA Group hat keine Interessenträger in die Festlegung des Ziels einbezogen. [E5-3-25] Die festgelegten Ziele beziehen sich auf die Produktionsphase und sind freiwillig. [E5-3-26] Bei der Festlegung der Ziele wurden keine ökologischen Schwellenwerte sowie unternehmensspezifischen Aufteilungen berücksichtigt. [MDR-T-80j] Die NORMA Group überwacht das Ziel anhand festgelegter Kennzahlen. Weitere Informationen finden sich im Kapitel E5-5 RESSOURCENABFLÜSSE ABFÄLLE. Das Ziel wurde 2024 erreicht.

Für das Geschäftsjahr 2025 wurde das Ziel weiterentwickelt: 2025 soll das Metall-und Plastikabfallaufkommen maximal 7,15 kg/TEUR Umsatz betragen. Alle weiteren Angaben und Eigenschaften des Ziels entsprechen dem Ziel 2024.

 

E5-2 Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft

[E5-2-19][MDR-A-68a][MDR-A-68b][MDR-A-68c][MDR-A-68d][MDR-A-69] Um die gesetzten Ziele zu erreichen, hat die NORMA Group bislang noch keine spezifischen und gruppengesteuerten Maßnahmen und keine Bereitstellung von Abhilfemaßnahmen definiert. Die Prozesse und Maßnahmen laufen derzeit auf individueller Standortebene. Zur Förderung der positiven Auswirkungen befindet sich die NORMA Group aktuell im Aufbau entsprechender gruppenweiter Prozesse, um fundierte Maßnahmen zu entwickeln, zu implementieren und zu tracken.

Legende

Diese Inhalte sind Teil des nichtfinanziellen Konzernberichts und unterlagen einer gesonderten Prüfung mit begrenzter Sicherheit („limited assurance“).