Kennzahlen

 

Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Die hier dargestellte gesamtwirtschaftliche Perspektive, die die von der NORMA Group bearbeiteten vielfältigen Industriesegmente und regionalen Absatzmärkte berücksichtigt, stellt die Basis der Prognose und des Ausblicks der NORMA Group für das Geschäftsjahr 2025 dar.

 

Weltwirtschaft 2025: weiterhin verhalten und risikobehaftet, USA forcieren Protektionismus

Die globale Konjunktur dürfte 2025 weiterhin unter dem Druck von Krisenherden und großen Unsicherheiten stehen. Zu Jahresbeginn haben sich die Chancen für eine Entspannung im Nahen Osten zwar verbessert, jedoch können Rückschläge nicht ausgeschlossen werden. Zudem hält der Ukraine-Krieg weiter an. Daneben könnten neue Konfliktherde, unter anderem in Asien (Nordkorea, China/Taiwan) entstehen. Das größte ökonomische Risiko liegt in dem sich anbahnenden Handelskrieg. So hat die neu formierte US-Regierung die Einführung von Strafzöllen gegenüber Mexiko, Kanada und China angekündigt. Gegenreaktionen der betroffenen Länder sind zu erwarten und ebenso kann eine Ausweitung bzw. Eskalation des Konflikts nicht ausgeschlossen werden. Ein solcher Handelskrieg hätte derzeit nicht abschätzbare, negative Konsequenzen für die globale Konjunktur. Zudem ist das Potenzial für fiskalpolitische Impulse aufgrund der hohen Verschuldung zahlreicher Länder gering. Positiv dürften eine Entspannung bei den Verbraucherpreisen und eine fortgesetzte Lockerung der Geldpolitik, vor allem in Europa, wirken. Das würde nach Einschätzung des ifo Instituts in den Industrieländern die Konsumnachfrage und die Investitionen begünstigen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht im Januar-2025-Update davon aus, dass die Weltwirtschaft 2025 um 3,3 % wächst, also ähnlich moderat wie in den Jahren 2023 und 2024. Gegenüber der Herbst-Prognose (+3,2 %) ist dieser Ausblick damit etwas zuversichtlicher. Während die Industrieländer ihre Wirtschaftsleistung 2025 um 1,9 % steigern dürften, sollen die Entwicklungs- und Schwellenländer laut dem IWF mit einem Plus von 4,2 % expandieren.

Chinas expansive finanz- und geldpolitischen Maßnahmen sollten sich 2025 positiv auf das Wachstum auswirken. Die Inlandsnachfrage dürfte belastet durch die ungelöste Krise im Immobiliensektor dennoch verhalten bleiben, während die chinesische Konjunktur nach Ansicht des ifo Instituts auch 2025 durch lebhafte Exporte gestützt werden sollte. So wird erwartet, dass die Ausfuhren als Reaktion auf den Protektionismus der USA auf andere Märkte umgelenkt werden. Die Wirtschaft in Südostasien ist eng mit der Wertschöpfung in China verknüpft. Insbesondere die ASEAN-5-Länder könnten von Produktionsverlagerungen als Reaktion auf einen Handelskrieg zwischen den USA und China profitieren. Für 2025 rechnet der IWF daher in diesen Ländern mit einem lebhaften Wachstum von +4,6 %. Auch Indiens wirtschaftliche Expansion bleibt sehr dynamisch (+6,5 %).

Die USA haben den Wendepunkt der Hochkonjunktur nach Aussage des ifo Instituts noch nicht erreicht. Die angekündigte Wirtschaftspolitik der Trump-Regierung löst währenddessen große Unsicherheiten aus. Einerseits dürfte die Finanzpolitik 2025 expansiv geprägt bleiben. Die Einführung von massiven Strafzöllen auf Importe der wichtigsten Handelspartner sowie verschärfte Maßnahmen zur Eindämmung der Migration sollen jedoch laut dem Kieler IfW das Wachstum bremsen. Somit dürfte sich die Inflation 2025 nur langsam dem Ziel der Notenbank annähern, womit der Spielraum für weitere Zinssenkungen durch die US-Notenbank Fed geringer wird. Zusammengenommen dürfte die Entwicklung in den USA im Jahr 2025 im Aufschwung bleiben. Es zeichnet sich ein anhaltend robustes Wachstum (+2,7 %) ab.

In Europa ist mit der gegenwärtigen Konjunkturschwäche und angesichts einer weiteren Entspannung bei den Verbrauchpreisen zu erwarten, dass die Notenbanken ihre Geldpolitik 2025 lockern werden. Dadurch sollten sich Finanzierungsbedingungen zwar sukzessive verbessern, dennoch ist davon auszugehen, dass die Industriekonjunktur nur verlangsamt wieder an Fahrt aufnehmen wird. Ursächlich dafür ist das verhaltene Investitionsniveau, für das prognostiziert wird, dass dieses allmählich erst wieder anziehen wird. Daneben ist davon auszugehen, dass die Konjunktur durch zahlreiche Unsicherheiten – darunter die drohenden Handelskonflikte mit den USA und China sowie strukturelle Probleme der Industrie – belastet wird. Die Konjunkturdynamik in Europa dürfte 2025 somit trotz einer leichten Belebung moderat bleiben. Der IWF rechnet aktuell im Euroraum mit einem Wachstum von 1,0 %. Dabei ist zu erwarten, dass der deutschen Wirtschaft voraussichtlich auch im Jahr 2025 spürbare Impulse aus dem Ausland fehlen werden. Zwar soll die Binnenkonjunktur gestützt auf eine etwas höhere private Konsumnachfrage anziehen, dennoch wird antizipiert, dass die Investitionen unverändert rückständig bleiben – wenngleich nicht so ausgeprägt wie zuletzt im Jahr 2024. Belastungsfaktoren, die einer spürbaren Konjunkturbelebung in Deutschland entgegenstehen, sind neben den Strukturproblemen und drohenden Handelskonflikten auch internationale Krisen.

Die gesamtwirtschaftliche Perspektive stellt die Basis der Prognose und des Ausblicks der NORMA Group für das Geschäftsjahr 2025 dar.

       

Prognose für das BIP-Wachstum (real)1

T057

2024

2025e

2026e

3,2

3,3

3,3

2,8

2,7

2,1

5,0

4,6

4,5

0,7

1,0

1,4

-0,2

0,3

1,1

 

Das Umfeld für wichtige Kundenindustrien der NORMA Group bleibt herausfordernd

Unter den Prämissen, dass es zu keiner weiteren Eskalation in den Krisenherden oder zu einem Ausbruch von weiteren geopolitischen Konflikten kommt, die Lieferketten nicht erneut gestört werden und dass die Notenbanken ihre Geldpolitik weiter lockern, ist davon auszugehen, dass sich 2025 die Perspektiven für wichtige Kundenindustrien der NORMA Group im Jahresverlauf sukzessive verbessern sollten. Allerdings bleibt das Umfeld angesichts der drohenden Handelskonflikte sehr herausfordernd und von einer ungewöhnlich hohen Volatilität geprägt.

 

Maschinenbau

Der langfristige Investitionsbedarf in den Industriestaaten wird von drei bedeutenden strukturellen Faktoren bestimmt. Diese sind Protektionismus, Dekarbonisierung und Digitalisierung. Bereits heute verändert sich die Weltwirtschaft durch das sogenannte Decoupling. Dabei werden, vereinfacht ausgedrückt, etablierte globale Partnerschaften zugunsten regionaler, kleinteiliger Lösungen aufgebrochen. Dadurch entstehen neue Allianzen. Die drohenden Handelskonflikte mit den USA könnten den Trend zum Aufbau neuer Wertschöpfungsketten in den einzelnen Wirtschaftsräumen oder Ländern 2025 deutlich verstärken. Das wiederum erfordert zyklusunabhängig strategische Investitionen. Außerdem ist das Ziel einer emissionsfreien Wirtschaft nur über eine tiefgreifende Transformation zu realisieren. Dafür muss substanziell in neue Produktionsprozesse und -technologien investiert werden. Schließlich treibt der Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) mit schnell wachsenden Anwendungsmöglichkeiten die Digitalisierung der Industrie und damit die Investitionen in moderne Maschinen und smarte Technologien voran. Somit sind die langfristigen Perspektiven für den Maschinenbau strukturell betrachtet vielversprechend.

Kurzfristig zeichnen sich mit der 2025 erneut nur verhaltenen Dynamik der Weltwirtschaft und den hohen geopolitischen Risiken lediglich geringe zyklische Impulse für die Industriekonjunktur und für eine spürbare Belebung der Investitionsbereitschaft ab. Außerdem sind die Kapazitäten vielfach sehr gering ausgelastet. Dennoch hellen sich die Perspektiven für den Maschinenbau allmählich wieder auf. Mit der Erwartung weiter moderater Zinssenkungen sollte sich das Finanzierungsumfeld 2025 tendenziell verbessern. Daher rechnet der Branchenverband VDMA mit einer leichten Branchenerholung. So soll der Weltmaschinenumsatz 2025 real um 1 % steigen. Dabei sollen die Schwellenländer China (+2 %) und Indien (+5 %) weiter wachsen. Auch in den USA (+1 %) verbessert sich das Branchenumfeld. In Europa ist vor allem in Großbritannien (+1 %) und der Schweiz (+3 %) von einer Belebung auszugehen. Dagegen zeichnet sich in Frankreich (+0 %), Italien (-1 %) und Deutschland (-2 %) noch kein Wachstum für 2025 ab. Vor diesem Hintergrund kehrt der Euroraum mit einem realen Umsatzminus von 1 % noch nicht auf den Expansionskurs zurück.

       

Maschinenbau: reale Veränderung des Branchenumsatzes

T058

2023

2024

2025e

-1,0

-6,0

-1,0

-3,0

-3,0

1,0

2,0

2,0

2,0

0,0

-2,0

1,0

 

Automobilindustrie

Kurzfristig sind die Aussichten für die Automobilindustrie zweigeteilt. Weiter sinkende Zinsen dürften sich im Jahresverlauf 2025 zwar positiv auswirken. Demgegenüber stellt die von den USA angekündigte Einführung von hohen Zöllen auf Importe von Pkw und Autoteilen aus Europa und China eine immense Belastung dar, die zu Turbulenzen und hohen Unsicherheiten führen könnte. Die Branchenexperten von S&P Global Mobility (S&P GM) haben für ihre Prognose unterstellt, dass die neuen Zolltarife ab Mitte 2025 wirksam werden und auf Dauer ausgelegt sind. Auf dieser Basis prognostiziert S&P GM, dass der globale Automobilabsatz 2025 nur moderat zulegt, und zwar um 1,7 % auf 89,6 Mio. LV (Light Vehicles bis 6 t). Die Analysten von Global Data (GD) sind etwas optimistischer (+3,2 % auf 91,4 Mio. LV). Bezogen auf die Produktion sind die Prognosen uneinheitlich, im Tenor jedoch vorwiegend zurückhaltend. Während GD für 2025 mit einem leichten Anstieg um 1,8 % rechnet, prognostiziert S&G GM, dass das Produktionsniveau leicht abnehmend (-0,4 %) bei 88,7 Mio. LV liegen wird. Dabei soll der Output in China, Japan und Südkorea sowie Mexiko stagnieren. Einer höheren Produktion in Indien (+3,8 %) und Brasilien (+3,4 %) stehen weitere Rückgänge in den USA (-3,0 %), Kanada (-8,1 %) und Westeuropa (-5,7 %) gegenüber. Ferner rechnet S&P GM damit, dass die Automobilherstellung in Großbritannien (-13,6 %), Spanien (-13,7 %) und Italien (-8,2 %) deutlich gekürzt wird. Für Frankreich wird nach dem jüngsten Einbruch eine Gegenbewegung eingepreist (+8,2 %). Dagegen soll die Automobilproduktion in Deutschland mit avisierten 4,11 Mio. Einheiten (-2,3 %) unter Druck bleiben. Anders als bei Personenfahrzeugen ist der kurzfristige Ausblick für den globalen Nutzfahrzeugmarkt (Nfz, Lkw + Busse) positiv. Für 2025 deutet sich eine Erholung an. Laut der Prognose von S&P GM steigt die Produktion weltweit um 9,5 % auf mehr als 3,7 Mio. Nfz.

Der massive Technologieumbruch, den die Automobilindustrie durchläuft, ist unumkehrbar. Auf dem Weg zu einem emissionsfreien Automobilsektor setzen sich gegenwärtig batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) und Plug-in-Hybride (PHEV) zulasten von Verbrennern (Benzin, Diesel) weiter durch. Andere alternative Antriebe, die auf Wasserstoff bzw. Brennstoffzellen basieren, sind im Volumenmarkt aktuell unbedeutend. Die erforderliche Transformation des Automobilmarktes geht mit einer hohen Komplexität und zugleich massiven Investitionserfordernissen einher. Diese betreffen zum einen die Antriebstechnologie und dabei im Besonderen die Verbesserung von Reichweite und Ladezyklen. Zum anderen sind Investitionen in eine gesicherte Rohstoffversorgung, die Batteriezellenproduktion, den Ausbau der Ladeinfrastruktur und die Ertüchtigung der Stromnetze erforderlich. Entsprechend lang ist der Zeithorizont dafür, sodass klassische Verbrenner zunächst eine hohe Relevanz im Weltmarkt behalten sollten. S&P GM erwartet, dass im Jahr 2025 weltweit 14,8 Mio. BEV (+30 %) und 6,8 Mio. PHEV (+24 %) vom Band laufen werden. Demnach steigt der addierte Weltmarktanteil dieser New Energy Vehicles (NEV) 2025 auf 24,2 %. Im Jahr 2030 soll ihr Anteil am globalen Produktionsvolumen bei Personenfahrzeugen 45,8 % erreichen, sodass Verbrenner dann noch gut die Hälfte aller produzierten Fahrzeuge ausmachen dürften.

       

Automobilindustrie: globale Entwicklung der Produktion

T059

2024

2025e

2026e

-1,7

-0,4

2,6

6,2

7,6

8,8

12,9

16,6

20,3

-5,0

9,5

5,9

 

Bauindustrie

Asiens Bauwirtschaft wird langfristig durch das schnelle Bevölkerungswachstum, die Urbanisierung und staatliche Investitionen in die Infrastruktur angetrieben. Zudem rücken Projekte gegen Klimafolgeschäden in den Fokus. In China bleiben die Perspektiven für den Wohnungsbau jedoch getrübt. Die Immobilienkrise schwelt weiter. Schwache Eckdaten zum Jahreswechsel signalisieren für 2025 noch keine Trendwende im Hochbau. So liegen die Neubaubeginne bezogen auf die Fläche für alle Gebäudearten um 23 % unter dem niedrigen Niveau des Vorjahres, dies gilt auch für den Bereich Wohnungen (-23 %). Büro- und andere Wirtschaftsgebäude sind ebenfalls ähnlich kräftig im Minus. Für die Bauwirtschaft in Malaysia und Singapur sollten mit der geplanten, gemeinsamen Sonderwirtschaftszone Johor Impulse für den Bau entstehen und Indien sollte angesichts der anhaltend guten Konjunkturperspektiven den stetigen Aufschwung im Bau 2025 mit 6 % bis 7 % fortsetzen.

Für die europäische Bauwirtschaft sieht das Branchennetzwerk Euroconstruct erste Anzeichen einer Erholung. Gründe sind die Stabilisierung des Immobilienmarkts in mehreren europäischen Ländern und eine höhere Vergabe von Hypothekendarlehen. So soll Europas Bauproduktion 2025 mit einem realen Plus von 0,6 % Tritt fassen (Westeuropa: +0,4 %; Osteuropa: +3,5 %) und sich 2026 weiter erholen. Allerdings wird erwartet, dass die Bauproduktion unter anderem in Frankreich und Italien auch 2025 sinkt. Für Deutschland ist die Prognose mit -1,0 % ebenfalls negativ. Auf Basis der sehr schlechten Auftragslage und einer geringen Zahl von 

Baugenehmigungen, die von Januar bis November 2024 nochmals um nahezu ein Fünftel geschrumpft ist, zeichnet sich auch für 2025 ein niedriges Neubauniveau bei Wohnungen ab. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) rechnet mit einem realen Rückgang des Wohnungsbauvolumens um 1,2 % (Neubau -1,8 %; Bestandsgebäude -0,9 %). Auch bei Nichtwohngebäuden wird für 2025 ein Rückgang gesehen. Das gesamte deutsche Bauvolumen soll nochmals um 0,8 % sinken. 2026 dürfte zwar eine Erholung im Wirtschafts- und Wohnungsbau einsetzen, dennoch sollen die Bautätigkeiten auf einem sehr niedrigen Niveau verbleiben. Das DIW antizipiert dabei für 2026 ein gegenüber dem letzten Boomjahr 2020 um ein Viertel niedrigeres Bauvolumen im Wohnungsbau.

       

Bauindustrie: Entwicklung der europäischen Bauproduktion

T060

2024

2025e

2026e

-2.4

0,4

1,6

-2.7

3,0

4,7

-2.4

0,6

1,8

In den USA lassen Eckdaten, unter anderem rückläufige Baugenehmigungen und Neubaubeginne am Jahresende 2024, für den privaten US-Wohnungsbau eine leichte Abkühlung für das Jahr 2025 erwarten. Laut FMI Insights werden der hohe Bedarf von ca. 1,5 Mio. Wohnungen und voraussichtlich weiter sinkende Zinsen zwar den Neubau von Einfamilienhäusern (+4 %) sowie Um- bzw. Ausbauaktivitäten (+5 %) stimulieren. Dagegen zeichnet sich ein massiver Einbruch beim Bau von Mehrfamilienhäusern (-13 %) ab. Auch für den gewerblichen Sektor, der Büro-, Einzelhandels- und Beherbergungsgebäude umfasst, wird ein Minus von 9 % erwartet. Demgegenüber fördern die USA substanziell Investitionen in den Bereichen Halbleiter, E-Fahrzeuge, grüne Energie und nachhaltige Produktionsprozesse, sodass Bauinvestitionen in Fabriken und Produktionsstätten stark profitieren sollten. Zudem wird erwartet, dass Bauaktivitäten in der Wasserversorgung (+9 %) 2025 im Aufwind bleiben. Bei den Ausgaben für Reparaturen und Renovierungen, die ein Haupttreiber des NDS-Geschäfts sind, wird für das Jahr 2025 eine Rückkehr zu einem moderaten Wachstum antizipiert. So rechnet der Harvard JCHS Lira Index hierbei mit einem Anstieg um 1,2 %. Die Experten von John Burns Real Estate Consulting (JBREC) sind etwas optimistischer und erwarten, dass der Markt für Reparaturen und Renovierungen 2025 um etwa 4 % wachsen wird.

 

Rechtliche und regulatorische Einflussfaktoren

Im Rahmen der internationalen Ausrichtung des Geschäfts und vor dem Hintergrund ihrer Akquisitionsstrategie ist die NORMA Group zur Einhaltung verschiedener rechtlicher und steuerlicher Regelungen verpflichtet. Dabei spielen Produktsicherheits- und Produkthaftungsgesetze, bau-, umwelt- und beschäftigungsrechtliche Auflagen sowie das Außenhandels- und Patentrecht eine Rolle. RISIKO- UND CHANCENBERICHT

Die Produktstrategie der NORMA Group wird durch die wachsende Regulierungsdichte im Umweltrecht in wesentlichen Industrien beeinflusst. Dabei sieht die NORMA Group vielfältige Chancen, um einerseits von gegenwärtigen globalen Megatrends und andererseits den regulatorischen Entwicklungen profitieren zu können. Hierzu zählt unter anderem der Bereich des Klimaschutzes bzw. der Dekarbonisierung. Damit zusammenhängend sind Entwicklungen im Bereich der Energiewende und das Anwendungsfeld der alternativen Energiegewinnung und -speicherung zu betrachten. Letztere werden seit 2024 unter anderem verstärkt in der strategischen Geschäftseinheit Industry Applications adressiert. Neben der Anwendung neuer, kundenindividueller Ansätze schöpft der Bereich dabei auch aus der über Jahre bestehenden Ingenieurentwicklungserfahrung aus dem direkten OEM-Geschäft von Mobility & New Energy. Im Sinne der Synergien konzentriert sich der Konzern hier insbesondere darauf, für relevante Marktsegmente adaptierte Produktanwendungen, basierend auf den im Markt bereits etablierten Produkten, aber auch Ansatzpunkte für das Direktgeschäft zu identifizieren.

Auch im Bereich Water Management haben verschiedene Regulierungsinitiativen sowie staatliche Maßnahmen – nicht zuletzt auch aufgrund des fortschreitenden Klimawandels –, die darauf abzielen, die Versorgung der Bevölkerung mit Wasser zu verbessern, für die NORMA Group aufgrund des über die Jahre gewachsenen Geschäfts an Einfluss gewonnen. Die NORMA Group sieht für das globale Water-Management-Geschäft unverändert weitere Chancen durch den gebotenen verantwortungsbewussten Umgang mit der wichtigen Ressource Wasser und der damit verbundenen steigenden Nachfrage nach entsprechenden Produktlösungen. Diese sollen dazu dienen, Kunden bei der Erfüllung der sich stetig verschärfenden regulatorischen Anforderungen zu unterstützen.

Daneben ist auch der Strukturwandel in der Automobilindustrie, durch den emissionsärmere Antriebstechnologien in den Fokus rücken, unverändert ein wichtiger Treiber für den Absatz der NORMA Group – und im Besonderen bei Mobility & New Energy. Dabei begünstigen sowohl neue Emissionsvorschriften und Flottenregelungen das Geschäft der NORMA Group als auch der starke Trend in Richtung alternativer Antriebsmodelle. So stellt vor allem die zunehmende Elektrifizierung der Automobilindustrie die Erstausrüster (OEM) vor neue Herausforderungen. Dies eröffnet neue Chancen und Geschäftsfelder für die NORMA Group, insbesondere im Bereich des Thermomanagements. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG Mit steigender Komplexität der Fahrzeugsysteme – beispielsweise durch Downsizing oder in Hybridfahrzeugen – erhöht sich auch die Anzahl von Schnittstellen und damit die Nachfrage nach zuverlässiger Verbindungstechnologie.

Legende

Diese Inhalte sind Teil des nichtfinanziellen Konzernberichts und unterlagen einer gesonderten Prüfung mit begrenzter Sicherheit („limited assurance“).