Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage
Gesamtaussage des Vorstands zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage
Die globale Wirtschaft zeigte im Geschäftsjahr 2024 eine verhaltene und regional sehr uneinheitliche Entwicklung. In Europa und insbesondere in Deutschland trübten sich die Konjunktur und die wirtschaftlichen Perspektiven im Verlauf des Geschäftsjahrs 2024 zunehmend ein und auch in China kam es zu keiner signifikanten Konjunkturbelebung, trotz staatlicher Maßnahmen. In den USA hingegen wuchs die Wirtschaft auch im aktuellen Berichtsjahr weiter. Insgesamt setzte sich der Rückgang der weltweiten Industrieproduktion fort, mit teils deutlichen Rücksetzern im europäischen Maschinenbau, dem Automobilsektor und einer weiterhin schwachen Bauwirtschaft. Unverändert hielten die Belastungen durch den Ukraine-Krieg und die Auseinandersetzungen im Nahen Osten an. Auch politisch war 2024 ein instabiles Jahr. Einen positiven Einfluss im Geschäftsjahr 2024 hatten demgegenüber das niedrigere Energiepreisniveau und die entlastenden Zinsschritte der Notenbanken ab der zweiten Jahreshälfte.
In diesem Umfeld erreichte der Konzernumsatz der NORMA Group im Geschäftsjahr 2024 einen Wert von EUR 1.155,1 Mio. und blieb damit um 5,5 % hinter dem Vorjahr (2023: EUR 1.222,8 Mio.) zurück. Vor Währungseffekten (-0,3 %) sowie Akquisitionseffekten (+0,2 %) betrug der Rückgang 5,5 %. Dieser ist auf eine Abnahme des Volumens zurückzuführen. Ausgelöst wurde der Umsatzrückgang vorrangig aufgrund der seit dem 2. Quartal 2024 sichtbar gewordenen Abschwächung der Nachfrage in wesentlichen Absatzmärkten der NORMA Group. Davon betroffen war dabei vor allem die globale Automobilindustrie, die durch ein stark volatiles Kundenabrufverhalten gekennzeichnet war. So verzeichnete das Volumengeschäft in der strategischen Geschäftseinheit Mobility & New Energy in allen drei Regionen deutlich geringere Umsätze gegenüber dem Vorjahr. Besonders stark wurde dies im 4. Quartal 2024 sichtbar. Auch im Bereich Industry Applications lagen die Erlöse im abgelaufenen Geschäftsjahr getrieben von einem weiterhin schwierigen Marktumfeld in den drei Regionen ebenfalls unter dem entsprechenden Wert des Vorjahreszeitraums. Demgegenüber konnte ein unverändert stabiles Water-Management-Geschäft den Umsatzrückgang bei Mobility & New Energy sowie Industry Applications zum Teil kompensieren.
Das bereinigte operative Ergebnis – das bereinigte EBIT – unterschritt mit EUR 92,3 Mio. den Wert des Vorjahres um 5,3 % (2023: EUR 97,5 Mio.). Die bereinigte EBIT-Marge entsprach mit 8,0 % exakt dem Vorjahreswert (2023: 8,0 %). Trotz des Umsatzrückgangs erzielte die NORMA Group im Geschäftsjahr 2024 damit eine stabile Profitabilität. Während das bereinigte EBIT im Geschäftsjahr 2024 durch die gegenüber dem Vorjahr inflationsbedingt höheren Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer belastet wurde, wirkten einerseits die höhere bereinigte Bruttomarge sowie andererseits Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz im Bereich Supply-Chain-Management positiv auf die Entwicklung. Diese resultieren in deutlich gesunkenen Frachtkosten, insbesondere bei den Sonderfrachten.
Der operative Netto-Cashflow zeigte sich im Geschäftsjahr sehr stark mit EUR 105,4 Mio. und übertraf somit den Vorjahreswert (2023: EUR 87,3 Mio.) deutlich. Die gute Entwicklung war auf ein optimiertes (Trade) Working Capital, unter anderem aufgrund einer weiter verbesserten Vorratsbestandshaltung sowie eines guten Forderungsmanagements, sowie geringere Investitionen zurückzuführen.
Auf das Jahr 2025 blickt der Vorstand der NORMA Group aufgrund der zum Teil weiterhin vorherrschenden Herausforderungen im Geschäftsumfeld mit der gebotenen Vorsicht. Weitere Informationen zur erwarteten Entwicklung 2025 sind im PROGNOSEBERICHT dargelegt.
Sondereinflüsse
Das Management bereinigt das Geschäftsjahresergebnis zur operativen Steuerung des Konzerns um bestimmte Aufwendungen und Erträge im Zusammenhang mit realisierten M&A Transaktionen. Die Bereinigungen erfolgen dabei nach dem Management-Approach in der Segmentberichterstattung. Die im Folgenden dargestellten bereinigten Ergebnisse entsprechen daher der Managementsicht.
Im Geschäftsjahr 2024 wurden innerhalb des EBITDA (Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände) Bereinigungen für akquisitionsbezogene Aufwendungen in Höhe von EUR 0,4 Mio. (2023: EUR 0,2 Mio.) vorgenommen. Diese betrafen Akquisitions- und Integrationskosten in Verbindung mit der am 29. Februar 2024 erfolgten Übernahme der Gesellschaft Teco Srl. Innerhalb des EBITA erfolgten im Geschäftsjahr 2024 zudem Abschreibungen auf Sachanlagen aus Kaufpreisallokationen in Höhe von EUR 0,8 Mio. (2023: EUR 1,0 Mio.). Zusätzlich wurden innerhalb des EBIT Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokationen in Höhe von EUR 33,8 Mio. (2023: EUR 20,3 Mio.) bereinigt. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultiert aus einer außerplanmäßigen Abschreibung aus der vorgenommenen Wertminderung bei einer indischen Tochtergesellschaft. KONZERNANHANG
Sich aus den Bereinigungen ergebende fiktive Ertragsteuern werden mit den Steuersätzen der jeweiligen betroffenen lokalen Gesellschaften berechnet und im bereinigten Ergebnis nach Steuern berücksichtigt.
Tabelle T021 zeigt die im Geschäftsjahr 2024 bereinigten Werte. Nähere Informationen zu den unbereinigten Werten sind in den Angaben zum KONZERNANHANG zu finden.
Sondereffekte1 |
T021 |
|||
---|---|---|---|---|
2024 bereinigt |
Bereinigungen |
2024 berichtet |
||
Konzernumsatzerlöse |
EUR Mio. |
1.155,1 |
– |
1.155,1 |
EBITDA |
EUR Mio. |
153,5 |
0,4 |
153,1 |
EBITDA-Marge |
% |
13,3 |
– |
13,3 |
EBITA |
EUR Mio. |
96,3 |
1,2 |
95,1 |
EBITA-Marge |
% |
8,3 |
– |
8,2 |
EBIT |
EUR Mio. |
92,3 |
35,0 |
57,3 |
EBIT-Marge |
% |
8,0 |
– |
5,0 |
Finanzergebnis |
EUR Mio. |
-23,3 |
– |
-23,3 |
Periodenergebnis |
EUR Mio. |
40,9 |
26,1 |
14,8 |
Ergebnis je Aktie |
EUR |
1,28 |
0,82 |
0,46 |
1_Abweichungen bei Nachkommastellen können aufgrund von kaufmännischen Rundungen auftreten. |
Ertragslage
Umsatzentwicklung
Konzernumsatz
Die Konzernumsatzerlöse der NORMA Group summierten sich im Geschäftsjahr 2024 auf EUR 1.155,1 Mio. und unterschritten damit das Vorjahr (2023: EUR 1.222,8 Mio.) um 5,5 %. Darin enthalten sind negative Währungseffekte (-0,3 %) – im Wesentlichen in Zusammenhang mit dem Brasilianischen Real und dem Chinesischen Renminbi – sowie positive Akquisitionseffekte (+0,2 %). Der Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr ist nahezu vollständig auf eine Abnahme des Volumens zurückzuführen. Positive Preiseffekte, vor allem in den Regionen Amerika und Asien-Pazifik, konnten die rückläufigen Erlöse nur leicht kompensieren.
Die Entwicklung des Volumens im aktuellen Berichtszeitraum war im Wesentlichen durch eine insgesamt volatile und zugleich abgeschwächte Kundennachfrage in wesentlichen Industrien belastet. Dazu zählte im Besonderen das Automobilkundengeschäft. Auch das Industriekundengeschäft litt unter den anhaltend schwierigen Marktbedingungen. Beides traf vor allem auf die Regionen EMEA und Asien-Pazifik zu, wodurch die Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr 2024 dort jeweils ein deutliches Minus zeigte. Dagegen waren die Umsätze in der Region Amerika nahezu unverändert zum Vorjahr, da ein anhaltend stabiles Volumen im Wassergeschäft geringere Erlöse bei Mobility & New Energy sowie Industry Applications nahezu vollständig ausgleichen konnte.

Industry Applications: Umsatzentwicklung 2024 umfeldgetrieben verhalten
Die Umsätze im Bereich Industry Applications (bis Ende 2023 eine Kundenindustrie innerhalb des ehemaligen Vertriebswegs SJT – Standardized Joining Technology) beliefen sich im Geschäftsjahr 2024 auf EUR 206,6 Mio. und unterschritten damit den Vorjahreswert (2023: EUR 220,7 Mio.) um insgesamt 6,4 %. Vor Währungseffekten (-0,2 %) betrug der Rückgang 2024 -6,2 %. Der darin aufgrund einer marktbedingten schwachen Nachfrage enthaltene Volumenrückgang konnte durch Pricing-Initiativen zum Teil kompensiert werden.
Water Management: stabiles Umsatzwachstum im Geschäftsjahr 2024
Im Geschäftsjahr 2024 erreichten die Umsatzerlöse im Bereich Water Management (bis Ende 2023 eine Kundenindustrie innerhalb des ehemaligen Vertriebswegs SJT – Standardized Joining Technology) einen Wert in Höhe von EUR 299,1 Mio. Dies entspricht einem Anstieg um insgesamt 3,5 % gegenüber dem Vorjahr (2023: EUR 288,9 Mio.), der vorwiegend durch eine gute Entwicklung des Volumens begründet wurde. Daneben wirkten auch die Umsätze aus den zum 29. Februar 2024 erworbenen und seitdem in den Konsolidierungskreis einbezogenen Teco-Aktivitäten (+0,9 %) erhöhend auf die Erlösentwicklung. Negative Währungseffekte schmälerten die Umsatzentwicklung dagegen nur geringfügig (-0,1 %). Ohne Berücksichtigung der genannten Währungs- und Akquisitionseffekte betrug das Wachstum im Geschäftsjahr 2024 2,8 %. Dabei ist festzuhalten, dass das Umsatzpotenzial des Wassergeschäfts in den USA durch das Aufkommen eines Extremwettereignisses in der zweiten Jahreshälfte beeinflusst war, das sich in einer zeitweise gedämpften Kundennachfrage widerspiegelte.
Mobility & New Energy: Erlöse im Geschäftsjahr 2024 unterschreiten Vorjahresniveau
Der Bereich Mobility & New Energy (bis Ende 2023 der ehemalige Vertriebsweg EJT – Engineered Joining Technology) verzeichnete im Geschäftsjahr 2024 Umsatzerlöse in Höhe von EUR 649,4 Mio. Dies entspricht einem Rückgang um 8,9 % gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum (2023: EUR 713,1 Mio.5). Zurückzuführen ist diese Entwicklung auf eine anhaltend schwache Nachfrage aufgrund geringerer Produktionszahlen bei Light und Heavy Vehicles. Dies resultierte zudem in einem teilweise nicht vorhersehbaren und in wesentlichen Regionen stark volatilen Bestellverhalten der Automobilindustriekunden. Dieser Effekt wurde in der zweiten Jahreshälfte des abgelaufenen Geschäftsjahres vor allem in den Regionen EMEA und Asien-Pazifik sichtbar. Auch die Geschäftsentwicklung in der Region Amerika ist 2024 durch die genannten Schwankungen belastet gewesen, wenngleich der Umsatzrückgang bei Letzterer geringer ausfiel. Zusammengenommen führte dies in den ersten neun Monaten 2024 zu deutlichen Veränderungen im Geschäftsvolumen. Negative Währungseffekte (-0,4 %) schmälerten die Umsätze bei Mobility & New Energy zusätzlich. Bereinigt um die genannten Effekte betrug der Rückgang -8,6 %.
Effekte auf den Konzernumsatz1 |
T022 |
|
---|---|---|
EUR Mio. |
Anteil in % |
|
Konzernumsatzerlöse 2023 |
1.222,8 |
|
Volumen-Preis-Mix |
-66,8 |
-5,5 |
Akquisitionseffekte |
2,5 |
0,2 |
Währungseffekte |
-3,4 |
-0,3 |
Konzernumsatzerlöse 2024 |
1.155,1 |
-5,5 |
1_Abweichungen bei Nachkommastellen können aufgrund von kaufmännischen Rundungen auftreten. |
5 Seit dem Geschäftsjahr 2024 berichtet die NORMA Group die Umsatzerlöse nach den Geschäftsbereichen Industry Applications (IA), Mobility & New Energy (MNE) sowie Water Management (WM). Bis zum Geschäftsjahr 2023 wurden die Umsatzerlöse nach den Vertriebswegen Engineered Joining Technology (EJT) und Standardized Joining Technology (SJT) berichtet. MNE entspricht im Wesentlichen dem im Vorjahr berichteten Vertriebsweg EJT. Vor diesem Hintergrund ergeben sich leichte Abweichungen gegenüber dem im Geschäftsbericht 2023 veröffentlichten Wert von EUR 709,6 Mio. der dem Umsatzwert des ehemaligen Vertriebswegs EJT entspricht.
Umsatzentwicklung in wesentlichen Kundenindustrien |
T023 |
|||||
---|---|---|---|---|---|---|
Industry Applications (IA)1 |
Water Management (WM)1 |
Mobility & New Energy (MNE)2 |
||||
2024 |
2023 |
2024 |
2023 |
2024 |
2023 |
|
Konzernumsatzerlöse (in EUR Mio.) |
206,6 |
220,7 |
299,1 |
288,9 |
649,4 |
713,1 |
Veränderung (in %) |
-6,4 |
3,5 |
-8,9 |
|||
Umsatzanteil (in %) |
18 |
18 |
26 |
24 |
56 |
58 |
1_Vormals Vertriebsweg Standardized Joining Technology (SJT). 2_Vormals Vertriebsweg Engineered Joining Technology (EJT); MNE entspricht im Wesentlichen dem im Vorjahr berichteten Vertriebsweg EJT. Vor diesem Hintergrund ergeben sich leichte Abweichungen gegenüber dem im Geschäftsbericht 2023 veröffentlichten Wert von EUR 709,6 Mio. der dem Umsatzwert des ehemaligen Vertriebswegs EJT entspricht. |
Ergebnisentwicklung
(Bereinigtes) EBIT und bereinigter ROCE
Das operative Ergebnis (Ergebnis vor Zinsen und Steuern, EBIT) belief sich im Geschäftsjahr 2024 auf EUR 57,3 Mio. und lag damit deutlich unter dem Wert des Vorjahres (2023: EUR 76,1 Mio.). Die EBIT-Marge betrug 5,0 % (2023: 6,2 %).
Das um Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen und akquisitionsbezogene Aufwendungen bereinigte EBIT verringerte sich im aktuellen Berichtsjahr um 5,3 % auf EUR 92,3 Mio. nach EUR 97,5 Mio. im Vorjahreszeitraum. Die bereinigte EBIT-Marge entsprach mit 8,0 % dem Vorjahresniveau (2023: 8,0 %).
Das bereinigte EBIT wurde im Geschäftsjahr 2024 vor allem durch die gegenüber dem Vorjahr inflationsbedingt höheren Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer belastet. Dagegen wirkten einerseits die im Vergleich zum Vorjahr höhere bereinigte Bruttomarge sowie andererseits die deutlich gesunkenen Frachtkosten, insbesondere bei den Sonderfrachten, erhöhend auf das bereinigte EBIT.
Die Rendite des eingesetzten Kapitals (bereinigter ROCE) – als Verhältnis des bereinigten EBIT zum durchschnittlich eingesetzten Kapital – sank im Berichtsjahr auf 8,8 % (2023: 9,3 %). Der Rückgang des ROCE gegenüber dem Vorjahr war im Wesentlichen durch das geringere bereinigte EBIT bedingt.
Return on Capital Employed (ROCE) |
T024 |
||
---|---|---|---|
2024 |
2023 |
||
Bereinigtes EBIT |
EUR Mio. |
92,3 |
97,5 |
Durchschnittlich investiertes Kapital1 |
EUR Mio. |
1.044,7 |
1.047,0 |
ROCE |
% |
8,8 |
9,3 |
1_Durchschnitt aus investiertem Kapital zum Jahresbeginn (1. Jan.) und investiertem Kapital zum Jahresende (31. Dez). |
Wesentliche Einflussfaktoren auf die Ergebnisentwicklung
Materialeinsatzquote und Bruttomarge
Im Geschäftsjahr 2024 konnte die global aufgestellte Einkaufsorganisation der NORMA Group bei wichtigen Rohstoffen und Materialien zum Teil wesentliche Kostenreduzierungen erzielen. So waren im Besonderen Kosten für einzelne Rohstoffe sowie Energie wieder rückläufig EINKAUF UND LIEFERANTENMANAGEMENT
Vor diesem Hintergrund sank der Materialaufwand im aktuellen Berichtsjahr um 9,0 % auf EUR 500,0 Mio. (2023: EUR 549,6 Mio.). Die Materialkostenquote (Materialaufwand im Verhältnis zum Umsatz) belief sich im Geschäftsjahr 2024 auf 43,3 % und erreichte damit eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (2023: 45,0 %). Die Materialkostenquote bezogen auf die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderungen und der anderen aktivierten Eigenleistungen) lag mit 42,8 % ebenfalls niedriger als im Geschäftsjahr 2023 (45,1 %). Der im Geschäftsjahr 2024 erfolgte Aufbau der Vorräte an fertigen und unfertigen Erzeugnissen in Höhe von EUR 6,2 Mio. (2023: Bestandsabbau um EUR 8,2 Mio.) hatte dabei einen belastenden Einfluss auf die Materialeinsatzquote.
Der Bruttogewinn im Geschäftsjahr 2024 erreichte EUR 668,2 Mio. und entsprach damit nahezu dem Vorjahreswert (2023: EUR 668,0 Mio.). Die Bruttomarge betrug 57,8 % und verbesserte sich damit um 3,2 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr (2023: 54,6 %). Zurückzuführen ist diese Entwicklung vor allem auf den im abgelaufenen Geschäftsjahr überproportional zum Umsatz gesunkenen Materialaufwand. Auch der Aufbau des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen in Höhe von EUR 6,2 Mio. (2023: Bestandsabbbau in Höhe von EUR 8,2 Mio.) ließ die Bruttomarge steigen.
Personalkostenquote
Die Personalaufwendungen lagen im Geschäftsjahr 2024 bei EUR 337,9 Mio., woraus sich eine Zunahme gegenüber dem Vorjahr (2023: EUR 321,8 Mio.) um 5,0 % ergibt. Ursächlich für diese Entwicklung ist vor allem ein im Vergleich zum Vorjahr höheres Lohnniveau aufgrund inflationsbedingter Anpassungen. Temporäre Ineffizienzen in der Region EMEA belasteten aufgrund höherer Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zusätzlich. Damit verzeichnete die Personalkostenquote im aktuellen Berichtsjahr einen deutlichen Anstieg auf 29,3 % nach 26,3 % im Geschäftsjahr 2023.
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen
Der Saldo aus den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen erreichte im Geschäftsjahr 2024 einen Wert von EUR -176,7 Mio. (2023: EUR -192,0 Mio.). Dies entspricht einer Verbesserung um 7,9 % gegenüber dem Vorjahr. Im Verhältnis zum Umsatz betrug der Saldo aus den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen 15,3 % (2023: 15,7 %).
Während innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen die Kosten für Frachten (2024: EUR -29,3 Mio.; 2023: EUR -39,3 Mio.) – und im Besonderen im Bereich der Sonderfrachten – sowie die Aufwendungen für Zeitarbeitskräfte und sonstige personalbezogene Aufwendungen (2024: EUR -47,4 Mio.; 2023: EUR -54,7 Mio.) und Währungsverluste aus der betrieblichen Tätigkeit (2024: EUR -6,6 Mio.; 2023: EUR -9,7 Mio.) signifikant gesenkt werden konnten, erfuhren die Aufwendungen für IT und Telekommunikation (2024: EUR -28,7 Mio.; 2023: EUR -25,2 Mio.) unter anderem aufgrund zusätzlicher Investitionen in den Bereich der IT-Security und die weitere Umsetzung des Roll-out eines ERP-Systems, im Wesentlichen an einem Standort in Deutschland, einen leichten Anstieg. Des Weiteren enthalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen Kosten für Marketing und Beratung als einen wesentlichen Posten (2024: EUR -19,1 Mio.; 2023: EUR -21,2 Mio.). KONZERNANHANG
Die sonstigen betrieblichen Erträge im Geschäftsjahr 2024 beinhalten vor allem Währungsgewinne aus der betrieblichen Tätigkeit, die aus Währungsschwankungen im europäischen Raum resultierten. Zudem waren auch Erträge aus der Auflösung von Verbindlichkeiten und von nicht genutzten Rückstellungen enthalten. KONZERNANHANG
NORMA Value Added (NOVA)
Der NORMA Value Added (NOVA), der auch eine relevante Bezugsgröße für die langfristige Vergütung des Vorstands darstellt, betrug im Geschäftsjahr 2024 EUR -38,8 Mio. und verbesserte sich damit gegenüber dem Vorjahreswert (2023: EUR -43,6 Mio.). Neben der im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunkenen bereinigten Steuerquote wirkten gesunkene Kapitalkosten aufgrund einer Abnahme des durchschnittlichen gewichteten Kapitalkostensatzes (WACC) positiv.
Finanzergebnis
Das Finanzergebnis lag im Geschäftsjahr 2024 bei EUR -23,3 Mio. und verschlechterte sich damit leicht gegenüber dem Vorjahr (2023: EUR -22,7 Mio.). Im Wesentlichen wurde das Finanzergebnis durch den deutlich höheren Nettozinsaufwand im Vergleich zum Vorjahr belastet. Ursächlich dafür war ein spürbarer Anstieg der Zinsaufwendungen aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Zwar wurden mit den Zinssenkungsschritten der EZB im Jahr 2024 bereits erste positive Zinseffekte sichtbar, jedoch hatte die NORMA Group im 3. Quartal 2023 eine Refinanzierung mittels Begebung eines Schuldscheindarlehens mit Nachhaltigkeitskomponente in Höhe von EUR 120 Mio. durchgeführt. Diese war aufgrund des damals allgemein gestiegenen Marktzinsniveaus zu höheren Zinskonditionen umgesetzt worden, sodass sich dieser Effekt erhöhend auf den Nettozinsaufwand 2024 auswirkte. KONZERNANHANG
Ertragsteuern
Im Geschäftsjahr 2024 ergab sich auf Gruppenebene ein Steueraufwand in Höhe von EUR 19,2 Mio. (2023: Steueraufwand EUR 25,5 Mio.). Gemessen an einem Vorsteuerergebnis in Höhe von EUR 34,0 Mio. (2023: EUR 53,5 Mio.) resultiert daraus eine Steuerquote von 56,5 % (2023: 47,8 %). Der Anstieg der Steuerquote im Geschäftsjahr 2024 ist im Wesentlichen auf den Nichtansatz von aktiven latenten Steuern auf laufende Verluste sowie steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen zurückzuführen. KONZERNANHANG
Die bereinigte Steuerquote im Geschäftsjahr 2024 betrug 40,8 % (2023: 41,3 %).
Die Ursache für die anhaltend hohe (bereinigte) Steuerquote sind nicht angesetzte aktive latente Steuern auf Verluste sowie nicht anrechenbare Quellensteuern und nicht abzugsfähige Aufwendungen.
Periodenergebnis und Gewinnverwendung
Das Periodenergebnis lag im Geschäftsjahr 2024 bei EUR 14,8 Mio. und unterschritt damit den Wert des Vorjahreszeitraums (2023: EUR 27,9 Mio.). Basierend auf einer im Vergleich zum Vorjahr unveränderten Aktienanzahl von 31.862.400 Stück ergibt sich daraus nach Abzug des Periodenergebnisses für nicht beherrschende Anteile ein Ergebnis je Aktie in Höhe von EUR 0,46 (2023: EUR 0,87).
Das bereinigte Periodenergebnis betrug im Geschäftsjahr 2024 EUR 40,9 Mio. (2023: EUR 43,9 Mio.). Daraus ergibt sich nach Abzug des Periodenergebnisses für nicht beherrschende Anteile ein bereinigtes Ergebnis je Aktie in Höhe von EUR 1,28 (2023: EUR 1,37).
Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 13. Mai 2025 vorschlagen, aus dem handelsrechtlichen Bilanzgewinn der NORMA Group SE in Höhe von EUR 44,4 Mio. eine Dividende von insgesamt EUR 12,7 Mio. auszuschütten. Dies entspricht einer Dividende in Höhe von EUR 0,40 je dividendenberechtigte Stückaktie. Die vorgeschlagene Ausschüttungsquote beläuft sich auf 31,2 % des bereinigten Periodenergebnisses im Geschäftsjahr 2024 und liegt damit im Korridor von ca. 30 % bis 35 % gemäß der nachhaltigen Dividendenstrategie der NORMA Group.
Umsatz- und Ergebnisentwicklung in den Segmenten
EMEA
Die Außenumsatzerlöse in der Region EMEA verminderten sich im Geschäftsjahr 2024 um 7,3 % auf EUR 477,3 Mio. (2023: EUR 514,7 Mio.). Die seit dem 29. Februar 2024 in den Konsolidierungskreis einbezogenen Aktivitäten aus dem Teco-Geschäft trugen mit 0,5 % zur Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr 2024 bei. Bereinigt um diesen Effekt betrug der Umsatzrückgang, im Wesentlichen aufgrund eines rückläufigen Volumengeschäfts, 7,7 %.
Der rückläufige Umsatz in der Region EMEA ist auf eine insgesamt stark volatile Kundennachfrage, die vor allem durch kurzfristige sowie unvorhersehbare Verschiebungen im Bestellverhalten gekennzeichnet ist, und damit eine insgesamt schwache Entwicklung in der Automobilindustrie zurückzuführen. So fielen die Umsätze im Bereich Mobility & New Energy im Geschäftsjahr 2024 um 9,2 % auf EUR 354,8 Mio. (2023: EUR 390,6 Mio.6). Auch im Bereich Industry Applications unterschritt der Umsatz aufgrund des herausfordernden Marktumfelds das Volumen des Vorjahres. Die Erlöse lagen mit EUR 116,7 Mio. insgesamt 4,1 % unter dem Vorjahresniveau (2023: EUR 121,6 Mio.): Dagegen hat der Bereich Water Management im Geschäftsjahr 2024 getragen von Umsatzbeiträgen von Teco seine Umsatzerlöse mit EUR 5,8 Mio. mehr als verdoppelt (2023: EUR 2,5 Mio.).
Insgesamt nahm der Anteil der EMEA-Region am Gesamtumsatz im Geschäftsjahr 2024 dennoch auf rund 41 % leicht ab (2023: 42 %).
Das bereinigte EBIT in der Region EMEA lag im Geschäftsjahr 2024 bei EUR 20,9 Mio. (2023: EUR 24,3 Mio.). Die bereinigte EBIT-Marge betrug 4,1 % (2023: 4,4 %). Der Rückgang der Profitabilität ist auf höhere Personalkosten in Zusammenhang mit der ansteigenden Inflation zurückzuführen. Gleichzeitig wurden in der Region erfolgreiche Effizienzmaßnahmen umgesetzt und vor allem im Bereich Logistik und Frachten im Vergleich zum Vorjahr deutliche Kosteneinsparungen erzielt.
Amerika
In der Region Amerika betrugen die Außenumsätze im Berichtsjahr 2024 EUR 530,4 Mio. und unterschritten damit den Vorjahreswert (2023: EUR 534,5 Mio.) nur leicht um 0,8 %. Rückläufige Volumina (-1,0 %) und leicht negative Wechselkursauswirkungen (-0,3 %) konnten durch positive Preiseffekte von 0,5 % zum Teil ausgeglichen werden. Bereinigt um die hier dargelegten Effekte betrug der Rückgang 0,5 %.
6 Seit dem Geschäftsjahr 2024 berichtet die NORMA Group die Umsatzerlöse nach den Geschäftsbereichen Industry Applications (IA), Mobility & New Energy (MNE) sowie Water Management (WM). Bis zum Geschäftsjahr 2023 wurden die Umsatzerlöse nach den Vertriebswegen Engineered Joining Technology (EJT) und Standardized Joining Technology (SJT) berichtet. Die Kundenindustrie MNE entspricht im Wesentlichen dem im Vorjahr berichteten Vertriebsweg EJT. Vor diesem Hintergrund ergeben sich leichte Abweichungen gegenüber dem im Geschäftsbericht 2023 veröffentlichten Wert von EUR 388,1 Mio. der dem Umsatzwert des ehemaligen Vertriebswegs EJT in der Region EMEA entspricht.
Hinsichtlich der Entwicklung in relevanten Kundenindustrien ergab sich dabei ein heterogenes Bild: Das Water-Management-Geschäft der US-amerikanischen Tochtergesellschaft NDS legte, trotz verhaltener Tendenzen in Teilen der wesentlichen Absatzmärkte, gegenüber dem Vorjahr zu. Das Umsatzvolumen stieg um 3,3 % auf EUR 266,6 Mio. (2023: EUR 258,1 Mio.). Dagegen zeigten die beiden Bereiche Industry Applications und Mobility & New Energy in dem von allgemeiner Investitionszurückhaltung geprägten Umfeld eine gegenüber dem Vorjahr rückläufige Geschäftsentwicklung. Die Umsätze bei Industry Applications sanken um 4,7 % auf EUR 71,0 Mio. (2023: EUR 74,5 Mio.) Die Erlöse im Bereich Mobility & New Energy verminderten sich auf EUR 192,8 Mio. (2023: EUR 201,9 Mio.) Dies entspricht einem Rückgang um 4,5 %.
Der Umsatzanteil der Region Amerika an den Konzernerlösen stieg im Geschäftsjahr 2024 auf rund 46 % (2023: 44 %).
Das bereinigte EBIT in der Region Amerika lag trotz insgesamt leicht rückläufiger Erlöse mit EUR 68,3 Mio. über dem Vergleichswert des Vorjahres (2023: EUR 63,1 Mio.). Die bereinigte EBIT-Marge für die Region Amerika verbesserte sich dementsprechend ebenfalls. Sie erreichte einen Wert von 12,7 % (2023: 11,6 %). Entlastend wirkten hier unter anderem im Vergleich zum Vorjahr verringerte Frachtkosten, während Hochlaufkosten der Fertigung am Standort Lithia Springs die Profitabilität minderten.
Asien-Pazifik
Die Außenumsatzerlöse in der Region Asien-Pazifik blieben mit EUR 147,4 Mio. im Geschäftsjahr 2024 um 15,1 % hinter dem Vorjahreswert zurück (2023: EUR 173,6 Mio.) Darin enthalten sind leicht negative Translationseffekte (-1,1 %), Bereinigt um diesen Effekt betrug der Umsatzrückgang 13,9 %, im Wesentlichen aufgrund deutlich rückläufiger Geschäftsvolumina, während erfolgreiche Verkaufspreisanpassungen den Rückgang marginal abmilderten.
Wesentliche Ursache für den Umsatzrückgang war die ausbleibende Konjunkturdynamik im Kernmarkt China. Dies beeinträchtigte vor allem das Industriegeschäft und damit die beiden Bereiche Industry Applications und Mobility & New Energy. Im Besonderen wurde bedingt durch das schwierige Umfeld und aufgrund sich kurzfristig ändernder Markterwartungen ein stark volatiles Bestellverhalten der Kunden aus dem Automobilsektor sichtbar. Vor diesem Hintergrund erreichten die Erlöse im Bereich Mobility & New Energy im Geschäftsjahr 2024 ein Niveau in Höhe von EUR 101,9 Mio. Dies entspricht einem Minus von 15,6 % im Vergleich zum Vorjahr (2023: EUR 120,6 Mio.) Bei Industry Applications fiel der Umsatzrückgang mit einem Minus von 23,1 % noch deutlicher aus. Die Erlöse erreichten EUR 19,0 Mio. nach EUR 24,6 Mio. im Geschäftsjahr 2023. Im Bereich Water Management schrumpften die Erlöse zwar ebenfalls (2024: EUR 26,6 Mio.), jedoch fiel der Umsatzrückgang (-6,1 %) im Vergleich zum Vorjahr nicht ganz so stark aus (2023: EUR 28,3 Mio.).
Der Umsatzanteil der Region Asien-Pazifik an den Konzernerlösen im Geschäftsjahr 2024 reduzierte sich auf 13 %. (2023: 14 %).
Das bereinigte EBIT der Region Asien-Pazifik sank im Geschäftsjahr 2024 auf EUR 14,1 Mio. (2023: EUR 19,9 Mio.). Mit dem deutlich verringerten Umsatzniveau gab die bereinigte EBIT-Marge im Berichtsjahr auf 8,7 % nach (2023: 10,8 %). Während Inflexibilitäten in Zusammenhang mit der schwachen Umsatzentwicklung zu höheren Personalkosten führten, stützten umgesetzte Kostensparmaßnahmen und realisierte Effizienzerfolge die Marge.

Entwicklung der Segmente |
T025 |
|||||||||
---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
EMEA |
Amerika |
Asien-Pazifik |
||||||||
2024 |
2023 |
Δ in % |
2024 |
2023 |
Δ in % |
2024 |
2023 |
Δ in % |
||
Segmentumsatzerlöse insgesamt |
EUR Mio. |
505,6 |
546,6 |
-7,5 |
537,7 |
543,8 |
-1,1 |
161,7 |
185,1 |
-12,6 |
Außenumsatzerlöse |
EUR Mio. |
477,3 |
514,7 |
-7,3 |
530,4 |
534,5 |
-0,8 |
147,4 |
173,6 |
-15,1 |
Beitrag zum Konzernaußenumsatz |
% |
41 |
42 |
n / a |
46 |
44 |
n / a |
13 |
14 |
n / a |
Bereinigtes EBIT1 |
EUR Mio. |
20,9 |
24,3 |
-13,8 |
68,3 |
63,1 |
8,2 |
14,1 |
19,9 |
-29,5 |
Bereinigte EBIT-Marge1, 2 |
% |
4,1 |
4,4 |
n / a |
12,7 |
11,6 |
n / a |
8,7 |
10,8 |
n / a |
1_Bereinigt um Aufwendungen im Zusammenhang mit Akquisitionen SONDEREINFLÜSSE; Abweichungen bei Nachkommastellen können aufgrund von kaufmännischen Rundungen auftreten. 2_Bezogen auf die Segmentumsatzerlöse. |
Vermögenslage
Aktiva
Bilanzsumme
Die Bilanzsumme betrug zum 31. Dezember 2024 EUR 1.436,6 Mio. und hat sich damit um 3,8 % gegenüber dem Vorjahr (31. Dez. 2023: EUR 1.493,3 Mio.) verringert.

Langfristige Vermögenswerte
Die langfristigen Vermögenswerte beliefen sich zum 31. Dezember 2024 auf EUR 900,7 Mio. Im Vergleich zum Vorjahresstichtag (31. Dez. 2023: EUR 890,9 Mio.) entspricht dies einem Anstieg um 1,1 %. Die darin enthaltenen Geschäfts- oder Firmenwerte stiegen bedingt durch Zugänge in Zusammenhang mit der Teco-Akquisition sowie positive Währungseffekte aus dem USD um 4,0 % auf EUR 410,4 Mio. (31. Dez. 2023: EUR 394,8 Mio.). Demgegenüber reduzierten sich die sonstigen immateriellen Vermögenswerte um 11,0 % auf EUR 150,5 Mio. (31. Dez. 2023: EUR 169,0 Mio.). Primäre Ursache für die Veränderung gegenüber dem Vorjahr war neben planmäßigen Abschreibungen im Geschäftsjahr 2024 eine zusätzliche außerplanmäßige Wertminderung in Höhe von EUR 13,6 Mio. Demgegenüber stiegen die Sachanlagen um 3,5 % auf EUR 319,0 Mio. (31. Dez. 2023: EUR 308,4 Mio.). Im Geschäftsjahr 2024 wurden insgesamt EUR 53,4 Mio. (2023: EUR 61,3 Mio.) in das Anlagevermögen (Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Leasing) investiert. Damit ergab sich aus der Investitionstätigkeit der NORMA Group im Geschäftsjahr 2024 eine Investitionsquote in Höhe von 4,6 % (2023: 5,0 %). Die Investitionen betrafen im Wesentlichen die Standorte in den USA, Tschechien, Serbien, China, Großbritannien und Deutschland. PRODUKTION UND LOGISTIK.
Der Anteil der langfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme belief sich zum Bilanzstichtag 2024 auf 62,7 % (31. Dez. 2023: 59,7 %). KONZERNANHANG
Kurzfristige Vermögenswerte
Die kurzfristigen Vermögenswerte betrugen zum 31. Dezember 2024 EUR 535,9 Mio. und lagen damit um 11,0 % unter dem Niveau des Vorjahresstichtags (31. Dez. 2023: EUR 602,4 Mio.). Der Rückgang resultierte im Wesentlichen aus einer Reduzierung (-23,0 %) der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Sie beliefen sich zum Stichtag 31. Dezember 2024 auf EUR 127,1 Mio. (31. Dez. 2023: EUR 165,2 Mio.). Ursache dafür war die im Geschäftsjahr 2024 erfolgte Sondertilgung von Bank-Kreditlinien in Höhe von EUR 48,1 Mio. Daneben war entsprechend der Geschäftsentwicklung eine deutliche Minderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Weiter wirkte hierbei auch eine Verringerung überfälliger Forderungen reduzierend. Vor diesem Hintergrund lagen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen zum Stichtag 31. Dezember 2024 bei EUR 159,4 Mio. Dies entspricht einem Rückgang um 13,6 % gegenüber dem Vorjahreswert (31. Dez. 2023: EUR 184,5 Mio.).
Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme ist mit 37,3 % im Vergleich zum Vorjahresstichtag (31. Dez. 2023: 40,3 %) leicht gesunken.
(Trade) Working Capital
Das (Trade) Working Capital (Vorräte plus Forderungen minus Verbindlichkeiten, jeweils im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen) erreichte zum 31. Dezember 2024 einen Wert von EUR 236,5 Mio. und wuchs damit um 2,4 %) gegenüber dem Stichtag des Vorjahres (31. Dez. 2023: EUR 230,9 Mio.). Die Trade-Working-Capital-Quote (Trade Working Capital im Verhältnis zum Umsatz) lag zum 31. Dezember 2024 bei 20,5 % (31. Dez. 2023: 18,9 %).
Passiva
Eigenkapitalquote
Das Konzerneigenkapital der NORMA Group belief sich zum 31. Dezember 2024 auf EUR 721,4 Mio. und ist damit gegenüber dem Vorjahr (31. Dez. 2023: EUR 693,4 Mio.) um 4,0 % gestiegen. Die Konzerneigenkapitalquote erreichte zum Bilanzstichtag des Geschäftsjahres 2024 einen Wert von 50,2 % (31. Dez. 2023: 46,4 %). Während die im Jahr 2024 geflossene Dividendenzahlung in Höhe von insgesamt EUR 14,3 Mio. (2023: EUR 17,5 Mio.) das Eigenkapital schmälerte, wirkten Währungseffekte aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe – insbesondere in Zusammenhang mit dem US-Dollar – sowie das Periodenergebnis in Höhe von EUR 14,8 Mio. erhöhend auf das Eigenkapital.
Nettoverschuldung
Die Nettoverschuldung (Finanzverbindlichkeiten inklusive derivativer Sicherungsinstrumente in Höhe von EUR 0,8 Mio. abzüglich Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten) betrug per Ende Dezember 2024 EUR 329,2 Mio. Daraus resultiert eine Veränderung um 4,7 % bzw. EUR 16,3 Mio. gegenüber dem Vorjahr (31. Dez. 2023: EUR 345,4 Mio.). Die laufenden Zinsaufwendungen im Geschäftsjahr und Zugänge zu den Leasingverbindlichkeiten im Rahmen neu abgeschlossener Leasingverträge hatten dabei einen erhöhenden Effekt auf die Nettoverschuldung. Dem wirkten Nettomittelzuflüsse aus der Summe der Mittelzuflüsse aus der betrieblichen Tätigkeit in Höhe von EUR 137,0 Mio., Nettozahlungsmittelabflüsse aus der Beschaffung und der Veräußerung langfristiger Vermögenswerte in Höhe von EUR -63,5 Mio. und aus der Zahlung der Dividende in Höhe von EUR -14,3 Mio. entgegen. Zahlungsneutrale Nettowährungseffekte aus Fremdwährungsdarlehen, Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie den Leasingverbindlichkeiten und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten hatten einen erhöhenden Einfluss auf die Nettoverschuldung.
Finanzverbindlichkeiten
Die Finanzverbindlichkeiten der NORMA Group haben sich zum Bilanzstichtag 2024 um 10,6 % auf EUR 456,3 Mio. reduziert (31. Dez. 2023: 510,6 Mio.). Wesentlicher Grund für die Veränderung gegenüber dem Vorjahr war ein Rückgang der Darlehensverbindlichkeiten aufgrund von Tilgungen in Höhe von EUR 66,8 Mio. (2023: EUR -5,2 Mio.). Die Tilgungen im aktuellen Berichtsjahr betreffen primär eine außerplanmäßige Tilgung der syndizierten Darlehen (EUR 48.1 Mio.) sowie planmäßige Tilgungen von Schuldscheindarlehen (EUR 18,0 Mio.). Demgegenüber wirkten der Anstieg der Verbindlichkeiten aus ABS und Factoring im Bereich der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten und Wechselkurseffekte – vorrangig auf die Verbindlichkeiten in US-Dollar – erhöhend auf die Finanzverbindlichkeiten. KONZERNANHANG
Das Gearing (Nettoverschuldung im Verhältnis zum Eigenkapital) lag zum Bilanzstichtag 2024 unverändert bei 0,5 (2023: 0,5).
Der Leverage (Nettoverschuldung ohne Sicherungsderivate im Verhältnis zum bereinigten EBITDA der letzten zwölf Monate) verbesserte sich zum Stichtag 31. Dezember 2024 auf 2,1 (31. Dez. 2023: 2,2). Der für die Finanzierungsverträge relevante Leverage war zum Stichtag 31. Dezember 2024 ebenfalls geringer bei 2,1 (31. Dez. 2023: 2,2).
Nicht bilanzierte Vermögenswerte
Markenrechte und Patente der NORMA Group an den von ihr gehaltenen Marken sowie Kundenbeziehungen werden, sofern extern erworben, in der Bilanz unter den immateriellen Vermögenswerten erfasst. Wichtige Einflussfaktoren für ein erfolgreiches Geschäft sind jedoch auch die Bekanntheit und Reputation dieser Marken bei den Kunden und deren Vertrauen in die Produkte der NORMA Group. Ebenso wichtig sind die vertrauensvollen Kundenbeziehungen, die sich auf das langjährig gewachsene Vertriebsnetz der NORMA Group stützen. Darüber hinaus leistet die Belegschaft der NORMA Group mit ihrer umfassenden Erfahrung und dem spezifischen Know-how einen wichtigen Beitrag zum Erfolg des Unternehmens, sodass das langjährig gewachsene Wissen im Bereich Forschung und Entwicklung sowie im Projektmanagement ebenfalls als Wettbewerbsvorteil gesehen wird. Die aufgeführten Werte werden nicht einzeln in der Bilanz erfasst, spiegeln sich aber zum Teil im Geschäfts- oder Firmenwert wider.
Finanzlage
Finanzierungsmaßnahmen
Die NORMA Group überwacht Risiken aus Währungs- und Zinsänderungen kontinuierlich und begrenzt sie unter anderem durch derivative Sicherungsinstrumente. Darüber hinaus strebt die NORMA Group zur Risikominimierung grundsätzlich eine Diversifizierung ihrer Finanzierungsinstrumente an. Dazu gehören auch die Prolongation von Rückzahlungsverpflichtungen sowie eine gleichmäßige Verteilung des Fälligkeitenprofils. Liefer- und Leistungsbeziehungen zwischen Einzelwährungen werden unterjährig mehrheitlich zeitkongruent abgesichert.
Die NORMA Group hatte ihre Bank-Kreditlinien zuletzt im Geschäftsjahr 2019 erfolgreich refinanziert und sich damit weitere finanzielle Sicherheit sowie nochmals erhöhte Flexibilität für die Zukunft geschaffen. Die Kreditvereinbarung hat ein Gesamtvolumen von anfänglich EUR 300 Mio. Darin enthalten sind eine revolvierende Fazilität über EUR 50 Mio. und eine flexible Akkordeon-Fazilität. Im Oktober 2021 wurde eine zusätzliche revolvierende Fazilität über EUR 50 Mio. im Rahmen des bestehenden Kreditvertrags vereinbart. Die Refinanzierung wurde mit einem Bankenkonsortium bestehend aus zehn internationalen Banken abgeschlossen. Zudem koppelt eine Nachhaltigkeitskomponente die Finanzierungskonditionen an das Engagement der NORMA Group im Bereich Corporate Responsibility. Im Jahr 2024 erreichte die NORMA Group – wie bereits auch im Vorjahr – ein entsprechend positives Nachhaltigkeits-Scoring, womit Einsparungen in der Kreditmarge realisiert werden konnten. Nach Ausübung der beiden Verlängerungsoptionen aus dem syndizierten Kreditvertrag in den Geschäftsjahren 2020 und 2021 stehen der NORMA Group alle Komponenten des Kreditvertrags bis Ende 2026 zur Verfügung. Darüber hinaus hat die NORMA Group zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung sowie zur Schaffung weiterer, finanzieller Freiheitsgrade im August 2023 ein Schuldscheindarlehen – ebenfalls mit Nachhaltigkeitskomponente – begeben. Der Schuldschein mit einem Volumen von insgesamt EUR 120 Mio. wurde in Tranchen mit drei, fünf und sieben Jahren sowie fixen und variablen Verzinsungskomponenten emittiert. Damit wird ein Höchstmaß an Finanzierungsflexibilität sichergestellt.
Das seit 2019 bestehende Commercial-Paper-Programm, das zur kurzfristigen Liquiditätssteuerung dient, war zum Stichtag 31. Dezember 2024 nicht (31. Dez. 2023: EUR 0 Mio.) genutzt. Die revolvierenden Kreditfazilitäten waren per 31. Dezember 2024 ebenfalls nicht (31. Dez. 2023: EUR 0 Mio.) gezogen. Ebenso wurden Schuldscheindarlehenstranchen aus den Jahren 2013 sowie 2014 in Höhe von EUR 18 Mio. planmäßig sowie Bank-Kreditlinien in Höhe von EUR 48,1 Mio. außerplanmäßig zurückgezahlt. Damit wurde das Schuldscheindarlehen von 2013 komplett zurückgeführt. Die Bruttoverschuldung (Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) der NORMA Group fiel im Stichtagsvergleich deutlich von EUR 456 Mio. am 31. Dezember 2023 auf EUR 397,7 Mio. zum Jahresende 2024.
Um Zinsänderungsrisiken, die sich aus den externen Finanzierungsbausteinen ergeben könnten, abzusichern, nutzt die NORMA Group Zinssicherungsgeschäfte. Zum 31. Dezember 2024 lag der durchschnittliche Zinssatz der Bruttoverschuldung (ohne Derivate) bei 4,62 %. Das Fälligkeitenprofil der NORMA Group, ausgehend von den Schuldscheindarlehen II (2014), III (2016) und IV (2023) sowie dem syndizierten Bankkredit (2019), gestaltete sich zum 31. Dezember 2024 wie in den nachfolgenden Grafiken G015 und G016 dargestellt. Zum Bilanzstichtag 2024 unterliegt die NORMA Group keiner in Kreditverträgen enthaltenen Kennzahl (Financial Covenants: Nettoverschuldung im Verhältnis zum bereinigten Konzern-EBITDA) mehr. Aufgrund einer Koppelung an die Höhe der Finanzierungskosten ist diese Kennzahl jedoch weiterhin Bestandteil der Finanzierungsverträge und wird kontinuierlich überwacht.
Konkrete künftige Finanzierungsschritte hängen von den aktuellen Veränderungen der Finanzierungsmärkte sowie von potenziellen Akquisitionsmöglichkeiten ab.


Cashflow
Operativer Netto-Cashflow
Im Geschäftsjahr 2024 erzielte die NORMA Group einen operativen Netto-Cashflow (bereinigtes EBITDA abzüglich der Veränderungen im Working Capital und der Investitionen aus dem operativen Geschäft) in Höhe von EUR 105,4 Mio. (2023: EUR 87,3 Mio.). Wesentlicher Treiber war eine positive Entwicklung im Bereich des Working-Capital-Managements. Einen erhöhenden Effekt auf den operativen Netto-Cashflow im aktuellen Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hatten daneben niedrigere Investitionen aus dem operativen Geschäft.
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit
Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit stieg im Geschäftsjahr 2024 deutlich auf EUR 137,0 Mio. (2023: EUR 118,9 Mio.) Er beinhaltet im Wesentlichen Veränderung der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstiger Vermögenswerte sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstiger Verbindlichkeiten, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind. Insgesamt war eine positive Entwicklung im Bereich des Working Capitals zu verzeichnen. Daneben enthält der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit unter anderem Auszahlungen für aktienbasierte Vergütungen, nicht zahlungswirksame Aufwendungen aus der Währungsumrechnung externer Finanzierungsverbindlichkeiten sowie zahlungsunwirksame Zinsaufwendungen. Detaillierte Informationen zu den hier genannten Bestandteilen sind im KONZERNANHANG dargelegt.
Cashflow aus Investitionstätigkeit
Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit im Geschäftsjahr 2024 betrug per saldo EUR 63,5 Mio. (2023: EUR 59,8 Mio.). Er beinhaltet im Wesentlichen Nettoauszahlungen für die Akquisition von Teco sowie Abflüsse für den Erwerb von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen, unter anderem für den Ausbau und die Modernisierung von Produktionsstandorten. Detaillierte Informationen zu den im Geschäftsjahr 2024 in den drei Regionalsegmenten getätigten Investitionen sind im Kapitel PRODUKTION UND LOGISTIK dargelegt.
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit erhöhte sich im Geschäftsjahr 2024 um 97,0 % auf EUR 114,1 Mio. (2023: EUR 57,9 Mio.). Ursächlich dafür waren vorrangig die im Vergleich zum Vorjahr höheren Nettoauszahlungen für Darlehen aufgrund der planmäßigen Tilgungen im Bereich der Schuldscheindarlehen in Summe von EUR 18,0 Mio. sowie eine Sondertilgung von syndizierten Bank-Kreditlinien in Höhe von EUR 48,1 Mio. und gestiegene Auszahlungen für Zinsen. Dagegen wurden im Geschäftsjahr 2024 gegenüber dem Vorjahr weniger Dividenden an die Aktionäre der NORMA Group SE ausgeschüttet (2024: EUR 14,3 Mio.; 2023: EUR 17,5 Mio.).
Legende
Diese Inhalte sind Teil des nichtfinanziellen Konzernberichts und unterlagen einer gesonderten Prüfung mit begrenzter Sicherheit („limited assurance“).