Die nachfolgenden Erläuterungen zu Sondereffekten, zur Umsatz- und Ertragsentwicklung sowie zur Segmentberichterstattung berücksichtigen die Klassifizierung des Geschäftsbereichs Water Management als aufgegebenen Geschäftsbereich2. Weiterführende Informationen hierzu finden sich im Abschnitt VERKÜRZTER KONZERNANHANG.

Zum langfristigen Vergleich und für ein besseres Verständnis der Geschäftsentwicklung bereinigt die NORMA Group das Ergebnis zur operativen Steuerung des Konzerns um bestimmte Aufwendungen und Erträge im Rahmen von realisierten M&A-Transaktionen. Des Weiteren erfolgen seit 2025 Bereinigungen für Kosten im Rahmen der im Geschäftsjahr 2025 begonnenen globalen Transformation. Aus diesem Transformationsprogramm resultieren vor allem Aufwendungen für Abfindungen im Rahmen der Restrukturierungsmaßnahmen, damit verbundene Beratungskosten sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit Produktionsverlagerungen. Die Bereinigungen erfolgen dabei nach dem Management-Approach in der Segmentberichterstattung. Die im Folgenden dargestellten bereinigten Ergebnisse entsprechen daher der Managementsicht. Weitere Informationen zu den Bereinigungen können dem Abschnitt VERKÜRZTER KONZERNANHANG entnommen werden.

 

Sondereffekte

Im Zeitraum Januar bis Juni 2026 wurden innerhalb des EBITDA (Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände) Bereinigungen in Höhe von EUR 4,2 Mio. (H1 2025: EUR 2,2 Mio.) vorgenommen. Dabei handelt es sich um Sonderaufwendungen für die Transformation der Organisation. Innerhalb des EBITA erfolgten Bereinigungen von Abschreibungen auf Sachanlagen aus Kaufpreisallokationen in Höhe von EUR 0,3 Mio. (H1 2025: EUR 0,3 Mio.). Zusätzlich wurden innerhalb des EBIT Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokationen in Höhe von EUR 2,2 Mio. (H1 2025: EUR 2,6 Mio.) bereinigt.

Sich aus den Bereinigungen ergebende fiktive Ertragsteuern werden mit den Steuersätzen der jeweils betroffenen lokalen Gesellschaften berechnet und im bereinigten Ergebnis nach Steuern berücksichtigt.

2 Ausnahmen davon sind kenntlich gemacht.

       

Sondereffekte1

T011

H1 2026

berichtet

Summe Bereinigungen

H1 2026

bereinigt

420,5

 

420,5

-1,0

 

-1,0

1,3

 

1,3

-183,6

0,2

-183,4

237,1

0,2

237,4

-62,6

0,4

-62,2

-142,1

3,6

-138,5

32,5

4,2

36,7

-21,4

0,3

-21,1

11,1

4,5

15,6

-3,9

2,2

-1,6

7,2

6,7

14,0

0,1

 

0,1

7,3

6,7

14,1

-7,6

-1,5

-9,1

-0,3

5,3

5,0

0,1

 

0,1

-0,4

5,3

4,9

-0,01

0,17

0,16

1_Abweichungen bei Nachkommastellen können aufgrund von kaufmännischen Rundungen auftreten.

 

Ertragslage

 

Umsatzentwicklung im 1. Halbjahr 2026

Die NORMA Group erzielte im 1. Halbjahr 2026 einen Konzernumsatz in Höhe von EUR 420,5 Mio. und lag damit um 3,2 % unter dem Vorjahreswert (H1 2025: EUR 434,3 Mio.). Währungseffekte belasteten die Umsatzentwicklung mit 2,5 %. Bereinigt hierum, verringerte sich der Konzernumsatz um 0,6 %.

Dieser Konzernumsatzrückgang war im Wesentlichen auf das weiterhin anspruchsvolle Marktumfeld im Mobilitätssektor zurückzuführen. Während sich die Nachfrage im strategischen Geschäftsbereich Mobility & New Energy rückläufig entwickelte, verzeichnete der strategische Geschäftsbereich Industry Applications im 1. Halbjahr eine positive Entwicklung und konnte einen Teil des Rückgangs kompensieren.

Im 2. Quartal 2026 belief sich der Konzernumsatz auf EUR 211,8 Mio. und lag damit um 0,6 % unter dem Vorjahreswert (Q2 2025: EUR 213,1 Mio.). Bereinigt um Währungseffekte (-0,6 %) lag das Umsatzwachstum bei 0,1 % und stellt damit gegenüber dem 1. Quartal 2026 (Q1 2026: EUR -1,3 % Mio.) eine sequenzielle Verbesserung dar.

 

Industry Applications: Umsatz wächst im 1. Halbjahr 2026 insgesamt um 3,2 %

Die Umsätze im Bereich Industry Applications beliefen sich im 1. Halbjahr 2026 auf EUR 136,9 Mio. und lagen damit um 3,2 % über dem Vorjahreswert (H1 2025: EUR 132,6 Mio.). Bereinigt um Währungseffekte (-3,4 %) erzielte Industry Applications ein Umsatzwachstum von 6,6 %. Das Wachstum wurde insbesondere durch eine robuste Nachfrage in strategischen industriellen Anwendungsfeldern getragen. Der Vorjahreswert war durch Logistikverzögerungen im Zusammenhang mit der Einführung eines ERP-Systems an einem Standort in Deutschland belastet.

Im 2. Quartal 2026 stiegen die Umsätze im Bereich Industry Applications gegenüber dem Vorjahresquartal um 7,0 %. Bereinigt um Währungseffekte (-1,3 %) ergab sich ein Umsatzwachstum von 8,4 %.

 

Mobility & New Energy: Umsatzentwicklung aufgrund vorherrschender Marktunsicherheiten unter dem Vorjahreswert

Der Bereich Mobility & New Energy erzielte im 1. Halbjahr 2026 Umsatzerlöse in Höhe von EUR 283,6 Mio. und lag damit um 6,0 % unter dem Vorjahreswert (H1 2025: EUR 301,7 Mio.). Bereinigt um Währungseffekte (-2,2 %) verringerte sich der Umsatz um 3,8 %. Ursächlich hierfür war das weiterhin anspruchsvolle Marktumfeld im Mobilitätssektor, insbesondere eine weiterhin verhaltene Nachfrage der globalen Automobilindustrie.

Im 2. Quartal 2026 lagen die Umsätze im Bereich Mobility & New Energy um 4,0 % unter dem Vorjahreswert. Bereinigt um Währungseffekte (-0,3 %) verringerte sich der Umsatz um 3,7 %.

 

(Bereinigte) Materialeinsatzquote

Der Materialaufwand belief sich im 1. Halbjahr 2026 auf EUR 183,6 Mio. und lag damit 8,0 % unter dem Vorjahreswert (H1 2025: EUR 199,7 Mio.). Der Materialeinsatz im Verhältnis zum Umsatz – ohne Berücksichtigung von Bestandsveränderungen – verbesserte sich im 1. Halbjahr 2026 auf 43,7 % (H1 2025: 46,0 %). Hierzu trugen insbesondere Maßnahmen zur Optimierung der Material- und Energiekosten sowie die im Rahmen der NewNORMA-Transformation umgesetzten Pricing-Initiativen bei. Auch im Verhältnis zur Gesamtleistung (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderungen und anderer aktivierter Eigenleistungen) verbesserte sich die Materialeinsatzquote im 1. Halbjahr 2026 auf 43,6 % (H1 2025: 45,6 %) Der im 1. Halbjahr 2026 erfolgte Bestandsabbau an fertigen und unfertigen Erzeugnissen in Höhe von EUR 1,0 Mio. wirkte sich dabei leicht erhöhend auf die Materialeinsatzquote aus (H1 2025: Bestandsaufbau in Höhe von EUR 1,1 Mio.).

Innerhalb des Materialaufwands im 1. Halbjahr 2026 wurden Aufwendungen in Höhe von EUR 0,2 Mio., die mit der in 2025 initiierten Transformation in Zusammenhang stehen, bereinigt. Diese Aufwendungen stehen im Zusammenhang mit Wertberichtigungen auf Lagerbestände im Rahmen von Produktionsverlagerungen. Der bereinigte Materialaufwand lag mit EUR 183,4 Mio. um 8,2 % unter dem Vorjahreswert (H1 2025: EUR 199,7 Mio.). Der bereinigte Materialeinsatz (Materialaufwand im Verhältnis zum Umsatz) verbesserte sich im 1. Halbjahr 2026 auf 43,6 % (H1 2025: 46,0 %). Die bereinigte Materialkostenquote bezogen auf die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderungen und der anderen aktivierten Eigenleistungen) lag im 1. Halbjahr 2026 mit 43,6 % ebenfalls niedriger (H1 2025: 45,6 %).

Im 2. Quartal 2026 belief sich der Materialaufwand auf EUR 92,2 Mio. (Q2 2025: EUR 101,8 Mio.). Die Materialeinsatzquote im Verhältnis zum Umsatz verbesserte sich auf 43,5 % (Q2 2025: 47,8 %). Die Materialeinsatzquote im Verhältnis zur Gesamtleistung lag ebenfalls bei 43,5 % (Q2 2025: 46,4 %).

Innerhalb des Materialaufwands im 2. Quartal 2026 keine Aufwendungen bereinigt. Der bereinigte Materialaufwand, die bereinigte Materialeinsatzquote im Verhältnis zum Umsatz und die bereinigte Materialeinsatzquote im Verhältnis zur Gesamtleistung entsprachen somit den jeweiligen berichteten Werten.

 

(Bereinigter) Bruttogewinn und (bereinigte) Bruttomarge

Im 1. Halbjahr 2026 erzielte die NORMA Group einen Bruttogewinn (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand und Bestandsveränderungen zuzüglich der anderen aktivierten Eigenleistungen) in Höhe von EUR 237,1 Mio. Trotz eines leicht rückläufigen Konzernumsatzes blieb der Bruttogewinn damit nahezu auf Vorjahresniveau (H1 2025: 237,9 Mio.). Maßgeblich hierfür war insbesondere der deutlich geringere Materialaufwand. Die Bruttomarge (bezogen auf den Umsatz) verbesserte sich infolge einer reduzierten Materialeinsatzquote auf 56,4 % (H1 2025: 54,8 %).

Der Bruttogewinn wurde im 1. Halbjahr 2026 um Materialaufwendungen in Höhe von EUR 0,2 Mio. bereinigt. Der bereinigte Bruttogewinn belief sich damit auf EUR 237,4 Mio. (H1 2025: 237,9 Mio.). Die bereinigte Bruttomarge lag bei 56,5 % (H1 2025: 54,8 %).

Im 2. Quartal 2026 belief sich der Bruttogewinn auf EUR 119,6 Mio. Dies entspricht einem Anstieg von 1,7 % im Vergleich zum Vorjahresquartal (Q2 2025: EUR 117,6 Mio.). Die Bruttomarge verbesserte sich auf 56,4 % (Q2 2025: 55,2 %). Wesentlicher Treiber hierfür war die Verbesserung der Materialeinsatzquote. Da im 2. Quartal 2026 keine bereinigungsrelevanten Aufwendungen im Materialaufwand enthalten waren, entsprachen der bereinigte Bruttogewinn sowie die bereinigte Bruttomarge den berichteten Werten.

 

(Bereinigte) Personalkostenquote

Zum 30. Juni 2026 beschäftigte die NORMA Group weltweit insgesamt 6.077 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Davon sind 4.706 Mitarbeitende der Stammbelegschaft zuzurechnen. Der Personalstamm verringerte sich gegenüber dem 30. Juni 2025 (4.893 Beschäftigte) und entsprach damit in etwa dem Niveau zum Jahresende 2025 (4.709 Beschäftigte).

Die Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beliefen sich im 1. Halbjahr 2026 auf EUR 142,1 Mio. und lagen damit um 1,6 % unter dem entsprechenden Vorjahreswert (H1 2025: EUR 144,4 Mio.). Hierzu trugen neben dem geringeren Personalstamm insbesondere die im Rahmen der NewNORMA-Transformation umgesetzten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung bei. Aufgrund des stärker rückläufigen Umsatzes erhöhte sich die Personalkostenquote im 1. Halbjahr 2026 dennoch auf 33,8 % (H1 2025: 33,2 %).

Innerhalb der Personalkosten wurden im 1. Halbjahr 2026 Aufwendungen in Höhe von EUR 3,6 Mio. im Zusammenhang mit der 2025 initiierten NewNORMA-Transformation bereinigt. Die bereinigten Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer lagen mit EUR 138,5 Mio. um 3,8 % unter dem Vorjahreswert (H1 2025: EUR 144,0 Mio.). Die bereinigte Personalkostenquote verbesserte sich auf 32,9 % (H1 2025: 33,2 %).

Im 2. Quartal 2026 stiegen die Personalaufwendungen um 0,4 % auf EUR 70,8 Mio. (Q2 2025: EUR 70,5 Mio.). Die Personalkostenquote erhöhte sich auf 33,4 % (Q2 2025: 33,1 %). Innerhalb der Personalaufwendungen wurden Aufwendungen in Höhe von EUR 1,9 Mio. bereinigt. Die bereinigten Personalaufwendungen beliefen sich damit auf EUR 69,1 Mio. (Q2 2025: EUR 70,1 Mio.). Die bereinigte Personalkostenquote verbesserte sich auf 32,6 % (Q2 2025: 32,9 %). KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS

       

Entwicklung der Belegschaftszahlen nach Regionen

T012

 

30. Juni 2026

31. Dez. 2025

30. Juni 2025

3.298

3.335

3.397

756

724

768

652

650

728

4.706

4.709

4.893

304

218

345

749

729

808

318

285

318

1.371

1.231

1.471

6.077

5.940

6.364

 

(Bereinigte) sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

Der Saldo aus den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen summierte sich im 1. Halbjahr 2026 auf EUR -62,6 Mio. und lag damit um 11,7 % unter dem Vorjahreswert (H1 2025: EUR -70,8 Mio.). Die Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge im Verhältnis zum Umsatz verbesserte sich im Berichtszeitraum auf 14,9 % (H1 2025: 16,3 %).

Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich auf EUR 12,1 Mio. (H1 2025: EUR 8,5 Mio.). Wesentliche Bestandteile waren Währungsgewinne aus der betrieblichen Tätigkeit in Höhe von EUR 4,8 Mio. (H1 2025: EUR 2,0 Mio.) sowie Erträge aus der Auflösung von Verbindlichkeiten und Rückstellungen (H1 2026: EUR 3,7 Mio.; H1 2025: EUR 2,3 Mio.), insbesondere im Zusammenhang mit personal- und lieferantenbezogenen Verbindlichkeiten. KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen in den ersten sechs Monaten 2026 bei EUR 74,7 Mio. und damit 5,9 % unter dem Vorjahreswert (H1 2025: EUR 79,3 Mio.). Maßgeblich hierfür waren niedrigere Aufwendungen für IT und Telekommunikation (H1 2026: EUR 10,8 Mio.; H1 2025: EUR 13,0 Mio.) sowie ein geringerer Aufwand für Beratung und Marketing (H1 2026: EUR 8,1 Mio.; H1 2025: EUR 9,1 Mio.) und gesunkene Frachtkosten (H1 2026: EUR 9,7 Mio.; H1 2025: EUR 10,7 Mio.). Darüber hinaus gingen die sonstigen Verwaltungsaufwendungen leicht zurück (H1 2026: EUR 2,8 Mio.; H1 2025: EUR 3,2 Mio.). Die Aufwendungen für Zeitarbeitskräfte und sonstige personalbezogene Aufwendungen blieben auf Vorjahresniveau (H1 2026: EUR 18,5 Mio.; H1 2025: EUR 18,5 Mio.). Gegenläufig wirkten leicht gestiegene Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (H1 2026: EUR 1,2 Mio.; H1 2025: EUR 1,0 Mio.).

Innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen wurden im 1. Halbjahr 2026 Aufwendungen aus der in 2025 gestarteten Transformation in Höhe von EUR 0,4 Mio. bereinigt. Der Saldo aus den bereinigten sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen summierte sich damit auf EUR -62,2 Mio. und lag um 10,0 % unter dem Vorjahreswert (H1 2025: EUR -69,1 Mio.). Die Quote der bereinigten sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge im Verhältnis zum Umsatz verbesserte sich im Berichtszeitraum auf 14,8 % (H1 2025: 15,9 %).

Im 2. Quartal 2026 summierte sich der Saldo aus den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen auf EUR -33,3 Mio. und verbesserte sich damit 5,4 % gegenüber dem Vorjahreswert (Q2 2025: EUR -35,2 Mio.). Die Quote im Verhältnis zum Umsatz belief sich auf 15,7 % (Q2 2025: 15,5 %). Innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen wurden im 2. Quartal 2026 Aufwendungen aus der in 2025 gestarteten Transformation

in Höhe von EUR 2,0 Mio. bereinigt. Der Saldo aus den bereinigten sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen belief sich damit auf EUR -31,4 Mio. und verbesserte sich um 7,3 % gegenüber dem Vorjahreswert (Q2 2025: EUR -33,8 Mio.). Die Quote im Verhältnis zum Umsatz belief sich auf 14,8 % (Q2 2025: 15,9 %).

 

(Bereinigtes) operatives Ergebnis

Das EBIT belief sich im 1. Halbjahr 2026 auf EUR 7,2 Mio. und verbesserte sich damit signifikant gegenüber dem Vorjahresniveau (H1 2025: EUR -3,0 Mio.). Der rückläufige Umsatz belastete das EBIT im aktuellen Berichtszeitraum. Dies wurde jedoch durch eine spürbare Verbesserung der Kostenbasis mehr als ausgeglichen. Hierzu trugen insbesondere ein geringerer Materialaufwand, der verbesserte Saldo aus den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen sowie geringere Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei. Die EBIT-Marge verbesserte sich auf 1,7 % (H1 2025: -0,7 %).

Die Bereinigungen innerhalb des EBIT in den ersten sechs Monaten 2026 summierten sich auf EUR 6,7 Mio. und umfassten Aufwendungen im Rahmen der im Geschäftsjahr 2025 begonnenen globalen Transformation (EUR 4,2 Mio.) sowie Abschreibungen auf materielle und immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokationen (EUR 2,6 Mio.). Das bereinigte EBIT belief sich damit auf EUR 14,0 Mio. und verbesserte sich deutlich gegenüber dem Vorjahresniveau (H1 2025: EUR 2,1 Mio.). Die bereinigte EBIT-Marge verbesserte sich im 1. Halbjahr 2026 auf 3,3 % (H1 2025: 0,5 %) und lag damit innerhalb der für das Geschäftsjahr 2026 prognostizierten Bandbreite von 2 % bis 4 %.

Im 2. Quartal 2026 belief sich das EBIT auf EUR 2,7 Mio. (Q2 2025: EUR -0,8 Mio.). Die EBIT-Marge verbesserte sich auf 1,3 % (Q2 2025: -0,4 %). Innerhalb des EBIT wurden im 2. Quartal 2026 Aufwendungen im Zusammenhang mit der im Geschäftsjahr 2025 begonnenen globalen Transformation sowie Abschreibungen auf materielle und immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokationen in Höhe von insgesamt EUR 4,9 Mio. bereinigt. Das bereinigte EBIT belief sich damit auf EUR 7,6 Mio. (Q2 2025: EUR 2,3 Mio.). Die bereinigte EBIT-Marge verbesserte sich auf 3,6 % (Q2 2025: 1,1 %).

 

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis belief sich im 1. Halbjahr 2026 auf EUR 0,1 Mio. und verbesserte sich damit deutlich gegenüber dem Vorjahreswert (H1 2025: EUR -9,0 Mio.) KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS Wesentliche Treiber waren höhere Finanzerträge in Höhe von EUR 7,7 Mio. (H1 2025: EUR 2,0 Mio.), insbesondere aufgrund gestiegener Zinserträge auf kurzfristige Einlagen bei Kreditinstituten infolge der höheren Liquiditätsbestände nach dem Verkauf des Water-Management-Geschäfts. Darüber hinaus reduzierten sich die Finanzierungsaufwendungen auf EUR -7,6 Mio. (H1 2025: EUR -10,9 Mio.), insbesondere infolge der geringeren Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nach der im 1. Quartal 2026 erfolgten Schuldenrückführung.

Im 2. Quartal 2026 verbesserte sich das Finanzergebnis auf EUR 2,2 Mio. (Q2 2025: EUR -4,4 Mio.).

     

Finanzergebnis

T013

H1 2026

H1 2025

-7.569

-10.948

7.685

1.972

116

-8.976

 

(Bereinigte) Steuerquote und (bereinigtes) Periodenergebnis

Basierend auf einem Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von EUR 7,3 Mio. im 1. Halbjahr 2026 (H1 2025: EUR -12,0 Mio.) ergaben sich Ertragsteuern von EUR 7,6 Mio. (H1 2025: EUR 6,1 Mio.). Die Steuerquote in den ersten sechs Monaten 2026 lag bei 104.2 % (H1 2025: 50.7 %). Die überdurchschnittlich hohe Steuerquote erklärt sich im Wesentlichen über den Nichtansatz von latenten Steueransprüchen auf Verlustvorträge sowie über nicht anrechenbare ausländische Quellensteuern.

Innerhalb der Ertragssteuern wurden im 1. Halbjahr 2026 steuerliche Effekte aus den Bereinigungen im Zusammenhang mit der im Geschäftsjahr 2025 gestarteten NewNORMA-Transformation sowie Abschreibungen auf materielle und immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokationen in Höhe von EUR 1,5 Mio. bereinigt. Die bereinigten Ertragsteuern beliefen sich auf EUR 9,1 Mio. (H1 2025: EUR 7,5 Mio.). Die bereinigte Steuerquote in den ersten sechs Monaten 2026 betrug 64,7 % (H1 2025: 108,6 %).

Das deutlich verbesserte Ergebnis vor Steuern sowie die gegenüber dem Vorjahr reduzierte Steuerquote führten trotz der weiterhin hohen Steuerbelastung zu einem deutlich verbesserten Periodenergebnis im 1. Halbjahr 2026 in Höhe von EUR -0,3 Mio. (H1 2025: EUR -18,1 Mio.). Die Bereinigungen auf Ebene des Periodenergebnisses beliefen sich im 1. Halbjahr 2026 auf insgesamt EUR 5,3 Mio. und entsprachen den entsprechenden Nachsteuer-Effekten der Bereinigungen auf EBIT-Ebene. Das bereinigte Periodenergebnis verbesserte sich im 1. Halbjahr 2026 deutlich auf EUR 5,0 Mio. (H1 2025: -14,3) Die für die Berechnung des bereinigten Ergebnisses je Aktie maßgebliche durchschnittliche Aktienanzahl verringerte sich im 2. Quartal 2026 infolge des abgeschlossenen öffentlichen Aktienrückkaufangebots, da zurückerworbene eigene Aktien bei der Ermittlung des bereinigten Ergebnisses je Aktie nicht berücksichtigt werden. Auf Basis einer durchschnittlichen Aktienanzahl im 1. Halbjahr 2026 von 30.401.659 Stück (Q1 2026: 31.862.400 Stück; Q2 2026: 28.956.970 Stück) ergab sich ein bereinigtes Ergebnis je Aktie in Höhe von EUR 0,16 (H1 2025: EUR -0,45).

Das Periodenergebnis im 2. Quartal 2026 lag bei EUR 0,1 Mio. (Q2 2025: EUR -8,4 Mio.). Innerhalb des Periodenergebnisses wurden Aufwendungen sowie Abschreibungen nach Steuern in Höhe von EUR 3,9 Mio. bereinigt. Das bereinigte Periodenergebnis verbesserte im 2. Quartal 2026 auf EUR 4,0 Mio. (Q2 2025: EUR -5,9 Mio.). Das bereinigte Ergebnis je Aktie im Zeitraum April bis Juni 2026 lag bei EUR 0,14 (Q2 2025: EUR -0,19).

 

Entwicklung der Umsatz- und Ertragslage in den Segmenten

Der Anteil des im Ausland erwirtschafteten Konzernumsatzes lag im 1. Halbjahr 2026 mit 86,4 % nahezu auf Vorjahresniveau (H1 2025: 86,3 %).

 

Region EMEA

Die Außenumsatzerlöse in der Region EMEA beliefen sich im 1. Halbjahr 2026 auf EUR 227,1 Mio. und lagen damit um 3,4 % unter dem Wert des Vorjahreszeitraums (H1 2025: EUR 235,1 Mio.). Bereinigt um Währungseffekte (-0,6 %) verringerten sich die Außenumsatzerlöse um 2,8 %.

Im 2. Quartal 2026 erzielte die NORMA Group in der Region EMEA Umsatzerlöse in Höhe von EUR 112,9 Mio. Dies entspricht einem Minus von 3,9 % gegenüber dem Vorjahresquartal (Q2 2025: EUR 117,5 Mio.). Bereinigt um Währungseffekte (-0,5 %) verringerte sich der Umsatz im 2. Quartal 2026 um 3,4 %.

Während Industry Applications im Zeitraum Januar bis Juni 2026 mit EUR 67,1 Mio. nahezu das Vorjahresniveau erreichte (H1 2025: EUR 66,9 Mio.), blieb Mobility & New Energy mit EUR 160,0 Mio. unter dem Vorjahreswert (H1 2025: EUR 168,2 Mio.). Ursächlich hierfür war insbesondere die anhaltend schwache Nachfrage der europäischen Automobilindustrie.

Der Anteil der Region EMEA am Konzernumsatz im 1. Halbjahr 2026 lag mit 54 % leicht unter dem Vorjahresniveau (H1 2025: 54 %).

Das bereinigte EBIT in der Region EMEA im 1. Halbjahr 2026 verbesserte sich auf EUR 6,3 Mio. (H1 2025: EUR -3,8 Mio.). Die bereinigte EBIT-Marge stieg entsprechend auf 2,6 % (H1 2025: -1,5 %). Die deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist neben den im Rahmen der NewNORMA-Transformation umgesetzten Maßnahmen zur Verbesserung der Kostenbasis auch auf die im 1. Halbjahr 2025 angefallenen temporären Zusatzaufwendungen im Zusammenhang mit der ERP-Implementierung am Standort Maintal zurückzuführen.

Im 2. Quartal 2026 verbesserte sich das bereinigte EBIT in der Region EMEA auf EUR 2,7 Mio. (Q2 2025: EUR -1,8 Mio.). Die bereinigte EBIT-Marge stieg auf 2,2 % (Q2 2025: -1,5 %).

Die Investitionen in der Region EMEA beliefen sich im 1. Halbjahr 2026 auf EUR 5,9 Mio. (H1 2025: EUR 6,4 Mio.). Investitionsschwerpunkte waren die Standorte in Deutschland, Serbien, Großbritannien und Polen.

 

Region Amerika

Die Außenumsatzerlöse in der Region Amerika erreichten im 1. Halbjahr 2026 EUR 135,4 Mio. und lagen damit 2,0 % unter dem Vorjahreswert (H1 2025: EUR 138,2 Mio.). Negative Währungseffekte von 5,9 %, vorrangig in Zusammenhang mit dem US-Dollar, belasteten die Umsatzentwicklung deutlich. Bereinigt um diese Währungseffekte stiegen die Außenumsatzerlöse um 3,9 %.

Im 2. Quartal 2026 summierten sich die Umsätze auf EUR 70,4 Mio. Dies entspricht einem Plus von 8,0 % gegenüber dem Vorjahresquartal (Q2 2025: EUR 65,2 Mio.). Bereinigt um Währungseffekte (-2,0 %) betrug das Umsatzwachstum im 2. Quartal 2026 10,0 %.

Während Industry Applications in der Region Amerika den Umsatz auf EUR 52,2 Mio. steigerte (H1 2025: EUR 50,0 Mio.), blieb Mobility & New Energy mit EUR 83,2 Mio. unter dem Vorjahreswert (H1 2025: EUR 88,2 Mio.). Dies war im Wesentlichen auf negative Währungseffekte zurückzuführen. Der um Währungseffekte bereinigte Umsatz von Mobility & New Energy blieb in den ersten sechs Monaten 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum nahezu konstant.

Der Anteil der Region Amerika am Konzernumsatz lag im 1. Halbjahr 2026 bei 32 % (H1 2025: 32 %).

Das bereinigte EBIT in der Region Amerika stieg im 1. Halbjahr 2026 auf EUR 7,2 Mio. (H1 2025: EUR 4,3 Mio.). Die bereinigte EBIT-Marge verbesserte sich entsprechend auf 5,2 % (H1 2025: 3,1 %). Trotz des durch Währungseffekte belasteten berichteten Umsatzes führte die deutliche Verbesserung der Kostenbasis zu einer höheren Profitabilität gegenüber dem Vorjahr.

Im 2. Quartal 2026 verbesserte sich das bereinigte EBIT in der Region Amerika auf EUR 4,2 Mio. (Q2 2025: EUR 1,6 Mio.). Die bereinigte EBIT-Marge stieg auf 5,8 % (Q2 2025: 2,4 %).

In der Region Amerika beliefen sich die Investitionen im 1. Halbjahr 2026 auf EUR 6,8 Mio. (H1 2025: EUR 4,2 Mio.). Sie betrafen insbesondere die Standorte in den USA.

 

Region Asien-Pazifik

Die Außenumsatzerlöse in der Region Asien-Pazifik erreichten im 1. Halbjahr 2026 EUR 58,0 Mio. und lagen damit 5,0 % unter dem Vorjahreswert (H1 2025: EUR 61,0 Mio.). Negative Währungseffekte von 2,3 % belasteten diese Entwicklung. Bereinigt um diese Währungseffekte verringerten sich die Außenumsatzerlöse um 2,7 %.

Im 2. Quartal 2026 erzielte die Region Asien-Pazifik Umsatzerlöse in Höhe von EUR 28,5 Mio. Dies entspricht einem Rückgang um 6,1 % gegenüber dem Vorjahresquartal (Q2 2025: EUR 30,4 Mio.). Positive Währungseffekte von 1,7 % stützten die Umsatzentwicklung. Bereinigt um diese Währungseffekte verringerte sich der Umsatz um 7,8 %.

Während Industry Applications seinen Umsatz in der Region Asien-Pazifik im 1. Halbjahr auf EUR 17,6 Mio. steigerte (H1 2025: EUR 15,8 Mio.), blieb Mobility & New Energy mit EUR 40,4 Mio. unter dem Vorjahreswert (H1 2025: EUR 45,3 Mio.). Ursächlich hierfür war insbesondere die anhaltend verhaltene Nachfrage des Automobilsektors in China.

Der Anteil der Region Asien-Pazifik am Konzernumsatz lag im 1. Halbjahr 2026 bei 14 % (H1 2025: 14 %).

Das bereinigte EBIT in der Region Asien-Pazifik belief sich im 1. Halbjahr 2026 auf EUR 5,6 Mio. (H1 2025: EUR 4,7 Mio.). Die bereinigte EBIT-Marge verbesserte sich auf 9,2 % (H1 2025: 7,3 %). Trotz des rückläufigen Umsatzes führte insbesondere die Verbesserung der Kostenbasis zu einer höheren Profitabilität gegenüber dem Vorjahr.

Im 2. Quartal 2026 verringerte sich das bereinigte EBIT in der Region Asien-Pazifik leicht auf EUR 2,5 Mio. (Q2 2025: EUR 2,6 Mio.). Die bereinigte EBIT-Marge verbesserte sich auf 8,3 % (Q2 2025: 7,9 %).

In der Region Asien-Pazifik beliefen sich die Investitionen im 1. Halbjahr 2026 auf EUR 2,0 Mio. (H1 2025: EUR 1,8 Mio.). Die Investitionen entfielen vornehmlich auf die Werke in China und Indien.

                     

Entwicklung der Segmente

T014

   

EMEA

Amerika

Asien-Pazifik

   

H1 2026

H1 2025

Δ in %

H1 2026

H1 2025

Δ in %

H1 2026

H1 2025

Δ in %

EUR Mio.

241,0

247,1

-2,5

138,3

141,6

-2,3

61,1

64,6

-5,4

EUR Mio.

227,1

235,1

-3,4

135,4

138,2

-2,0

58,0

61,0

-5,0

%

54

54

n/a

32

32

n/a

14

14

n/a

EUR Mio.

6,3

-3,8

n/a

7,2

4,3

66,8

5,6

4,7

19,1

%

2,6

-1,5

n/a

5,2

3,1

n/a

9,2

7,3

n/a

EUR Mio.

5,9

6,4

-7,2

6,8

4,2

61,4

2,0

1,8

10,3

1_Die Bereinigungen werden im Absatz SONDEREINFLÜSSE erläutert.

2_Bezogen auf die Segmentumsatzerlöse.

3_Inklusive aktivierter Nutzungsrechte für Mobilien.

 

Vermögenslage

 

Bilanzsumme

Zum 30. Juni 2026 belief sich die Bilanzsumme auf EUR 1.230,7 Mio. und lag damit um 1,6 % unter dem Niveau zum Jahresende 2025 (31. Dez. 2025: EUR 1.250,7 Mio.).

 

Vermögenswerte

Die langfristigen Vermögenswerte stiegen zum 30. Juni 2026 leicht auf EUR 430,5 Mio. (+0,5 % gegenüber dem 31. Dez. 2025). Der Anteil an der Bilanzsumme erhöhte sich auf 35,0 % (31. Dez. 2025: 34,3 %). Die Investitionen in das Anlagevermögen beliefen sich im 1. Halbjahr 2026 auf EUR 14,1 Mio. (H1 2025: EUR 12,9 Mio.).

Die kurzfristigen Vermögenswerte sanken zum 30. Juni 2026 auf EUR 800,2 Mio. (-2,7 % gegenüber dem 31. Dez. 2025), im Wesentlichen durch den Wegfall der Vermögenswerte des veräußerten Water-Management-Geschäfts. Demgegenüber stiegen die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente auf EUR 412,4 Mio. (31. Dez. 2025: EUR 85,3 Mio.), insbesondere infolge des Kaufpreiszuflusses aus der Veräußerung des Water-Management-Geschäfts, der teilweise für die Rückführung von Finanzverbindlichkeiten verwendet wurde. Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme sank per Ende Juni 2026 auf 65,0 % (31. Dez. 2025: 65,7 %).

 

Eigenkapitalquote

Das Eigenkapital belief sich zum 30. Juni 2026 auf EUR 820,9 Mio. (31. Dez. 2025: EUR 564,1 Mio.) und stieg damit um 45,5 % gegenüber dem Wert zum Jahresende 2025. Der Anstieg des Eigenkapitals ist insbesondere auf das positive Periodenergebnis (einschließlich aufgegebener Geschäftsbereiche) im 1. Halbjahr 2026 in Höhe von EUR 311,0 Mio. zurückzuführen, das maßgeblich aus dem Gewinn aus der Veräußerung des Water-Management-Geschäfts resultierte. Gegenläufig wirkte sich insbesondere der Erwerb eigener Anteile im Rahmen des im 2. Quartal 2026 abgeschlossenen öffentlichen Aktienrückkaufangebots in Höhe von EUR 53,1 Mio. aus. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich deutlich auf 66,7 % (31. Dez. 2025: 45,1 %).

 

Finanzverbindlichkeiten

Die Finanzverbindlichkeiten der NORMA Group beliefen sich per 30. Juni 2026 auf EUR 108,5 Mio. und lagen damit um 72,3 % unter dem Niveau zum Jahresende 2025 (31. Dez. 2025: EUR 392,2 Mio.). Maßgeblich hierfür war die im 1. Halbjahr 2026 erfolgte Nettorückführung von Finanzverbindlichkeiten in Höhe von EUR 288,3 Mio. nach Verwendung der Erlöse aus der Veräußerung des Water-Management-Geschäfts. Darüber hinaus wirkten sich niedrigere Leasingverbindlichkeiten sowie der Rückgang sonstiger finanzieller Verbindlichkeiten mindernd auf die Finanzverbindlichkeiten aus. KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS

Die langfristigen Schulden beliefen sich zum 30. Juni 2026 auf EUR 71,0 Mio. und lagen damit um 11,2 % über dem Niveau zum Jahresende 2025 (31. Dez. 2025: EUR 63,9 Mio.).

Die kurzfristigen Schulden betrugen per 30. Juni 2026 EUR 338,7 Mio. und haben sich damit im Vergleich zum Jahresende 2025 (31. Dez. 2025: EUR 622,7 Mio.) um 45,6 % reduziert. Der Rückgang ist insbesondere auf die im 1. Halbjahr 2026 erfolgte Rückführung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten unter Verwendung der Erlöse aus der Veräußerung des Water-Management-Geschäfts zurückzuführen.

So belief sich der Anteil der langfristigen Schulden an der Bilanzsumme per Ende Juni 2026 auf 5,8 % (31. Dez. 2025: 5,1 %), während 27,5 % auf die kurzfristigen Schulden entfielen (31. Dez. 2025: 49,8 %).

 

Nettoliquidität/Nettoverschuldung

Die Nettoverschuldung zum Jahresende 2025 in Höhe von EUR 316,1 Mio. wandelte sich zum 30. Juni 2026 in eine Nettoliquidität in Höhe von EUR 303,9 Mio. Dies entspricht einer Verbesserung von EUR 620,0 Mio. Eine detaillierte Überleitung zur Veränderung der Nettoverschuldung ist im Abschnitt KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS dargestellt.

Das Gearing (Nettoliquidität/-verschuldung im Verhältnis zum Eigenkapital) belief sich zum 30. Juni 2026 auf -0,4 (31. Dez. 2025: 0,6). Der Leverage (Nettoliquidität/-verschuldung ausgenommen Sicherungsinstrumente im Verhältnis zum EBITDA der letzten zwölf Monate) verbesserte sich zum 30. Juni 2026 deutlich auf -3,0 (31. Dez. 2025: 2,5).

 

Finanzlage

 

Zentrales Finanzmanagement

 

Operativer Netto-Cashflow

Einen detaillierten Überblick über das allgemeine Finanzmanagement der NORMA Group liefert der GESCHÄFTSBERICHT 2025.

Der operative Netto-Cashflow, der weiterhin Beiträge aus dem aufgegebenen Wassergeschäft enthält, belief sich im 1. Halbjahr 2026 auf EUR -13,1 Mio. und lag damit deutlich unter dem Vorjahreswert (H1 2025: EUR 34,7 Mio.). Ursächlich hierfür waren insbesondere das niedrigere bereinigte EBITDA (H1 2026: EUR 39,8 Mio.; H1 2025: EUR 64,3 Mio.) sowie Einmaleffekte im Trade Working Capital im Zusammenhang mit der Veräußerung des Wassergeschäfts. Darüber hinaus wirkten sich Investitionen aus dem operativen Geschäft in Höhe von EUR 13,6 Mio. (H1 2025: EUR 16,5 Mio.) auf den operativen Netto-Cashflow aus.

Im 2. Quartal 2026 belief sich der operative Netto-Cashflow auf EUR 6,6 Mio. (Q2 2025: EUR 31,6 Mio.). Während im 2. Quartal 2026 keine Effekte aus dem im Februar 2026 veräußerten Wassergeschäft mehr enthalten waren, umfasste der Vorjahreswert noch Beiträge des Geschäftsbereichs zum operativen Netto-Cashflow.

 

Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit

Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit belief sich im 1. Halbjahr 2026 auf EUR -86,0 Mio. und lag damit deutlich unter dem Vorjahreswert (H1 2025: EUR 29,3 Mio.). Ursächlich hierfür war insbesondere der Wegfall von Effekten aus dem verkauften Wassergeschäft, die im Vorjahreswert enthalten waren.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit erreichte in den ersten sechs Monaten 2026 EUR 749,9 Mio. (H1 2025: EUR -18,7 Mio.) und beinhaltet eine Nettoeinzahlung aus der Veräußerung des Wassergeschäfts in Höhe von EUR 821,5 Mio. (H1 2025: EUR 0,0 Mio.). Demgegenüber standen insbesondere Nettozahlungsabflüsse aus dem Erwerb von Finanzinstrumenten in Höhe von EUR 57,0 Mio. (H1 2025: EUR 0,0 Mio.) sowie aus dem Erwerb von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen in Höhe von EUR 14,7 Mio. (H1 2025: EUR -19,2 Mio.).

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich im 1. Halbjahr 2026 auf EUR -350,5 Mio. (H1 2025: EUR -20,1 Mio.). Wesentliche Einflussfaktoren waren die Rückführung von Finanzverbindlichkeiten unter Verwendung der Erlöse aus der Veräußerung des Wassergeschäfts sowie der Erwerb eigener Anteile im Rahmen eines öffentlichen Aktienrückkaufangebots. Darüber hinaus wirkten sich insbesondere Zinszahlungen sowie Rückzahlungen von Leasingverbindlichkeiten auf den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit aus. Weitere Informationen sind im KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS dargestellt.

Legende

Diese Inhalte sind Teil des nichtfinanziellen Konzernberichts und unterlagen einer gesonderten Prüfung mit begrenzter Sicherheit („limited assurance“).