Im 1. Halbjahr 2026 erzielte die NORMA Group einen Konzernumsatz in Höhe von EUR 420,5 Mio. Bereinigt um Währungseffekte – also nur nach Volumen-Preis-Mix-Effekten – entsprach dies einem Rückgang von 0,6 %. Währungseffekte belasteten die Umsatzentwicklung um -2,5 %. Insgesamt lag der Konzernumsatz damit um 3,2 % unter dem Vorjahreswert (H1 2025: EUR 434,3 Mio.). Währungsbereinigt war der leichte Umsatzrückgang im Wesentlichen auf das weiterhin anspruchsvolle Marktumfeld, insbesondere im Mobilitätssektor, zurückzuführen. Während die Nachfrage im Mobilitätssektor rückläufig war, entwickelte sich das Geschäft mit Industriekunden positiv, konnte den Rückgang jedoch nicht vollständig kompensieren. Insgesamt blieb das Marktumfeld in allen drei Regionen anspruchsvoll.

Das bereinigte EBIT entwickelte sich im 1. Halbjahr 2026 trotz des leicht rückläufigen Umsatzes positiv. Es erreichte im 1. Halbjahr 2026 einen Wert von EUR 14,0 Mio. (H1 2025: EUR 2,1 Mio.). Die bereinigte EBIT-Marge verbesserte sich auf 3,3 % (H1 2025: 0,5 %) und lag damit innerhalb des für das Geschäftsjahr 2026 prognostizierten Zielkorridors von 2 % bis 4 %. Nach einer bereinigten EBIT-Marge von 3,0 % im 1. Quartal verbesserte sich die Profitabilität im 2. Quartal auf 3,6 %. Hierzu trugen insbesondere die im Rahmen der NewNORMA-Transformation umgesetzten Maßnahmen zur nachhaltigen Verbesserung der Kostenbasis sowie erste operative Effekte der Transformation bei.

Der operative Netto-Cashflow belief sich im Zeitraum Januar bis Juni 2026 auf EUR -13,1 Mio. und verringerte sich damit gegenüber dem Vorjahr (H1 2025: EUR 34,7 Mio.). Dabei belasteten insbesondere im 1. Quartal angefallene Einmaleffekte im Zusammenhang mit dem Verkauf des Wassergeschäfts. Während diese Steuerungskennzahl im 1. Quartal mit EUR -19,7 negativ war, lag sie im 2. Quartal bei EUR 6,6 Mio. Auf Halbjahressicht war der gegenüber dem Vorjahreszeitraum niedrigere operative Netto-Cashflow im Wesentlichen auf ein geringeres bereinigtes EBITDA sowie einen höheren Aufbau des (Trade) Working Capitals zurückzuführen. Positiv wirkte sich dagegen die gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht geringere Investitionstätigkeit aus.

Das Geschäft der NORMA Group entwickelte sich im 1. Halbjahr 2026 in einem weiterhin anspruchsvollen Marktumfeld erwartungsgemäß. Für die zweite Jahreshälfte geht der Vorstand unverändert davon aus, dass das Geschäftsumfeld herausfordernd bleiben wird. Angelehnt an die Trendprognosen in den für die NORMA Group relevanten Kundenindustrien und (Teil-)Märkten erwartet der Vorstand jedoch, dass sich die wesentlichen Steuerungskennzahlen im Geschäftsjahr 2026 wie zuletzt im Geschäftsbericht 2025 kommuniziert und in der Zwischenmitteilung zum 1. Quartal 2026 bestätigt entwickeln werden. Der Vorstand hält daher unverändert an der am 31. März 2026 bekannt gegebenen Prognose für das Gesamtjahr 2026 fest. Detaillierte Informationen zu allen weiteren Bestandteilen der Prognose sind im PROGNOSEBERICHT dargelegt.

Legende

Diese Inhalte sind Teil des nichtfinanziellen Konzernberichts und unterlagen einer gesonderten Prüfung mit begrenzter Sicherheit („limited assurance“).