Marktumfeld im ersten Halbjahr 2026 von Unsicherheit geprägt
Die weltwirtschaftliche Entwicklung war im ersten Halbjahr 2026 von einer erhöhten geopolitischen und handelspolitischen Unsicherheit geprägt. Belastungen der Energie- und Lieferketten sowie ein insgesamt verhaltenes wirtschaftliches Umfeld beeinflussten die für die NORMA Group relevanten Endmärkte. Während sich die US-Wirtschaft mit einem BIP-Wachstum von 2,1 % robust entwickelte, blieb das Wirtschaftswachstum im Euroraum mit 0,2 % verhalten. In China wuchs das Bruttoinlandsprodukt im ersten Halbjahr um 4,7 %, wenngleich die Nachfrage infolge des rückläufigen Außenhandels und anhaltender struktureller Herausforderungen nachließ.
Marktumfeld Industry Applications
Die Nachfrage in den für den strategischen Geschäftsbereich Industry Applications relevanten Endmärkten entwickelte sich regional unterschiedlich. Investitionen in Digitalisierung, Rechenzentren und Energieinfrastruktur stützten die Nachfrage in ausgewählten Industrieanwendungen. Demgegenüber blieb die Investitionsbereitschaft in traditionellen Industrien angesichts geopolitischer Unsicherheiten und einer verhaltenen Industriekonjunktur gedämpft. Die weltweite Industrieproduktion wuchs in den ersten fünf Monaten 2026 um 2,1 % und damit langsamer als im Vorjahr. Auch die Baukonjunktur entwickelte sich regional uneinheitlich. Während Infrastrukturprojekte sowie Investitionen in Energie- und Rechenzentrumsanwendungen Wachstumsimpulse lieferten, blieb insbesondere der Wohnungsbau in China und Teilen Nordamerikas schwach. So schrumpfte der Wohnungsbau in China bis Ende Juni um 17,8 %, während der US-Einfamilienhausbau bis Ende Juni um 5,7 % zurückging.
Marktumfeld Mobility & New Energy
Die weltweite Automobilproduktion ging im ersten Halbjahr 2026 zurück. In den ersten fünf Monaten 2026 sank der weltweite Absatz von Light Vehicles um 5,6 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum, während die Produktion um 2,2 % zurückging. Belastend wirkten insbesondere handelspolitische Unsicherheiten, Materialengpässe sowie die Auswirkungen des Nahostkonflikts auf globale Lieferketten. Gleichzeitig setzte sich der strukturelle Wandel hin zu elektrifizierten Antrieben fort. Insgesamt blieb das Marktumfeld für die internationale Automobilindustrie und ihre Zulieferer herausfordernd.
Legende
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