Zweites Aktienrückkaufangebot und Kapitalherabsetzung erfolgreich abgeschlossen
Die NORMA Group hat im September 2026 ihr zweites öffentliches Aktienrückkaufangebot erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen des Angebots erwarb die Gesellschaft insgesamt 9.306.113 eigene Aktien zu einem Preis von EUR 22,35 je Aktie. Dies entsprach rund 29,2 % des bisherigen Grundkapitals und einem Rückkaufvolumen von rund EUR 208 Mio. Das Angebot war deutlich überzeichnet.
Die erworbenen Aktien wurden auf Grundlage des Beschlusses der Hauptversammlung vom 1. Juli 2026 eingezogen. Die Kapitalherabsetzung wurde zum 24. September 2026 wirksam. Dadurch verringerte sich das Grundkapital der NORMA Group SE von EUR 31.862.400 auf EUR 22.556.287.
Zusammen mit dem bereits im März 2026 abgeschlossenen ersten Aktienrückkaufangebot hat die NORMA Group damit die Rückführung von insgesamt rund EUR 260 Mio. aus den Erlösen des Verkaufs des Water-Management-Geschäfts an ihre Aktionärinnen und Aktionäre wie angekündigt abgeschlossen.
Industry Applications gewinnt weitere Aufträge in industriellen Anwendungsbereichen
Der strategische Geschäftsbereich Industry Applications erzielte im 3. Quartal 2026 weitere Geschäftserfolge. In den USA sicherte sich die NORMA Group einen Auftrag eines Baumaschinenherstellers für Komponenten in Dieselpartikelfiltern. Darüber hinaus gewann die NORMA Group in Europa einen weiteren Auftrag eines Motorenherstellers für spezialisierte Kunststoffleitungen zur Anwendung für Offroad- und Landmaschinen. Der Auftrag stärkt die bestehende Kundenbeziehung und unterstreicht die Technologiekompetenz der NORMA Group. Die Geschäftserfolge zeigen die Fortschritte bei der Umsetzung der Sales-Push-Initiativen im Bereich Industry Applications.
Mobility & New Energy gewinnt neuen Auftrag für Elektromobilitätsanwendungen in China
Der strategische Geschäftsbereich Mobility & New Energy hat im 3. Quartal 2026 in China einen neuen Auftrag eines Automobilzulieferers für Kühlsysteme in Plug-in-Hybrid- und batterieelektrischen Fahrzeugen gewonnen. Damit gelang der NORMA Group erstmals der Einstieg in eine lokale Fahrzeugplattform in diesem Anwendungsbereich. Der Auftrag umfasst Verbindungskomponenten mit einem erwarteten Gesamtumsatzvolumen von mehr als EUR 3 Mio. über eine Projektlaufzeit von fünf Jahren. Der Produktionsstart ist für das 4. Quartal 2026 vorgesehen. Ausschlaggebend für den Auftrag waren insbesondere die wettbewerbsfähige Preisgestaltung sowie die Produktqualität und Engineering-Kompetenz der NORMA Group. Der Geschäftserfolg unterstreicht die Wettbewerbsfähigkeit der NORMA Group im Bereich Mobility & New Energy.
Technologie & Innovation: NORMA Group setzt Verbindungstechnologie erstmals in Batteriespeichersystemen ein
Die NORMA Group hat im 3. Quartal 2026 erstmals ihre patentierte Dry-Break-Ventiltechnologie bei einem Kunden im Bereich stationärer Batteriespeichersysteme eingesetzt. Die ursprünglich für die Automobilindustrie entwickelte Technologie ermöglicht das sichere Verbinden und Trennen von Kühlleitungen bei minimalem Flüssigkeitsaustritt. Ausschlaggebend für den gewonnenen Neukundenauftrag waren insbesondere die Produktqualität und die Engineering-Kompetenz der NORMA Group. Der ursprünglich für Januar 2027 geplante Projektstart konnte auf August 2026 vorgezogen werden.
Entwicklung wesentlicher Steuerungskennziffern im Berichtszeitraum 2026
Die Konzernumsatzerlöse der NORMA Group stiegen in den ersten neun Monaten 2026 währungsbereinigt um 0,9 %. Unter Berücksichtigung negativer Währungseffekte in Höhe von 1,4 % belief sich der Konzernumsatz auf EUR 628,3 Mio. und lag damit um 0,6 % unter dem Vorjahresniveau (Q1–Q3 2025: EUR 631,8 Mio.).
Das bereinigte EBIT verbesserte sich im Zeitraum Januar bis September 2026 deutlich auf EUR 21,7 Mio. (Q1–Q3 2025: EUR 5,9 Mio.). Die bereinigte EBIT-Marge stieg entsprechend auf 3,5 % (Q1–Q3 2025: 0,9 %). Wesentliche Treiber waren die positiven Effekte aus der laufenden NewNORMA-Transformation.
Im 3. Quartal 2026 erzielte die NORMA Group einen positiven operativen Netto-Cashflow von EUR 10,2 Mio. (Q3 2025: EUR 24,5 Mio.). In den ersten neun Monaten 2026 belief sich die Kennzahl auf EUR -2,9 Mio. (Q1–Q3 2025: EUR 59,1 Mio.). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf den Wegfall der Cashflow-Beiträge des im Februar 2026 veräußerten Water-Management-Geschäfts zurückzuführen, die im Vorjahreswert noch für den gesamten Neunmonatszeitraum enthalten waren. Zusätzlich belasteten Einmaleffekte im Zusammenhang mit der Veräußerung des Wassergeschäfts den operativen Netto-Cashflow im 1. Quartal 2026.
Die Geschäftsentwicklung der NORMA Group verlief in den ersten neun Monaten 2026 insgesamt im Rahmen der Erwartungen. Der Vorstand hält daher unverändert an der am 31. März 2026 bekannt gegebenen Prognose für das Gesamtjahr 2026 fest. PROGNOSE FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2026
Legende
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