Der Vorstand bestätigt die im GESCHÄFTSBERICHT 2025 veröffentlichte Prognose für das Gesamtjahr 2026. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleiben von erhöhter Unsicherheit geprägt, insbesondere infolge geopolitischer Spannungen, handelspolitischer Entwicklungen sowie anhaltender struktureller Veränderungen in den relevanten Endmärkten.
Gleichzeitig wird insgesamt eine moderat positive Entwicklung der Weltwirtschaft erwartet, wobei sich die Dynamik regional unterschiedlich entwickeln dürfte. Während für die USA weiterhin ein solides Wachstum prognostiziert wird, bleibt die wirtschaftliche Entwicklung in Europa verhalten. In China wird mit einem gegenüber den Vorjahren abgeschwächten, jedoch weiterhin positiven Wachstum gerechnet.
In den für die NORMA Group relevanten Endmärkten wird für das Geschäftsjahr 2026 insgesamt von einer nur moderaten Entwicklung ausgegangen. Im Bereich Automotive wird weiterhin eine verhaltene Nachfrage erwartet, während sich im Maschinen- und Anlagenbau eine leichte Stabilisierung abzeichnet, die Dynamik jedoch insgesamt gedämpft bleibt. Für den Bausektor wird eine moderate Entwicklung prognostiziert.
Insgesamt erwartet der Vorstand der NORMA Group SE, dass das wirtschaftliche Umfeld und die Märkte von erhöhter Volatilität geprägt bleiben, und blickt daher mit der gebotenen Vorsicht auf das Geschäftsjahr 2026.
Entwicklung des Konzernumsatzes im Geschäftsjahr 2026
Unter Berücksichtigung der genannten erwarteten Entwicklung in den für die NORMA Group relevanten Regionen und Endmärkten sowie unter der Prämisse, dass sich Handelskonflikte nicht nochmals weiter verschärfen, wichtige Rohstoffe und Vorprodukte verfügbar bleiben und dass im Jahresverlauf 2026 weltweit keine weiteren negativen Faktoren auftreten, die zu erheblichem Druck auf die Geschäftsentwicklung der NORMA Group führen könnten, antizipiert der Vorstand für das Geschäftsjahr 2026 ein Konzernumsatzwachstum in der Bandbreite von rund 0 % bis 2 %.
Bereinigte EBIT-Marge
Im Hinblick auf die Ergebnisentwicklung geht das Management davon aus, dass sich die Profitabilität im Geschäftsjahr 2026 gegenüber dem Vorjahr verbessert. Diese Entwicklung wird insbesondere durch die im Rahmen der NewNORMA-Transformation umgesetzten Maßnahmen zur Verbesserung der Kostenstruktur unterstützt. Vor diesem Hintergrund rechnet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2026 mit einer bereinigten EBIT-Marge in Höhe von rund 2 % bis 4 %. Die Prognose für die bereinigte EBIT-Marge ist an die Voraussetzung gebunden, dass keine massiv ungünstigen Marktbedingungen entstehen, die gegebenenfalls zu wesentlichen Zusatzkosten bzw. zu Einschränkungen in der Umsetzung der operativen Effizienzmaßnahmen führen könnten.
Im Hinblick auf die Bereinigung des Ergebnisses erwartet der Vorstand – wie in den Vorjahren –, dass Abschreibungen in Zusammenhang mit Kaufpreisallokationen im Rahmen realisierter M&A-Transaktionen auf materielle und immaterielle Vermögensgegenstände sowie bestimmte damit zusammenhängende Aufwendungen und Erträge berücksichtigt werden. Sie werden in Summe und abhängig von Wechselkursentwicklungen im Geschäftsjahr 2026 auf einer Höhe von etwa bis zu EUR 5 Mio. antizipiert.
Für die Implementierung und Umsetzung der geplanten Maßnahmen aus dem Transformationsplan wird mit einem kumulierten Gesamtkostenvolumen in einer Bandbreite von rund EUR 54 Mio. bis rund EUR 61 Mio. bis zum Jahr 2028 gerechnet. Darauf bezogen werden im Geschäftsjahr 2026 Sonderaufwendungen in Höhe von etwa EUR 24 Mio. erwartet. Diese sollen im Wesentlichen aus Aufwendungen für Abfindungen im Rahmen der Restrukturierungsmaßnahmen, damit verbundene Beratungskosten sowie Aufwendungen aus Produktionsverlagerungen in Relation stehen. Die Gesellschaft beabsichtigt, sämtliche Sonderaufwendungen aus der globalen Transformation im operativen Ergebnis (EBIT) zu bereinigen.
Operativer Netto-Cashflow
Für den operativen Netto-Cashflow im Geschäftsjahr 2026 prognostiziert der Vorstand einen Wert in der Bandbreite von rund EUR 10 Mio. bis rund EUR 20 Mio. Diese Entwicklung ist insbesondere von erwarteten Auszahlungen im Zusammenhang mit der Umsetzung des Transformationsprogramms sowie von Effekten aus der Veränderung des Konsolidierungskreises infolge des Verkaufs des Water-Management-Geschäfts geprägt.
Legende
Diese Inhalte sind Teil des nichtfinanziellen Konzernberichts und unterlagen einer gesonderten Prüfung mit begrenzter Sicherheit („limited assurance“).