Die Konzern-Kapitalflussrechnung und die folgenden Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung beziehen sich auf die Zu- und Abflüsse des Gesamtkonzerns und somit auf die fortzuführenden Geschäftsbereiche und den aufgegebenen Geschäftsbereich. Eine Darstellung der Cashflows des aufgegebenen Geschäftsbereichs ist im Abschnitt „Aufgegebener Geschäftsbereich“ enthalten.

Konzernweites Finanzmanagement

Einen detaillierten Überblick über das allgemeine Finanzmanagement der NORMA Group liefert der GESCHÄFTSBERICHT 2025.

Operativer Netto-Cashflow

Der operative Netto-Cashflow, der weiterhin Beiträge aus dem aufgegebenen Wassergeschäft enthält, belief sich im Zeitraum Januar bis September 2026 auf EUR -2,9 Mio. Er hat sich damit um EUR 62,1 Mio. gegenüber dem Vergleichszeitraum 2025 verringert (Q1–Q3 2025: EUR 59,1 Mio.).

Ursächlich für den Rückgang waren vorrangig das im Jahresvergleich deutlich geringere bereinigte Konzern-EBITDA (Q1–Q3 2026: EUR 58,6 Mio.; Q1–Q3 2025: EUR 96,1 Mio.) sowie Einmaleffekte im Trade Working Capital im Zusammenhang mit der Veräußerung des Wassergeschäfts. Darüber hinaus wirkten sich Investitionen aus dem operativen Geschäft in Höhe von EUR 18,4 Mio. (Q1–Q3 2025: EUR 25,8 Mio.) auf den operativen Netto-Cashflow aus.

Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit

Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit erreichte in den ersten neun Monaten 2026 einen Wert von EUR -116,0 Mio. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum (Q1–Q3 2025: EUR 56,9 Mio.) stellt dies einen Rückgang um EUR 173,0 Mio. dar.

Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit wird von der Veränderung des Umlaufvermögens, der Rückstellungen und der Verbindlichkeiten (ohne Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Finanzierungstätigkeit) beeinflusst.

Der Rückgang des Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf den Verkauf des Water-Management-Geschäfts zurückzuführen. Wesentliche Effekte resultierten aus Steuerzahlungen im Zusammenhang mit der Veräußerung sowie Veränderungen des Working Capitals der aufgegebenen Aktivitäten zur Vorbereitung auf die Veräußerung. Die Vergleichbarkeit des operativen Cashflows mit dem Vorjahreszeitraum ist daher eingeschränkt.

Die aufgegebenen Aktivitäten trugen gemäß den IFRS-5-Angaben mit einem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit von EUR -142,8 Mio. zum Konzern-Cashflow bei.

Wie im Vorjahr nimmt die Gesellschaft an einem Reverse-Factoring-Programm, an einem Factoring-Programm sowie an einem ABS-Programm teil. Die im Reverse-Factoring-Programm befindlichen Verbindlichkeiten werden unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und ähnlichen Schulden ausgewiesen. Die Zahlungsströme aus dem Reverse-Factoring-, dem Factoring- und dem ABS-Programm sind unter dem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit dargestellt, da dies dem wirtschaftlichen Gehalt der Transaktionen entspricht.

Die im Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit enthaltenen Korrekturen für Erträge aus der Bewertung von Derivaten in Höhe von EUR 0,9 Mio. (Q1–Q3 2025: Aufwendungen in Höhe von EUR 0,5 Mio.) beziehen sich auf die ergebniswirksam erfassten Zeitwertänderungen von Fremdwährungsderivaten und Zinsswaps, die der Finanzierungstätigkeit zugeordnet sind.

Die korrigierten sonstigen nicht zahlungswirksamen Erträge (–) / Aufwendungen (+) beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung externer Finanzierungsverbindlichkeiten sowie konzerninterner monetärer Posten in Höhe von EUR 0,9 Mio. (Q1–Q3 2025: Erträge in Höhe von EUR 2,5 Mio.). Die Cashflows aus gezahlten Zinsen werden unter den Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

Cashflow aus Investitionstätigkeit

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug in den ersten neun Monaten 2026 EUR 769,3 Mio. (Q1–Q3 2025: EUR -27,9 Mio.) und beinhaltet Nettozahlungsabflüsse aus der Beschaffung und der Veräußerung langfristiger Vermögenswerte.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit für den Berichtszeitraum enthält vor allem Nettoeinzahlungen aus der Veräußerung eines aufgegebenen Geschäftsbereichs, abzüglich der veräußerten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von EUR 821,5 Mio. Der Erwerb sowie die Veräußerung von Finanzinstrumenten im Rahmen von Festgeldern in den USA schmälerten diesen Effekt leicht um EUR -33,0 Mio.

Nettoauszahlungen für die Beschaffung und die Veräußerung von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen beliefen sich in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres auf EUR -19,8 Mio. (Q1–Q3 2025: EUR -28,6 Mio.).

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug im Neunmonatszeitraum 2026 EUR -611,3 Mio. (Q1–Q3 2025: EUR -34,3 Mio.). Er enthält vor allem Nettoauszahlungen für Darlehen in Höhe von EUR 328,1 Mio. sowie Auszahlungen für den Erwerb eigener Aktien für EUR 261,3 Mio.

Zusätzlich enthalten sind Auszahlungen für Dividenden an die Aktionäre der NORMA Group SE in Höhe von EUR 4,0 Mio. (Q1–Q3 2025: EUR 12,7 Mio.), Auszahlungen für Zinsen (Q1–Q3 2026: EUR 7,9 Mio.; Q1–Q3 2025: EUR 14,7 Mio.) sowie Einzahlungen aus Derivaten in Höhe von EUR 1,5 Mio. (Q1–Q3 2025: Einzahlungen in Höhe von EUR 1,4 Mio.).

Im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit sind zudem Rückzahlungen von Verbindlichkeiten aus ABS und Factoring in Höhe von EUR 3,5 Mio. (Q1–Q3 2025: Einzahlung in Höhe von EUR 1,4 Mio.) enthalten.

Legende

Diese Inhalte sind Teil des nichtfinanziellen Konzernberichts und unterlagen einer gesonderten Prüfung mit begrenzter Sicherheit („limited assurance“).