Erläuterungen zur Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögenswerte und Schulden des Bereichs Water Management wurden zum 2. Februar 2026 veräußert. Da die Vorjahresbilanz den Geschäftsbereich Water Management noch umfasst, ist die Bilanzsumme zum 30. September 2026 nicht mit den entsprechenden Vorjahreswerten vergleichbar. Weitere Informationen hierzu finden sich im Abschnitt AUFGEGEBENER GESCHÄFTSBEREICH. Dieser enthält eine Übersicht zu den Auswirkungen der Veräußerung auf die Konzernbilanz. Die Vorjahreswerte zum 30. September sowie 31. Dezember 2025 berücksichtigen bereits die Klassifizierung der Vermögenswerte und Schulden des Bereichs Water Management als Veräußerungsgruppe.

Bilanzsumme

Die Bilanzsumme belief sich zum Stichtag 30. September 2026 auf EUR 927,3 Mio. und war damit um 25,9 % geringer als zum Jahresende 2025 (31. Dez. 2025: EUR 1.250,7 Mio.). Gegenüber dem 30. September 2025 (EUR 1.299,1 Mio.) hat sich die Bilanzsumme um 28,6 % reduziert. Maßgeblich hierfür waren der Verkauf des Bereichs Water Management und die danach erfolgte Sondertilgung von Darlehen und der Rückkauf eigener Aktien.

Langfristige Vermögenswerte

Die langfristigen Vermögenswerte lagen zum 30. September 2026 bei EUR 417,9 Mio. und damit um 2,4 % niedriger, verglichen mit dem Jahresende 2025 (31. Dez. 2025: EUR 428,4 Mio.). Die Abnahme resultierte im Wesentlichen aus Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, die die Investitionstätigkeit überkompensierten. Der Anteil der langfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme belief sich vor diesem Hintergrund zum Stichtag 30. September 2026 auf 45,1 % (31. Dez. 2025: 34,3 %).

Im Zeitraum Januar bis September 2026 wurden insgesamt EUR 19,3 Mio. in das Anlagevermögen investiert (Q1–Q3 2025: EUR 21,8 Mio.). Zudem wurden EUR 14,1 Mio. für die Aktivierung von Nutzungsrechten für gemietete Grundstücke und Gebäude, unter anderem im Rahmen von ausgeübten Verlängerungsoptionen, als Zugänge im Anlagevermögen erfasst (Q1–Q3 2025: EUR 3,2 Mio.). In den Investitionen waren aktivierte Eigenleistungen in Höhe von EUR 1,9 Mio. enthalten (Q1–Q3 2025: EUR 3,0 Mio.). Aufgrund einer geänderten Einschätzung hinsichtlich der Ausübung einer Verlängerungsoption wurde die Leasinglaufzeit neu bestimmt. Hieraus resultierte eine Verringerung der Nutzungsrechte in der Anlagenklasse „Nutzungsrechte – Grundstücke und Gebäude“ in Höhe von EUR 4,2 Mio.

Kurzfristige Vermögenswerte

Die kurzfristigen Vermögenswerte summierten sich zum Bilanzstichtag auf EUR 509,3 Mio. und sanken damit deutlich gegenüber dem Jahresende 2025 (31. Dez. 2025: EUR 822,3 Mio.) um 38,1 %. Die Veränderung resultiert dabei aus der Veräußerung des aufgegebenen Geschäftsbereichs und der damit zusammenhängenden Ausbuchung der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte sowie der Verwendung der für die Veräußerung erhaltenen Gegenleistung für Sondertilgung von Darlehen und den Rückkauf eigener Aktien. Einzelheiten zu den beschriebenen Ein- bzw. Auszahlungen sind in den Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung enthalten.

Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme belief sich zum 30. September 2026 auf 54,9 % (31. Dez. 2025: 65,7 %).

(Trade) Working Capital

Das (Trade) Working Capital (Vorräte plus Forderungen minus Verbindlichkeiten jeweils im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen) lag zum 30. September 2026 bei EUR 191,3 Mio. und damit um 14,4 % über dem Wert zum Jahresende 2025 (31. Dez. 2025: EUR 167,2 Mio.).

Dies ist vor allem auf den um EUR 24,9 Mio. saisonal bedingten höheren Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Vergleich zum Jahresende 2025 zurückzuführen. Parallel erhöhte sich das Vorratsvermögen im Vergleich zum Jahresende 2025 um EUR 11,9 Mio., was durch gleichzeitig gestiegene Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um EUR 12,7 Mio. kompensiert wurde.

Sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen nichtfinanziellen Vermögenswerte stellen sich wie folgt dar:

     

Sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte

 

30. Sept. 2026

31. Dez. 2025

7.620

6.134

9.389

11.022

3.317

2.622

1.178

1.341

1.097

888

 

22.601

22.007

Eigenkapitalquote

Das Konzerneigenkapital betrug zum 30. September 2026 EUR 595,0 Mio. Im Vergleich zum Jahresende 2025 (31. Dez. 2025: EUR 564,1 Mio.) ergibt sich daraus ein Anstieg in Höhe von 5,5 %. Die Eigenkapitalquote lag zum Quartalsstichtag bei 64,2 % (31. Dez. 2025: 45,1 %). Die Entwicklung im Eigenkapital resultiert insbesondere aus dem Anstieg der Gewinnrücklage aufgrund eines positiven Periodenergebnisses (EUR 299,0 Mio.) sowie aus dem Erwerb eigener Aktien (EUR -261,3 Mio.). Schmälernd auf das Eigenkapital wirkten zudem die im Juli 2026 an die Aktionärinnen und Aktionäre der NORMA Group getätigte Dividendenzahlung (EUR -4,0 Mio.) und Effekte aus der Absicherung von Zahlungsströmen und Veränderungen in der Währungsumrechnungsrücklage.

Nettoliquidität durch Veräußerungserlöse

Die nachfolgenden Informationen zu den Nettofinanzschulden beziehen sich sowohl auf die fortzuführenden als auch auf den aufgegebenen Geschäftsbereich und werden aggregiert dargestellt.

Die Nettoliquidität/Nettoverschuldung zum 30. September 2026 stellt sich wie folgt dar:

     

Nettofinanzschulden

 

30. Sept. 2026

31. Dez. 2025

27.122

359.334

1.165

2.148

26.623

39.534

6.050

9.637

60.960

410.653

140.976

94.555

-80.016

316.098

Die Nettoverschuldung ist im Vergleich zum 31. Dezember 2025 um EUR 396,1 Mio. und damit um 125,3 % gesunken.

Eine Überleitung der Veränderung ist im Folgenden dargestellt:

   

Überleitung Veränderung Nettoliquidität (-) / Nettoverschuldung (+)

 

Q1–Q3 2026

116.038

-769.269

-653.231

15.790

4.015

84

261.296

-17.229

-1.914

5.587

-5.510

-5.002

-396.114

Finanzverbindlichkeiten

Per 30. September 2026 sind die Finanzverbindlichkeiten der NORMA Group im Vergleich zum 31. Dezember 2025 (EUR 410,7 Mio.) um 85,2 % auf EUR 61,0 Mio. gesunken.

Die Darlehen veränderten sich primär durch die im aktuellen Berichtszeitraum erfolgten Nettotilgungen in Höhe von EUR 328,1 Mio.

Die Leasingverbindlichkeiten haben sich im Vergleich zum Jahresende 2025 deutlich reduziert. Die Veränderungen hängen im Wesentlichen mit der Veräußerung des aufgegebenen Geschäftsbereichs im 1. Quartal 2026 zusammen.

Der Rückgang der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten resultierte im Wesentlichen aus der Abnahme von Verbindlichkeiten aus ABS und Factoring.

Die Fristigkeit der Schuldscheindarlehen stellt sich zum 30. September 2026 wie folgt dar:

       

Fristigkeit Darlehen 2026

bis zu 1 Jahr

> 1 Jahr bis zu 2 Jahren

> 2 Jahre bis zu 5 Jahren

—

5.000

22.000

—

—

—

—

5.000

22.000

Sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten

Die sonstigen nichtfinanziellen Verbindlichkeiten stellten sich wie folgt dar:

     

Sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten

 

30. Sept. 2026

31. Dez. 2025

   

310

364

354

364

 

664

728

 

 

299

34

9.225

4.764

5.078

5.151

31.762

28.077

672

540

 

47.036

38.566

47.700

39.294

Derivative Finanzinstrumente

Fremdwährungsderivate

Zum 30. September 2026 wurden Fremdwährungsderivate mit einem Marktwert von EUR 0,2 Mio. zur Absicherung von Zahlungsströmen gehalten. Zusätzlich wurden Fremdwährungsderivate mit einem positiven Marktwert von EUR 0,2 Mio. sowie mit einem negativen Marktwert von EUR 1,2 Mio. zur Absicherung von Zeitwertänderungen gehalten.

Die Fremdwährungsderivate zur Absicherung von Zahlungsströmen werden gegen Schwankungen des Währungskurses aus dem operativen Geschäft eingesetzt. Fremdwährungsderivate zur Absicherung von Zeitwertänderungen dienen der Sicherung externer Finanzierungsverbindlichkeiten, Bankguthaben in Fremdwährungen sowie konzerninterner monetärer Posten gegen Schwankungen des Währungskurses.

Legende

Diese Inhalte sind Teil des nichtfinanziellen Konzernberichts und unterlagen einer gesonderten Prüfung mit begrenzter Sicherheit („limited assurance“).