(i) Nutzungsrechte – Leasing

In der NORMA Group bestehen wesentliche Leasingverhältnisse für das Pachten von Grundstücken und Gebäuden. Die Gruppe unterhält zudem im Rahmen von unkündbaren Leasingverträgen Leasingverhältnisse für verschiedene Fahrzeuge und technische Geräte. Neben den üblichen Verlängerungsoptionen beinhalten die Leasingverträge in geringem Umfang nicht berücksichtigte Kauf- und Kündigungsoptionen. Die Laufzeiten der Leasingverhältnisse je Anlagenklasse sind wie folgt:

  • Nutzungsrechte – Grundstücke und Gebäude: 1 Monat bis 78 Jahre
  • Nutzungsrechte – Maschinen und technische Anlagen: 1 bis 6 Jahre
  • Nutzungsrechte – Gabelstapler und Lagerausstattung: 1 bis 9 Jahre
  • Nutzungsrechte – Büro- und IT-Ausrüstung: 1 bis 6 Jahre
  • Nutzungsrechte – Fahrzeuge: 1 bis 7 Jahre

Die Leasingverträge der Gruppe beinhalten grundsätzlich keine Kreditbedingungen.

 

 

(ii) Bilanzierungswahlrecht

Die NORMA Group hat von Bilanzierungswahlrechten für kurzfristige Leasingverhältnisse (Mindestlaufzeit von maximal zwölf Monaten, wenn keine Kaufoption vereinbart ist) sowie für geringwertige Vermögenswerte als Leasingnehmer Gebrauch gemacht und diese nicht als Nutzungsrecht/Leasingverbindlichkeit angesetzt, sondern als laufender Aufwand - mit der Ausnahme von Leasinggegenständen, die der Anlagenklasse „Nutzungsrechte – Grundstücke und Gebäude“ zuzurechnen sind. Außerdem hat sich die NORMA Group für das Bilanzierungswahlrecht entschieden, Leasing- und Nichtleasingkomponenten voneinander zu trennen, außer für die Anlagenklassen „Nutzungsrechte – Grundstücke und Gebäude“ und „Nutzungsrechte – Fahrzeuge“.

 

(iii) Verlängerungs- und Kündigungsoption

Eine Reihe von Immobilien-Leasingverträgen der NORMA Group enthält Verlängerungsoptionen. Kündigungsoptionen sind in geringem Umfang – im Bereich Immobilien-Leasing – enthalten. Derartige Vertragskonditionen werden dazu verwendet, um der Gruppe betriebliche Flexibilität in Bezug auf den Vertragsbestand zu erhalten. Die Mehrheit der bestehenden Verlängerungs- und Kündigungsoptionen kann nur vom Konzern und nicht vom jeweiligen Leasinggeber ausgeübt werden.

Zum 31. Dezember 2022 wurden mögliche zusätzliche Mittelabflüsse aus Verlängerungsoptionen in Höhe von TEUR 29.319 (31. Dez. 2021: TEUR 5.147) nicht in der Leasingverbindlichkeit berücksichtigt, da es nicht hinreichend sicher ist, dass die Leasingverträge verlängert werden. Zum 31. Dezember 2022 und 2021 bestanden keine möglichen reduzierten Mittelabflüsse aus Kündigungsoptionen.

Aufgrund geänderter Einschätzungen zur Laufzeit bzw. zur Höhe der erwarteten Leasingzahlungen (indexbasierte Zahlungen) ergaben sich Erhöhungen der Nutzungsrechte sowie Leasingverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 29. Zudem ergaben sich Verringerungen aufgrund geänderter Einschätzungen bei den Nutzungsrechten sowie Leasingverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.694.

 

(iv) In der Bilanz erfasste Beträge

In der Bilanz werden nachfolgende Posten im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen ausgewiesen:

     

Nutzungsrechte – Buchwerte

T097

31. Dez. 2022

31. Dez. 2021

38.876

28.819

31

113

1.964

1.352

243

392

2.270

2.425

43.384

33.101

Die Fristigkeit der Nominalwerte sowie der Buchwerte der Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen stellt sich wie folgt dar:

       

Fristigkeiten Leasingverbindlichkeiten zum 31. Dez. 2022

T098

bis zu 1 Jahr

> 1 Jahr
bis zu 5 Jahren

> 5 Jahre

11.443

22.874

9.681

10.576

21.030

9.143

       

Fristigkeiten Leasingverbindlichkeiten zum 31. Dez. 2021

T099

bis zu 1 Jahr

> 1 Jahr
bis zu 5 Jahren

> 5 Jahre

9.230

16.972

7.473

8.520

15.365

6.930

 

 

(v) In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Beträge

In der Gewinn- und Verlustrechnung sind folgende Beträge im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen erfasst:

     

Leasingverhältnisse in der Gewinn- und Verlustrechnung

T100

2022

2021

11.689

10.372

8.979

7.875

89

91

920

798

199

168

1.502

1.440

-1.113

-886

-1.106

-796

-7

-90

1.450

1.046

1.098

801

352

245

 

(vi) In der Kapitalflussrechnung erfasste Beträge

In der Kapitalflussrechnung sind insgesamt TEUR 16.497 für Auszahlungen aus Leasingverhältnissen enthalten (2021: TEUR 12.339). Davon wurden Zahlungen in Höhe von TEUR 15.047 innerhalb des Mittelabflusses/-zuflusses aus der Finanzierungstätigkeit (2021: TEUR 11.293) und Zahlungen in Höhe von TEUR 1.450 innerhalb des Mittelzuflusses aus der betrieblichen Tätigkeit erfasst (2021: TEUR 1.046).

 

(vii) Sale-and-Leaseback-Transaktion

Im Rahmen einer Sale-and-Leaseback-Transaktion wurde ein Grundstück, einschließlich Büro- und Produktionsgebäude, mit einem Nettovermögenswert i.H.v. TEUR 6.043 für TEUR 9.823 (TUSD 10.350) veräußert. ANHANGANGABE 29 – "ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE" Die aus der Transaktion resultierenden Erträge beliefen sich auf TEUR 1.891 und sind unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Durch den daraus resultierenden Leaseback, mit einer Mindestlaufzeit von zehn Jahren und vier Verlängerungsoptionen für jeweils fünf Jahre, die nicht hinreichend sicher sind ausgeübt zu werden, ergab sich ein Nutzungsrecht i.H.v. TEUR 1.697 sowie eine Leasingverbindlichkeit i.H.v. TEUR 3.034. Die Einzahlung aus der Sale-and-Leaseback-Transaktion wurden in Höhe von TEUR 6.369 innerhalb des Cashflows aus Investitionstätigkeit und in Höhe von TEUR 3.454 im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

Legende

Diese Inhalte sind Teil des nichtfinanziellen Konzernberichts und unterlagen einer gesonderten Prüfung mit begrenzter Sicherheit („limited assurance“).